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Sonntagmorgen | Beitrag vom 02.06.2019

Hund und MenschFreunde fürs Leben

Von Olga Hochweis

Ein junger Mann trägt seinen Hund auf seinen Schultern. ( Jordan Koons / Unsplash)
Ein junger Mann trägt seinen Hund auf seinen Schultern. ( Jordan Koons / Unsplash)

Lassie, Idefix, Snoopy - lang ist die Liste berühmter Vierbeiner als treuer Begleiter des Menschen. Erst recht im realen Leben: "Dash" hieß Königin Victorias engster Jugendfreund, ein King Charles Spaniel. Fido war der Lieblingshund von Abraham Lincoln.

Das liebste Haustier der Deutschen ist, gleich nach der Katze, der Hund. Mehr als 8 Millionen Hunde leben hierzulande. Katzen wird Eigensinn zugeschrieben. Hunde gelten als folgsam und treu ergeben. Wer hat nicht schon mal gehört von trauernden Vierbeinern am Grab von Frauchen oder Herrchen oder vom Hund, dem kein Weg zu weit war für ein Wiedersehen mit dem geliebten Menschen.

Hunde können Verunglückte unter meterhohem Schnee erschnüffeln, Verbrecher jagen und Drogen finden. Sie sind die wichtigste Stütze blinder Menschen in deren Alltag und erspüren frühzeitig die Aura epileptischer Anfälle - aber auch die akute Gefühlslage von ihren mehr oder weniger gesunden Herrchen oder Frauchen.

Der Hund im geflügelten Wort

Loriots berühmten Satz, "Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos", würden vermutlich die meisten Hundebesitzer mit Blick auf ihren Mischling, Cocker Spaniel oder Schäferhund entsprechend formulieren. Schon Hildegard von Bingen wusste im 12. Jahrhundert: "Gib' dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund."

Eines der schönsten Zitate stammt vom  Schriftsteller Milan Kundera: "Hunde sind unsere Verbindung zum Paradies. Sie kennen weder Sünde noch Eifersucht noch Unzufriedenheit. An einem herrlichen Nachmittag mit einem Hund auf einem Hügel zu sitzen, heißt zurück zu sein im Garten Eden, als Nichtstun nicht Langeweile bedeutete, sondern Frieden."

Rätsel

Vor 120 Jahren ist der gesuchte Text erschienen, die Novelle eines russischen Schriftstellers, der vor allem wegen seiner Theaterstücke, z. B. dem "Kirschgarten" oder auch den "Drei Schwestern", berühmt ist. Dieser Prosatext erzählt von der Affäre zweier verheirateter Menschen, die sich in Jalta auf der Krim kennenlernen – und zwar dank des Hundes an ihrer Seite. Es ist ein Spitz und der gibt dem Mann die Gelegenheit zu einem ersten Gespräch. Auch heute noch ein guter Tinder-Ersatz, beim Gassigehen über den Hund ins Gespräch zu kommen. Von welchem russischen Schriftsteller stammte der Ausschnitt uns wie heißt das Werk?

Lösung: "Die Dame mit dem Hündchen" von Anton Pawlowitsch Tschechow

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