Das Feature, vom 26.02.2008

Seit dem 31. Juli 2006 ist es offiziell: Anstatt des charismatischen Fidel Castro regiert sein bürokratischer Bruder Raúl. Der Machtwechsel verlief geräuschlos. Doch kann Kuba sozialistisch bleiben? Wird unter dem politischen Druck der rechten Exil-Kubaner ein radikaler Regimewandel stattfinden? Oder befindet sich die Palmeninsel, die unter den Bedingungen der globalen Wirtschaft agieren muss, bereits längst auf dem Weg in den Kapitalismus?

Kubas Staatspräsident Fidel Castro. (AP)
Kubas Staatspräsident Fidel Castro. (AP)

In Kuba ist eine öffentliche Diskussion über diese Fragen in Gang. Sozialistische Reformer, Oppositionelle, Akademiker und Kulturschaffende machen Druck auf einen gesellschaftlichen Öffnungsprozess. Und nicht nur die neue Dollar-Bourgeoisie klagt ein, dass es Einheimischen verwehrt wird, in Kuba als Unternehmer tätig zu sein, während Ausländer dies problemlos tun können. Reformer Raúl Castro setzt vorsichtig liberalere Akzente, doch noch sind ihm durch seinen Bruder und die Hardliner-Fraktion die Hände gebunden. Im Feature äußern sich die potenziellen "change agents" aus Politik, Wirtschaft und Kultur.


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