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Im Gespräch | Beitrag vom 24.07.2018

Ingrid NollWarum denken Sie sich so gerne Morde aus?

Moderation: Susanne Führer

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Die Schriftstellerin Ingrid Noll beim Krimifestival Crime Cologne im September 2017 (picture alliance/Geisler-Fotopress)
"Ich glaube, in seinem Wesen ändert man sich nicht so sehr, wenn man 55 ist", sagt Noll. (picture alliance/Geisler-Fotopress)

Sie kam als Quereinsteigerin zum Schreiben - mit 55 Jahren. Inzwischen ist Ingrid Noll 83 und gehört zu den erfolgreichsten Schriftstellerinnen Deutschlands. Im Gespräch äußert sie sich über Eifersucht, das Alter und das Schreiben.

Ingrid Noll ist berühmt für ihre Kriminalromane, in denen zumeist ganz normale, bürgerliche Frauen keinen anderen Ausweg mehr sehen als zu morden. Nach wie vor schaffen es ihre Bücher auf die Bestseller-Listen. 

"Es ist irgendwann zu Ende - und dann ist auch gut so"

Im Gespräch verriet sie Susanne Führer, dass sie der Erfolg zwar stolz und zufrieden mache. Ihr Leben habe sich aber nur rein äußerlich verändert - durch Lesereisen etwa. "Ich glaube, in seinem Wesen ändert man sich nicht so sehr, wenn man 55 ist", sagt sie. Ihr täten die ganz jungen Leute leid, die manchmal schon mit 20 Jahren hochgejubelt würden und ein paar Jahre später depressiv würden. "Ich weiß nämlich: Es ist irgendwann zu Ende - und dann ist auch gut so."

"Ich brauche kein Angeberauto"

Den Ruhm kann Ingrid Noll durchaus genießen, wie sie einräumt: Sie fühle sich geschmeichelt, wenn Leute ihre Bücher lesen. Und das Geld finde sie "beruhigend". Aber: "Ich bin kein Luxusmensch, ich brauche keine Pelzmäntel (...) oder irgendein Angeberauto. Das ist nicht mein Ding." 

 

Mehr zum Thema:

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