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Donnerstag, 13.12.2018
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 19. Januar 2017

Hollywood verfilmt das Leben von Sammy Davis Jr.

Soul-Sänger Lionel Richie produziert Streifen über den Entertainer

Mehr als 25 Jahre nach dem Tod des US-Entertainers Sammy Davis Jr. (1925-1990) soll das Leben des schwarzen Stars verfilmt werden. Das Produzententeam um den US-Sänger Lionel Richie und den Filmproduzenten Lorenzo Di Bonaventura sei sich mit den Erben einig, berichtete das Kinoportal Deadline.com. Es sei eine besondere Ehre, das Leben eines seiner "Idole" in enger Zusammenarbeit mit der Davis-Familie auf die Leinwand zu bringen, so Richie. Die Vorlage für den Film sind die 1965 erschienenen Memoiren "Yes, I Can" des Tänzers, Sängers, Schauspielers, Komödianten und Autors. Nach Erfolgen am Broadway stieß Davis in den 1950er Jahren zu Hollywoods "Rat Pack" um Frank Sinatra und Dean Martin. Er ging weltweit auf Tourneen und feierte viele Auftritte in der Spieler- und Show-Hochburg Las Vegas.

Sängerin des Welthits "Lambada" ist tot

Loalwa Braz Vieira wurde in einem ausgebrannten Auto nahe ihrer Wohnung gefunden

Die brasilianische Sängerin des Welthits "Lambada", Loalwa Braz Vieira, ist tot aufgefunden worden. Ihre verbrannte Leiche wurde in dem Ort Saquarema nahe Rio de Janeiro in einem Auto entdeckt, wie die Polizei der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Auch wenn die Umstände noch unklar seien, gehe man von einem Verbrechen aus. Das verbrannte Auto wurde nahe ihrer Wohnung gefunden. Braz erlangte 1989 als Sängerin der Gruppe "Kaoma" Weltruhm, der Song stand in vielen europäischen Hitparaden wochenlang auf Platz 1. Das Lied geht zurück auf den Titel "Llorando se fue" ("Weinend ging sie") der bolivianischen Gruppe Los Kjarkas und wurde zu einem Tanzhit, der weltweit die Diskotheken eroberte. Lambada vereinigte Musikstile wie Cumbia und Merengue.

Start für historisch-kritische Ausgabe von Uwe Johnson

Eine eigene Forschungsstelle soll über 24 Jahre die Werkausgabe betreuen

Der Suhrkamp Verlag und die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften starten eine historisch-kritische Edition aller Texte von Uwe Johnson (1934-1984). Die von der Universität Rostock betreute Edition soll 22 Bände in 43 Teilbänden umfassen und mit Johnsons Debütroman "Mutmaßungen über Jakob" von 1959 am 21. März starten, teilte Suhrkamp in Berlin mit. Das Vorhaben greift auf den nahezu vollständig erhaltenen Nachlass Johnsons zurück, der von der Universität Rostock aufbewahrt wird. Eine eigene Forschungsstelle soll dort über einen Zeitraum von 24 Jahren die Ausgabe betreuen. Zusätzlich erscheint eine frei zugängliche digitale Edition, mit der Textvarianten und Quellen von Johnsons Werken eingesehen werden können.

Museum Barberini eröffnet mit Monet, Rodin und Nolde

Museen aus Paris, St. Petersburg, Jerusalem und Washington stellen Werke zur Verfügung

Das neue Potsdamer Kunstmuseum Barberini hat für seine Eröffnungsschauen hochkarätige Kunst aus der ganzen Welt zusammengetragen - darunter etliche Arbeiten von Monet und Rodin. Museen aus Paris, St. Petersburg, Jerusalem und Washington sowie Privatsammler stellten außergewöhnliche Werke zur Verfügung, wie Museumsstifter und Software-Milliardär Hasso Plattner mitteilte. "Das ist ein großer Vertrauensbeweis", sagte der Kunstmäzen vor der morgigen Eröffnung des Museums. Innerhalb von drei Jahren wurde in der alten Potsdamer Mitte der Palast Barberini aus dem 18. Jahrhundert wieder aufgebaut. Er war im Zweiten Weltkrieg zerstört worden. Hinter der historischen barocken Fassade verbirgt sich nun ein moderner Museumsbau mit 17 Ausstellungssälen. Plattners Stiftung trägt das Museum. Am Freitag wird es offiziell mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet.

Bundesarchiv soll nutzerfreundlicher werden

Bundestag verabschiedet umfassende Reform des Bundesarchivgesetzes

Das Bundesarchiv soll Wissenschaftlern und anderen Nutzern den Zugriff auf zahlreiche Dokumente erleichtern. Der Bundestag hat eine umfassende Reform verabschiedet, die unter anderem verkürzte Veröffentlichungsfristen für bestimmte Unterlagen vorsieht. So sinkt etwa die personenbezogene Schutzfrist von 30 Jahren auf 10 Jahre nach dem Tod der betroffenen Personen. Ferner wird die Langzeitspeicherung von elektronischen Daten künftig zentral vom Bundesarchiv übernommen. Die Behörde mit Hauptsitz in Koblenz verwaltet unter anderem Akten, Schriftstücke, Karten, Bilder und Filme, die bedeutsam für die deutsche Geschichte sind.

Ehemaliger "FAZ"-Herausgeber Eckart gestorben

Dieter Eckart wurde 78 Jahre alt

Der ehemalige Herausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Dieter Eckart, ist tot. Der Journalist starb in der Nacht zum Donnerstag, wie die Zeitung online berichtete. Eckart gehörte von 2001 bis zu seiner Pensionierung 2005 zum Herausgeber-Gremium der Zeitung. Eckart verantwortete ab 1973 die politischen Nachrichten in dem Blatt, bevor er in die Riege der Herausgeber aufrückte. "Als Nachrichtenchef prägte er die Zeitung maßgeblich, er war Tag für Tag ihr Baumeister", würdigte ihn die Zeitung. Als Herausgeber habe Eckart sein Augenmerk besonders auf das Frankfurter Kulturleben gerichtet, das er als Ausdruck des Bürgersinns in der Stadt begriffen habe, hieß es.

Schwesig plädiert für gerechten Lohn in der Filmbranche

Lohnlücke zwischen Frauen und Männern sei erklärbar, aber deshalb noch lange nicht richtig

Bundesministerin Manuela Schwesig setzt sich für gerechte Löhne für Frauen in der Film- und Fernsehbranche ein. Die Zahlen aus der Branche hätten sie "schockiert", sagte die Frauenministerin in Berlin. Eigentlich gehe es in Theater, Film und Fernsehen gesellschaftskritisch zu. Die Missstände hinter den Kulissen seien ein Widerspruch dazu. "Es gibt viele Ursachen für die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern, aber nur, weil man sie erklären kann, heißt es ja nicht, dass sie richtig sind." Schwesigs Ministerium war Schauplatz für eine Fachtagung zur Lohngerechtigkeit von Pro Quote Regie. Die Gleichstellungs-Initiative wird nach eigenen Angaben von 400 Regisseurinnen unterstützt. Im Bereich Regie und Dramaturgie verdienten Frauen 36 Prozent weniger als Männer, hieß es bei der Tagung.

Paul McCartney reicht Klage wegen Songrechten ein

Seine Rechte an legendären Beatles-Hits hatte er in den 60er Jahren verkauft

Paul McCartney hat in New York Klage gegen den Musikverlag Sony/ATV eingereicht, um seine Rechte an legendären Hits der Beatles wiederzuerlangen. Dies berichtete neben anderen Medien der "Hollywood Reporter". Der Sänger und Songschreiber, der viele Lieder der Beatles verfasste, will nach Medieninformationen das Copyright für Songs zurückbekommen, welche er zwischen 1962 und 1971 mit Bandkollege John Lennon schrieb. Die Rechte unter anderem für "Hey Jude", "Yesterday" und "Let It Be" hatte er damals an verschiedene Musikverlage verkauft. Sie gehörten zu einem umfangreichen Lieder-Katalog, den Michael Jackson in den 80er Jahren erwarb und später in das Joint Venture Sony/ATV überführte, an dem der Popstar die Hälfte der Anteile hielt. Nach Jacksons Tod verkauften seine Erben diese Anteile an Sony. Laut Medien gehen McCartneys Anwälte davon aus, dass er die Rechte gemäß einer amerikanischen Urheberrechts-Regelung ohnehin ab dem Jahr 2018 zurückerhält. Er könne sich jedoch nicht sicher sein, dass das ohne Rechtsstreit passiere. Erst im vergangenen Jahr hatte die britische Band Duran Duran einen ähnlichen Prozess um die Rechte an eigenen Songs gegen Sony/ATV verloren.

Wikinger-Fund in Schweden

Nahe dem Sitz eines Wikingerherrschers könnte die erste Kirche Nordeuropas liegen

Archäologen aus Stockholm und Schleswig haben in Schweden den Sitz eines Wikingerherrschers entdeckt und möglicherweise auch die erste Kirche Nordeuropas. "Wenn dort die erste Kirche in Skandinavien liegt, hat das große Auswirkungen für den frühen Prozess der Christianisierung, auf das Verhältnis von Christlichem und Heidnischem", sagte der Wikinger-Forscher und Archäologe Sven Kalmring vom Schleswiger Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA). Mit Geophysik waren er und seine schwedischen Kollegen Johan Runer und Andreas Viberg 2016 in Birka nahe Stockholm den Resten der rund 40 Meter langen Halle auf die Schliche gekommen. Die zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Siedlung Birka sei zudem älter als gedacht. Bereits in der Merowinger- und Vendelzeit (650-750 nach Christus) sei das Gelände um den Kreuzhafen - später getrennt von einem Stadtwall - besiedelt gewesen. Birka gehört neben Ribe in Dänemark, Kaupang in Norwegen und Haithabu in Schleswig-Holstein zu den ersten bedeutenden Stadtexperimenten der Wikinger.

Ed Sheeran knackt Streaming-Rekord in Deutschland

Der britische Sänger belegt derzeit mit zwei Songs die Spitze der deutschen Single-Charts

Der britsche Sänger Ed Sheeran hat schon wieder einen Rekord aufgestellt: Sein neuer Song "Shape Of You" wurde in der Startwoche 4,2 Millionen Mal in Deutschland gestreamt, so oft wie kein anderes Lied in den ersten sieben Tagen, wie GfK Entertainment mitteilte. Bisheriger Rekordhalter war Major Lazer feat. Justin Bieber & MØ mit "Cold Water". Der ebenfalls von Sheeran mitgeschriebene Song erreichte in der Startwoche im Juli 2016 rund 3,1 Millionen Streams. Relevant für die Auswertung sind werbebasierte und kostenpflichtige Streams ab einer Dauer von 31 Sekunden. Als erstem Künstler überhaupt sei es Sheeran gelungen, gleich mit zwei Liedern an der Spitze der deutschen Single-Charts einzusteigen. "Shape Of You" liegt aktuell auf der Eins vor "Castle On the Hill". Dies sei Rekord in der Charthistorie seit 1959, teilte GfK Entertainmen mit.

Türkisch-deutsches Internetportal taz.gazete online

Chefredakteur: taz.gazete will Pressefreiheit Exil bieten

Wegen der schwierigen Situationen für viele Medien in der Türkei startet die Berliner "tageszeitung" ("taz") ein deutsch-türkisches Internetportal. Auf taz.gazete berichten und kommentieren ab diesem Donnerstag vor allem türkische Autorinnen und Autoren.Geplant sind zunächst fünf Beiträge pro Woche in türkischer und deutscher Sprache. Das Portal ist den Angaben zufolge eine Reaktion auf die Politik des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, der immer aggressiver gegen die freie Presse vorgehe. Die "taz"-Redakteurin und Projektleiterin Fatma Aydemir sagte: "Während das autoritäre türkische Regime ein Medium nach dem anderen ausschaltet, geben wir ein neues, freies und unabhängiges Medium heraus." Gefördert wird das Projekt über Spenden.

People's Choice Awards: DeGeneres räumt ab

Moderatorin Ellen DeGeneres ist nun Rekordhalterin bei US-Publikumspreisen

Ellen DeGeneres hat ihre Trophäensammlung vergrößert. Bei der Vergabe der People's Choice Awards in Los Angeles gewann die Komikerin und Moderatorin in der Nacht zum Donnerstag gleich drei Preise: als beste Talkshow-Moderatorin, für die Vertonung des Zeichentrickhits "Findet Dorie" und in der Sparte "Komödiantische Zusammenarbeit" für ein witziges Video mit Britney Spears. Mit nunmehr 20 Publikumspreisen ist DeGeneres die Rekordhalterin bei den People's Choice Awards, die ausschließlich von Fans gewählt werden. Tom Hanks ("Sully") holte in der Sparte "Beliebtester Drama-Schauspieler" seine sechste Trophäe, als "beliebteste Schauspieler" wurden Ryan Reynolds und Jennifer Lawrence geehrt. In der Sparte "Film-Ikone" setzte sich Johnny Depp gegen Denzel Washington, Samuel L. Jackson, Tom Cruise und Tom Hanks durch.

Experte: Jüngere können Fake News kaum zu erkennen

Laut Medienwissenschaftler steht Journalismus am Wendepunkt

Nach Einschätzung des Medienwissenschaftlers Stephan Weichert sind jüngere Mediennutzer besonders gefährdet, Fake News für bare Münze zu nehmen. "Es ist tatsächlich so, dass Jugendliche und junge Erwachsene einen Großteil ihrer Informationen aus sozialen Netzwerken beziehen. Das ist in Amerika noch viel extremer als hier.
Und sie können zwischen den Nachrichtenquellen oft nicht mehr unterscheiden", sagte der Professor für Journalismus und Kommunikationswissenschaft an der Hochschule Macromedia in Hamburg. "Wir sind an einem Wendepunkt", sagte Weichert. "Wie kriegt man die 16-Jährigen noch eingefangen? Wie kriegt man sie dazu, sich mit Journalismus zu beschäftigen? Das ist vielleicht die letzte Generation, bei der wir noch etwas richtig machen können." Der nächsten Generation seien viele heute etablierte Medien gar nicht mehr vertraut.

Bruce Springsteen spielt für Obama-Angestellte

US-Rockmusiker hatte bereits bei Obamas Amtseinführung gespielt

Bruce Springsteen hat im Weißen Haus ein Abschiedskonzert für den scheidenden US-Präsidenten Barack Obama und seine Angestellten gespielt. "Es war eine demütige, stille Geste von Bruce, um sich bei Präsident Obama, dem Personal und dessen Familien zu bedanken", berichtet ein Anwesender im Springsteen-Fanmagazin "backstreets.com". Demnach spielte Springsteen vergangene Woche vor etwa 250 Gästen im Ostflügel der Präsidentenresidenz ein Akustik-Set von 15 Songs. Bei der bevorstehenden Einführung von Donald Trump am Freitag wollte Springsteen - ebenso wie zahlreiche andere Künstler, darunter auch die bekannteste Springsteen-Coverband - nicht spielen.

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