Seit 05:05 Uhr Studio 9

Dienstag, 17.09.2019
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9

Kompressor | Beitrag vom 24.04.2019

Im Kino: "Avengers: Endgame"Großes Finale für Marvel-Insider

Stefan Mesch im Gespräch mit Shanli Anwar

Beitrag hören Podcast abonnieren
Chris Hemsworth, Darsteller des Thor in "Avengers: Endgame" (Marvel Studios)
Mit dabei beim dreistündigen Superhelden-Epos: Chris Hemsworth, Darsteller des Thor in "Avengers: Endgame". (Marvel Studios)

Es ist eines der meisterwarteten Filmereignisse des Jahres: "Avengers: Endgame" kommt in die Kinos. Únser Filmkritiker Stefan Mesch verrät, warum dies vor allem für echte Marvel-Fans ein Highlight ist.

Vor rund einem Jahr kam "Avengers: Infinity War" in die Kinos und sorgte mit seinem brutalen Ende für eine Überraschung: Mit einem Fingerstreich vernichtete Bösewicht Thanos (gespielt von Josh Brolin) die Hälfte des Universums und tilgte damit auch einen Teil des Superheldenteams der Avengers aus. Die Antwort auf die Frage, was danach passierte, liefert "Avengers: Endgame", der nun in die Kinos kommt.

Der Film ist mit seinen drei Stunden erneut ein ausufernd langes Superheldenepos, bei dem auch diesmal die Brüder Anthony und Joe Russo Regie führten. Als Schauspieler mit dabei: Chris Evans, Scarlett Johansson, Robert Downey Jr., Brie Larson, Paul Rudd und Chris Hemsworth.

Riesendankeschön an die Fans

Nach Einschätzung von Kulturjournalist Stefan Mesch wurde die Fortsetzung von "Averngers: Infinity War" von den Fans auch deswegen sehnlichst erwartet, weil nun alle Fäden zusammen laufen: "Der Film wurde im Vorfeld mit einem Staffel- oder Serienfinale verglichen: ein 22-teiliges, komplexes, extrem erfolgreiches Erzähluniversum will für viele Figuren einen wichtigen Schlusspunkt setzen."

"'Endgame' ist vor allem eine große Belohnung für Fans", betonte Mesch im Deutschlandfunk Kultur. Es sei kein Einsteiger-Film für Zuschauer, die erst jetzt in das Marvel-Universum eintauchen wollten. Denn die Helden machten Zeitreisen - zurück in alte Filme der Reihe. Das sei ein Riesendankeschön an die Fans. "Endgame" sei ein "Grande Finale", das man um so besser finde, je mehr man andere, frühere Filme kenne.

"Das Wichtigste und Schönste an 'Endgame' ist, dass das 'Marvel Cinematic Universe' nicht enden wird", sagte Mesch. "Endgame" sei zwar ein emotionaler Höhepunkt, doch nicht jeder Held werde sterben: Künftige Einsätze sind also nicht ausgeschlossen.

Klischeehafte Kämpfe und Schlachten

Allerdings hat Mesch auch zwei Wermutstropfen gefunden: Einzelne Szenen, etwa Kämpfe, seien in "Endgame" doch recht klischeehaft dargestellt und würden so auch schon in vielen anderen Marvel-Filmen erzählt. Und: Ausgerechnet die beiden "wichtigsten und frischesten" Marvel-Figuren - Captain Marvel und König Black Panther - spielten kaum eine Rolle.

(sru)

Mehr zum Thema

Die Filme des Jahres - Starke Frauen und schwarze Superhelden
(Deutschlandfunk Kultur, Vollbild, 29.12.2018)

Digitale Effekte aus Berlin für Hollywood - Das Unmögliche möglich machen
(Deutschlandfunk Kultur, Vollbild, 28.07.2018)

Zum Tod des Comic-Autors Stan Lee - Trauer um den Botschafter der Comics
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 12.11.2018)

Fazit

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur