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Konzert / Archiv | Beitrag vom 10.05.2012

Im Atem der Tradition

Die Wiener Philharmoniker feiern 200 Jahre Musikfreunde

Die Wiener Philharmoniker  im Großen Musikvereinssaal in Wien (AP)
Die Wiener Philharmoniker im Großen Musikvereinssaal in Wien (AP)

Der Wiener Musikverein: Ein Symbol der klassischen Musik, Heimat der Wiener Philharmoniker, Ort legendärer Uraufführungen. Dahinter steht die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, die vor 200 Jahren begründet wurde. Die Wiener Philharmoniker und ihr Ehrenmitglied Riccardo Muti gratulieren den Musikfreunden mit einem Festkonzert.

Vor 200 Jahren formierte sich in Wien ein Verein, der am 29. November 1812 erstmals breitenwirksam in Erscheinung trat: Vor fast 5000 Zuhörern wurde das Oratorium "Timotheus, oder die Gewalt der Musik" aufgeführt – ein mit fast 600 Musikern besetztes Oratorium von Georg Friedrich Händel in einer Bearbeitung von Wolfgang Amadeus Mozart. Dieses Monumentalkonzert in der kaiserlichen Winterreitschule gilt als Geburtsstunde der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. In den folgenden Jahren setzte sie mit den Premieren von Beethovens "Missa solemnis" und dessen 9. Sinfonie zwei Meilensteine der Musikgeschichte und zählt bis heute zu den weltweit renommiertesten Konzertveranstaltern.

An dieses Ereignis wird in Wien ab jetzt bis zum Ende der kommenden Saison mit einer ganzen Serie von Festkonzerten erinnert. Wir übertragen den Auftakt, den die Wiener Philharmoniker unter Leitung von Riccardo Muti gestalten, mit einem beziehungsreichen Programm, das ein Hauptwerk der Wiener Musik (Schuberts Große C-Dur-Sinfonie) mit kaum bekannten Werken des in Wien weiland einflussreichen Antonio Salieri verbindet.

Ort des Konzertes ist der Musikverein mit seinem Goldenen Saal – in diesem Gebäude, von Theophil Hansen erbaut, geben die Musikfreunde seit 1870 den herausragendsten Musikern Raum. Hier musizierten Johannes Brahms und Gustav Mahler, hier wurden Anton Bruckners 3. Sinfonie, Arnold Schönbergs "Gurre-Lieder" und Maurice Ravels D-Dur-Klavierkonzert uraufgeführt; hier fand 1913 das berüchtigte "Watschenkonzert" statt, das – als Vorstellung der Schönberg-Schule gedacht – in handgreiflichen Auseinandersetzungen endete. Nicht handgreiflich, dafür mit Händen zu greifen ist heute im Musikverein die Aura der Musikgeschichte. Das Haus atmet Tradition – aber es gibt auch Initiativen, die nach vorne weisen. Thomas Angyan, Intendant der Musikfreunde, wird einige davon im Pausengespräch erläutern.


Jubiläumskonzert 200 Jahre Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Musikverein Wien
Aufzeichnung vom 6.5.12

Antonio Salieri
"Das Lob der Musik" für Chor und Orchester
"Venite gentes" für Doppelchor und Orchester

Joseph Haydn
Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur

ca. 20:45 Uhr Konzertpause mit Nachrichten
Olaf Wilhelmer im Gespräch mit Thomas Angyan

Franz Schubert
Sinfonie Nr. 8 C-Dur D 944

Hans-Peter Schuh, Trompete
Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Wiener Philharmoniker
Leitung: Riccardo Muti

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