Klangkunst, vom 10.04.2020, 00:05 Uhr

Hörstück nach Gedichten von HölderlinSprache, die schreitet so tönend

Hölderlin - eine Klangpoesie im Turm
Eine historische Zeichnung, ein Porträt vom deutschen Lyriker Friedrich Hölderlin. (1770-1843) (picture alliance/Fine Art Images/Heritage Images)
Friedrich Hölderlin (1770-1843) (picture alliance/Fine Art Images/Heritage Images)

Hölderlin verbrachte seine letzten 36 Lebensjahre in einem Turmzimmer zwischen Phasen der Geistesgegenwart und der Geistesgestörtheit, bevor er im Alter von 73 Jahren starb. Ulrich Land ist Autor und Sprecher eines Librettos aus Textfragmenten sowie Briefen, die Hölderlin aus dem Turm an seine Mutter schrieb. Rilo Chmielorz und Pedro López haben ein Klanggebilde darüber gebaut: einen äußeren Turm, der sich allmählich aufzulösen scheint und in einen inneren Turm verwandelt. Behutsam wird Hölderlins Sprache transformiert und langsam in Musik verwandelt.


Sprache, die schreitet so tönend
Hölderlin – eine Klangpoesie im Turm
Von Rilo Chmielorz, Pedro López und Ulrich Land
Realisation: die Komponisten
Produktion: Autorenproduktion für Deutschlandradio Kultur 2005
Länge: 51'13


Rilo Chmielorz, geboren 1954 in Lünen/Westfalen, ist Komponistin, bildende Künstlerin und Autorin zahlreicher Radiofeatures. Arbeitet in den Bereichen Malerei, Klanginstallation, Neue Musik, Improvisation und Performance. Intensive Auseinandersetzung mit gekratzten Tönen und Elektroakustik. Lebt in Berlin und Madrid.

Pedro López ist Komponist und Multimediakünstler. Er programmiert Klangumgebungen für Installationen und Radioprojekte.

Ulrich Land, geboren 1956 in Köln, ist Autor. Seine Werke umfassen Erzählungen, Romane, Reportagen, Essays, Theaterstücke und Lyrik. Veröffentlichung zahlreicher Hörspiele und Radiofeatures, sowie von Krimis. 2002 erhielt er den Kölner Medienpreis in der Kategorie Hörfunk. Er ist Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller und im Syndikat, der Vereinigung deutschsprachiger Krimischriftsteller.

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