Hörspiel, vom 16.01.2011

Von Barbara Liebster

1928 reist der 20-jährige Andreas Walser aus dem kleinen schweizerischen Chur nach Paris. Er befreundet sich mit Cocteau, lernt Picasso kennen, hat in Ernst Ludwig Kirchner einen väterlichen Freund. 1929 verkauft er seine ersten Bilder.

Mit Ernst Ludwig Kirchner stand der  Schweizer Maler Andreas Walser in Briefkontakt. (AP Archiv)
Mit Ernst Ludwig Kirchner stand der Schweizer Maler Andreas Walser in Briefkontakt. (AP Archiv)

"Aber ich weiss, dass der Ölgeruch u. die ewige geistige Anstrengung mir schadet", schreibt der exzessiv arbeitende junge Mann seiner platonischen Liebe Bärby Hunger. Er lebt seine Homosexualität, wird drogensüchtig. "Ich bin einer von jenen, denen das Leben früher oder später zur Unmöglichkeit werden muss."
1930 wird er in seinem Pariser Atelier tot aufgefunden.

Hörspielbearbeitung und Regie:
Barbara Liebster
Komposition: Christoph Baumann
Darsteller: Markus Meyer, Linda Olsansky, Gerd Wameling u.a.
Ton: Thomas Monnerjahn
Produktion: DLR Berlin 2004
Länge: 88'32


Barbara Liebster, geboren 1958 in Brno/Brünn, freie Regisseurin und Dozentin an den Hochschulen für Theater, Gestaltung und Kunst in Zürich. Zuletzt Hörspielregie bei: "Volksgarten" (DKultur/ORF 2009).