Das Feature, vom 29.04.2014

IndienDie Karriere des Hindunationalisten Narendra Modi

Von Dominik Müller

Die BJP, die größte Oppositionspartei in Indien, hat Narendra Modi, einen überzeugten Hindunationalisten, zum Spitzenkandidaten für die nächsten Wahlen zum indischen Unterhaus gekürt. Nicht wenige nennen ihn auch "Killer Modi", denn sie machen ihn verantwortlich für ein Massaker an der muslimischen Minderheit 2002 im Bundesstaat Gujarat.

Der indische Oppositionsführer Narendra Modi im Wahlkampf 2011 (picture alliance / dpa - EPA/STR)
Die Chancen für Narendra Modi stehen gut, im Frühjahr 2014 auch in Neu Delhi zum Regenten zu werden. (picture alliance / dpa - EPA/STR)

Dort herrscht Modi mit absoluter Mehrheit nun ununterbrochen seit drei Legislaturperioden als Chefminister. In Wirtschaftskreisen gilt Gujarat als Vorzeigemodell, denn zweistellige Wachstumsraten und großzügige Bedingungen für Investoren üben eine mächtige Anziehungskraft aus. Die US-Bank Goldman Sachs verspricht sich einen wirtschaftlichen Aufschwung für ganz Indien, sollte Narendra Modi im Frühjahr 2014 auch in Neu Delhi zum Regenten werden. Die Chancen dafür stehen gut. Ende 2013 konnte die BJP bei Regionalwahlen in mehreren Bundesstaaten die absolute Mehrheit erringen.

Produktion: DLF 2014

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