Freistil, vom 30.12.2012

Von Tania Förster

Ihre Bibel heißt "The Ethical Slut", die ethische Schlampe, und damit sind jene Menschen gemeint, die Liebesbeziehungen zu mehr als einem Partner pflegen – im gegenseitigen Einverständnis.

Polyamore Beziehungen mit drei und mehr Partnern werden in Deutschland immer bekannter (picture alliance / dpa / Franziska Kraufmann)
Polyamore Beziehungen mit drei und mehr Partnern werden in Deutschland immer bekannter (picture alliance / dpa / Franziska Kraufmann)

Ende der 90er-Jahre schwappte die polyamore Welle von den USA nach Europa. Die freie Liebe wird nun auch wieder in der alten Welt propagiert. Aber anders als 30 Jahre zuvor steht weniger ein ge-sellschaftskritisches Interesse im Vordergrund als einfach das private Glück.

Die Anzahl der polyamor lebenden Menschen steigt. In Internetforen oder an sogenannten Poly-Stammtischen geht es um Liebe und Sex, Freud und Leid – wie in jeder monogamen Beziehung auch.

Doch liegt der Unterschied einzig in der Anzahl der Beziehungen? Wie werden die Mehrfachbeziehungen erlebt und gestaltet? Frauen und Männer erzählen, warum sie die Liebe zu mehreren Personen nicht als Treuebruch, sondern als Ideal empfinden und wie sie mit Eifersucht, gesellschaftlicher Anerkennung und Familie umgehen.

Regie: Uta Reitz
DLF 2012