Hörspiel, vom 14.05.2011

HörspielZum 100. Geburtstag des Autors

Von Max Frisch

Auch wenn die Vorstellung eines Lebens nach dem Tod als unhaltbar bezeichnet wird, so bleibt doch eine Vorstellung von Ewigkeit und die Mystifikation, dass der Tod letztlich die Wahrheit über unser Leben ist. Dies versuchte Max Frisch 1976/77 in seinem letzten großen Bühnenstück anschaulich zu machen.

Max Frisch, Schweizer Schriftsteller (AP Archiv)
Max Frisch, Schweizer Schriftsteller (AP Archiv)

"Triptychon" besteht aus drei Bildern, die nicht Stationen einer dramatischen Handlung sind, sondern drei szenische Aspekte zum Thema geben. Das erste: unsere gesellschaftliche Verlegenheit beim Ableben eines Menschen. Das zweite: die Toten unter sich, ihre langsam versiegenden Gespräche am Styx, wo es die Ewigkeit des Gewesenen, aber keine Erwartung gibt. Das dritte: der Lebende in der unlösbaren Beziehung zum toten Partner, der nicht mehr umdenken kann."


Regie: Walter Adler
Musik: Peter Zwetkoff
Mit: Lola Müthel, Hans Carl Friedrich, Gert Haucke, Antje Hagen, Dieter Borsche u.a.
107"35