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Freitag, 13.12.2019
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 23. Juli 2019

Ikonen-Museum erhält Schenkung mit 200 Bildern

Das Ikonen-Museum in Recklinghausen hat eine wertvolle Schenkung mit mehr als 200 Werken aus einer Privatsammlung erhalten. Es handele sich um Ikonen vor allem aus der Zeit zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert, sagte ein Sprecher des Museums. Die Schenkung sei für die Entwicklung der Sammlung und ihre Profilierung von allergrößter Bedeutung. Das Museum verfügt über 3600 Objekte aus dem Bereich der christlich orthodoxen Kirche. Das von der Stadt getragene Museum wurde 1956 gegründet. Es hat eine große und bedeutende Sammlung ostkirchlicher Kunst. Die Bilder aus der Schenkung sollen im Sommer 2020 ausgestellt werden.

Richter wollen Musik-Event "Kiesgrube" ziehen lassen

Star-DJs der Elektro-Musikszene dürfen unter dem Namen "Kiesgrube" auch abseits eines solchen Gewässers auflegen. Das ist die vorläufige Rechtsauffassung des Düsseldorfer Oberlandesgerichts. Bei der Verhandlung stellten die Richter heraus, dass sie die Rechte am Begriff "Kiesgrube" bei der gleichnamigen Event GmbH sehen. Sowohl die ursprünglichen Veranstalter der Kiesgrube-Events in Neuss, als auch der zwischenzeitliche Veranstalter hatten dies anders gesehen. Der Begriff habe sich vom Ort gelöst und als Bezeichnung für das Musikereignis durchgesetzt. Als "Kiesgrube" war das Musik-Event seit 1996 bekannt geworden. Das Urteil, an dessen Ausgang die Richter nahezu keine Zweifel ließen, soll am kommenden Montag verkündet werden.

Brandenburg setzt Hohenzollern Frist

Das Land Brandenburg hat dem Haus Hohenzollern im Streit über Entschädigungsleistungen eine Frist bis zu diesem Mittwoch gesetzt. Georg Friedrich Prinz von Preußen, Chef des Hauses Hohenzollern und Ururenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II., soll erklären, dass er auf Entschädigungszahlungen in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro verzichtet. Dies teilte das brandenburgische Finanzministerium mit. Derzeit ruht ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Potsdam. Die Sowjets hatten nach dem Zweiten Weltkrieg die einstige Regentenfamilie enteignet. Das Land will das Geld nicht zahlen, da die Familie dem "nationalsozialistischen System erhablich Vorschub" geleistet hben. Die Hohenzollern hatten dagegen geklagt. Zwischen dem Haus Hohenzollern und dem Bund sowie den Ländern Berlin und Brandenburg wird des Weiteren über die Rückgabe teils sehr wertvoller Kunstobjekte verhandelt.

Judith Burger erhält Gustav-Heinemann-Friedenspreis

Die Leipziger Autorin Judith Burger bekommt den Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher. Die in Halberstadt geborene Schriftstellerin erhält den mit 7.500 Euro dotierten Preis für ihr Buch "Gertrude grenzenlos", wie die nordrhein-westfälische Kulturministerin mitteilte. Die Geschichte über die ungewöhnlichen Freundschaft zweier Mädchen in der damaligen DDR überzeuge durch eine literarisch gelungene Erzählweise, die ohne Pathos auskomme, hieß es. Mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher erinnert die Landesregierung an das friedenspolitische Engagement des früheren Bundespräsidenten. Der Preis ist eine der wichtigsten Auszeichnungen für deutschsprachige Kinder- und Jugendbücher.

Tenor Jonas Kaufmann sagt "Meistersinger" ab

Die Münchner Opernfestspiele werden ohne Startenor Jonas Kaufmann zu Ende gehen. Der Sänger sei erkrankt und könne am 27. und am 31. Juli nicht in "Die Meistersinger von Nürnberg" auftreten, teilte die Staatsoper am Dienstag in München mit. Kaufmanns Partie des Walther von Stolzing in der Richard-Wagner-Oper soll stattdessen der Tenor Daniel Kirch übernehmen. Kaufmann war in München bereits am 15. Juli ausgefallen, als er die Titelpartie in Giuseppe Verdis Musikdrama "Otello" singen sollte. Zwischenzeitlich war der 50-Jährige allerdings wieder genesen und sang am vergangenen Donnerstag bei den Thurn und Taxis Schlossfestspielen in Regensburg. An der Bayerischen Staatsoper wird Jonas Kaufmann nun erst wieder nach der Sommerpause zu hören sein.

Fälschungsverdacht bei Miró-Ausstellung in München

Eine Ausstellung mit Druckgrafiken des spanischen Künstlers Joan Miró ist wegen Fälschungsverdachts vorerst abgesagt worden. Bei einer Handvoll Werke seien Zweifel an der Echtheit aufgetaucht, begründete eine Sprecherin des Münchner Künstlerhauses. Der Verdacht könne sich auch als falsch erweisen, trotzdem müsse alles nachgeprüft werden. Die Ausstellung "Joan Miró - Charme und Poesie der Farben" sollte eigentlich von Mittwoch an bis anfang September 90 handsignierte Einzelblätter und 15 historische Plakate des Künstlers zeigen. Miró gilt als ein wichtiger Vertreter des Surrealismus.

Autorin Brigitte Kronauer ist gestorben

Die Schriftstellerin Brigitte Kronauer ist tot. Das teilte der Klett-Cotta Verlag mit. Kronauers Werk wurde vielmals ausgezeichnet. Unter anderem mit dem Fontane- Preis der Stadt Berlin, dem Heinrich- Böll-Preis oder dem Thomas-Mann-Preis. 2005 wurde ihr von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung der Büchner-Preis verliehen. Kronauers Romandebüt „Frau Mühlenbeck im Gehäus" erschien im Jahre 1980. Zu ihren bedeutendsten Werken gehören „Teufelsbrück", „Verlangen nach Musik und Gebirge", „Errötende Mörder (2007), „Gewäsch und Gewimmel (2013) und „Der Scheik von Aachen (2016). Brigitte Kronauer wurde 78 Jahre alt.

Gedenken an die Opfer der Loveparade-Katastrophe

Am neunten Jahrestag der Loveparade-Katastrophe in Duisburg wird am Mittwoch der Opfer gedacht. Bereits am Dienstag soll es einen nichtöffentlichen Gedenkgottesdienst für die Angehörigen der Toten in der evangelischen Salvatorkirche geben. Für den Abend hatte der Verein "Bürger für Bürger" am Unglückstunnel eine "Nacht der tausend Lichter" geplant. Während des Musik-Events Loveparade waren am 24. Juli 2010 bei einer Massenpanik insgesamt 21 Menschen gestorben, mehrere hundert weitere wurden verletzt. Der Strafprozess um die Loveparade-Katastrophe findet seit Dezember 2017 vor dem Duisburger Landgericht statt. Vor Gericht stehen inzwischen nur noch vier Angeklagte, denen die Staatsanwaltschaft fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorwirft. Das Verfahren gegen sieben weitere Angeklagte wurde zum Jahresbeginn 2019 eingestellt.

Singapur beschlagnahmt Elfenbein

Die Behörden in Singapur haben rund zwölf Tonnen Schuppen seltener Schuppentiere und fast neun Tonnen Elfenbein beschlagnahmt. Es handele sich bereits um den dritten großen Schlag gegen den illegalen Handel mit den Schuppentier-Schuppen in diesem Jahr und den bislang größten gegen den Elfenbeinschmuggel, teilte der National Parks Board am Dienstag mit. Die Schuppen entsprächen der Menge von etwa 2000 der bedrohten Schuppentiere, das Elfenbein stamme von fast 300 Afrikanischen Elefanten. Sie seien in einem Container gewesen, der nach Vietnam verschifft werden sollte. Die Schuppen seien auf dem Schwarzmarkt umgerechnet etwa 32 Millionen Euro und das Elfenbein etwa 11,5 Millionen Euro wert.

Neustart der Wuppertaler Schwebebahn

Nach einer über acht Monate langen Zwangspause nimmt die Schwebebahn in Wuppertal am 1. August den Betrieb wieder auf. Das teilten die Wuppertaler Stadtwerke mit. Zuvor hatte die Technische Aufsichtsbehörde der Inbetriebnahme zugestimmt. Im November 2018 war an der Hochbahn eine Stromschiene auf mehreren Hundert Metern Länge herabgestürzt. Seitdem steht die Schwebebahn für den öffentlichen Nahverkehr still. Die Trasse verläuft meist über der Wupper quer durch die Stadt. Normalerweise fahren täglich 82.000 Menschen damit.

Cahors feiert 900 Jahre Kathedrale

Das südfranzösische Cahors feiert den 900. Jahrestag seiner romanischen Kathedrale. Am 27. Juli 1119 weihte der französische Papst Kalixt II. den Hauptaltar des Ende des 11. Jahrhunderts begonnenen Bauwerks. Cahors ist eine der wichtigsten Stationen auf der Via Podiensis von Le Puy nach Santiago de Compostela und gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Die Kuppeln von Cahors gehören mit 16 Metern Durchmesser und 32 Meter Höhe zu den größten Kirchenkuppeln des Mittelalters überhaupt.

Lyriker und Essayist Peter Hamm gestorben

Der Lyriker und Essayist Peter Hamm ist tot. Er sei am Montag im Alter von 82 Jahren gestorben, teilte derHanser Verlag in München mit. Der gebürtige Münchner hatte schon mit 17 Jahren Gedichte veröffentlicht. Außerdem schrieb er Essays und Filmdrehbücher und verfasste Filmporträts namhafter Schriftsteller wie Ingeborg Bachmann, Heinrich Böll, Peter Handke oder Robert Walser fürs Fernsehen. Auch als Literaturkritiker machte er sich einen Namen, etwa beim Bayerischen Rundfunk. Zudem war Hamm als Juror sehr gefragt, etwa für den Petrarca-Preis, den Georg-Büchner-Preis und den Peter-Huchel-Preis. Seit 1996 war er Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Hebräische Inschriften in Synagoge von Vilinius entdeckt

Archäologen haben bei Ausgrabungen an der einstigen Großen Synagoge von Vilnius nach eigenen Angaben erstmals hebräische Inschriften gefunden. Die Synagoge in Litauen aus dem 17. Jahrhundert wurde während des Holocausts zerstört. Seit vier Jahren untersuchen litauische und israelische Archäologen die Überreste der Großen Synagoge. Erst kürzlich hatten sie die Fundamente von zwei Grundsäulen des jüdischen Gotteshauses entdeckt. Vor dem Zweiten Weltkrieg und der deutschen Besatzung waren 40 Prozent der Einwohner von Vilnius Juden. Die Große Synagoge von Vilnius galt als größtes und wichtigstes Bauwerk des litauischen Judentums.

Trockenheit setzt Unsesco-Weltnaturerbestätten zu

Die Trockenheit gefährdet einem Medienbericht zufolge auch zunehmend Unesco-Weltnaturerbestätten in Ostdeutschland. "Die Lampe blinkt rot. Es ist Handlungsbedarf gegeben", sagte dazu etwa die Direktorin des Gartenreichs Dessau-Wörlitz, Brigitte Mang, dem Sender MDR Kultur. Demnach habe der Wörlitzer See seit dem vergangenen Sommer einen halben Meter Wasser eingebüßt. Auch im Thüringer Nationalpark Hainichen leiden dem Bericht zufolge die Baumbestände unter Wasserarmut. Ähnliches berichtet ebebfalls die Leitung des Fürst-Pückler-Parks Bad Muskau in der Oberlausitz.

Gotthilf Fischer wird für Internet-Erfolg ausgezeichnet

Seinem Management zufolge kommt Fischers Aufnahme der Europahymne "Ode an die Freude" mit der Liedzeile "Freude schöner Götterfunken" auf insgesamt mehr als 17 Millionen Youtube-Streams und Zehntausende Downloads bei Anbietern wie Amazon und Spotify. Umgerechnet zähle das in etwa so viel wie 75.000 physische Tonträger - und dafür gibt es eine Goldene Schallplatte. Fischer ist 91 Jahre alt - bundesweit bekannt wurde er in den 70er Jahren mit den Fischer Chören.

Kunsthändler wegen Betrugsverdacht vor Gericht

In einem Auktionshaus sollen über Jahre hinweg Kopien von Grafiken als Originale verkauft worden sein. Drei Kunsthändler räumten zum Auftakt ihres Strafprozesses vor dem Landgericht München I. ein, dass möglicherweise Mitarbeiter des Auktionshauses Angaben gemacht hätten, die sie selbst nicht überprüft hätten. Das gaben sie in einer gemeinsamen Erklärung an, die sie von einem Verteidiger verlesen ließen. Die Anklage wirft dem Trio gewerbsmäßigen Betrug in 190 Fällen vor. Die Kunstwerke sollen die Männer von einem Mann aus Bielefeld gekauft haben. Der Staatsanwaltschaft zufolge soll dieser Kopien von Grafiken nachgedruckt und als vermeintliche Originale an Galerien und Auktionshäuser in ganz Deutschland verkauft haben. Die Reproduktionen hat er demnach auf der Vorderseite mit Bleistift nummeriert und auf der Rückseite mit einem Sachverständigen-Zertifikat versehen.

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