Der Latinpopsong ›Despacito‹ ist nicht zum größten Sommerhit aller Zeiten geworden, weil so viele Nutzer das Video in den sozialen Netzwerken geteilt haben. Und Jan Böhmermanns kurze Videos sind nicht nur erfolgreich, weil die Inhalte so viele Menschen interessieren. Hinter diesen Klickmaschinen steckt noch etwas ganz anderes. Ein Blick hinter die Mechanismen der Hits im Netz.

Luis Fonsis Song "Despacito" ist der meistgestreamte Song aller Zeiten. (imago - Agustin Salinas) Luis Fonsis Song "Despacito" ist der meistgestreamte Song aller Zeiten. (imago - Agustin Salinas)

Der Latinpopsong ›Despacito‹ ist nicht zum größten Sommerhit aller Zeiten geworden, weil so viele Nutzer das Video in den sozialen Netzwerken geteilt haben. Und Jan Böhmermanns kurze Videos sind nicht nur erfolgreich, weil die Inhalte so viele Menschen interessieren. Hinter diesen Klickmaschinen steckt noch etwas ganz anderes. Ein Blick hinter die Mechanismen der Hits im Netz.

 

Andreas, Olaf und Benni sitzen im Knast. Um die Langeweile zu bekämpfen, besuchen sie eine Literaturgruppe und beginnen zu schreiben. Wenn man etwas tut, was man vorher noch nie getan hat, merken sie, geschehen mitunter wundersame Dinge.

Gefängnisbibliothek Korneuburg  (imago stock&people) Gefängnisbibliothek Korneuburg  (imago stock&people)

Andreas, Olaf und Benni sitzen im Knast. Um die Langeweile zu bekämpfen, besuchen sie eine Literaturgruppe und beginnen zu schreiben. Wenn man etwas tut, was man vorher noch nie getan hat, merken sie, geschehen mitunter wundersame Dinge.

 

Aus Solschenizyns Büchern weiß die Welt von Niedertracht und Menschlichkeit im System der stalinistischen Straflager. Dafür musste der Nobelpreisträger seine Heimat verlassen. Als er 1994 nach Russland zurückkehrte, ruhten die Hoffnungen der Opposition auf ihm - die er bitter enttäuschte.

Der russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn 1983 im US-amerikanischen Maine (imago / Leemage / Sophie Bassouls) Der russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn 1983 im US-amerikanischen Maine (imago / Leemage / Sophie Bassouls)

Aus Solschenizyns Büchern weiß die Welt von Niedertracht und Menschlichkeit im System der stalinistischen Straflager. Dafür musste der Nobelpreisträger seine Heimat verlassen. Als er 1994 nach Russland zurückkehrte, ruhten die Hoffnungen der Opposition auf ihm - die er bitter enttäuschte.

Neuland (5/6) Demo DDR, Herbst 1989 (Rigo Pohl)

Die große Gleichzeitigkeit

Das Jahr 1989: Das Westfernsehen kommt nach Gittersee. Die Bürger werden mutiger, die Proteste gegen das Werk lauter. Noch werden Demonstranten niedergeknüppelt und ins Gefängnis gesteckt. Die Dresdner Ingenieure ahnen, dass der Wind sich dreht. Und die Kumpel in Gittersee stehen vor einer ungewissen Zukunft.

Neuland (6/6) Knapp vier Wochen nach dem 40. Jahrestag der DDR kommt es am 4.11.1989 in Ostberlin zu der bislang größten nichtstaatlichen Demonstration in der DDR. Über 500.000 Menschen gehen auf die Straße, um für mehr Demokratie, Bürgerrechte und Reformen in ihrem Land zu demonstrieren. (dpa-Bildarchiv / Wolfgang Weihs)

Transformationen

Die Jahre 1989/90: Das DDR-Regime gibt sich geschlagen, die Umweltbewegung feiert einen Erfolg und der ökologische Arbeitskreis bekommt einen Preis. Das Megabit-Projekt wird vorzeitig abgeschlossen und in Gittersee fahren die Kumpel ein letztes Mal in den Schacht ein. Für den Chip findet sich eine neue Verwendung.

Neuland (3/6) VEB Spurenmetalle Freiberg, April 1989. Der Betrieb war zu DDR-Zeiten Entwickler und Produzent von Reinststoffen und Halbleitergrundmaterial für die gesamte elektronische Bauelementeindustrie der DDR. (dpa /ZB / Wolfgang Thieme / Montage: Bens)

Investitionen

Das Jahr 1987: Geräuschlose U-Boote durchkreuzen die Pläne eines Handels zwischen Japan und der DDR. Stattdessen fahren Dresdner Ingenieure nach Westdeutschland. Kurze Zeit später liefern die Westdeutschen „Spielzeug“ nach Dresden. In Gittersee, dem Standort des Uranbergwerks, wächst die Angst vor einer Umweltkatastrophe.

Neuland (1/6) DDR Staatschef Erich Honecker mit dem ersten 1-Megabit-Chip am 12. September 1988 in Berlin (dpa / picture alliance/akg-images / Montage: Bens)

Zurück in der Zukunft

Das Jahr 1988: Stolze Ingenieure aus Dresden präsentieren ihrem Staatschef Erich Honecker ein funktionstüchtiges Muster des 1-Megabit-Chips. Im Uranbergwerk „Willi Agatz“ erfahren die Kumpel, wie ihre Zukunft mit der Mikroelektronik verknüpft sein wird. Und beim ökologischen Arbeitskreis packt ein Whistleblower aus.

Neuland (2/6) Uranbergbaubetrieb Willi Agatz, Dresden (Fuciker (Jürgen Obiegli) / Montage: Bens)

Alles machen ohne nichts

Das Jahr 1986: In Jena entwickeln die Dresdner Mikroelektroniker einen ehrgeizigen Plan. Doch das Embargo des Westens behindert die Entwicklung. Im Bergwerk Gittersee wird vor der Schließung im Raubbau noch rausgeholt was geht. Und im westdeutschen Hanau brechen vier Ingenieure zu einer ungewöhnlichen Dienstreise auf.

Reihe: Wirklichkeit im Radio Der ehemalige Warteraum in der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein in Pirna (Sachsen), aufgenommen am 15.09.2017. In der nationalsozialistischen Euthanasie-Anstalt wurden in den Jahren 1940 bis 1941 insgesamt 14.751 vorwiegend psychisch Kranke und geistig behinderte Menschen ermordet. (dpa-Zentralbild / Arno Burgi)

Ende der Anfrage

Von 1940 bis 1944 wurden auf Schloss Hartheim bei Linz geistig Behinderte von der SS getötet und verbrannt. Bei Recherchen vor Ort traf der Autor auf Misstrauen und ausgeprägtes Vergessenwollen. Das Feature wurde nicht gesendet. Es gehört zu den Vorboten bundesdeutscher Dokumentarliteratur. Ende der Anfrage

Rentner in Höchstform Der Berliner Heinz Sowinski beim Schwimmtraining am Dienstag (09.10.2007) in der Kailua Kona, Hawaii. Der 70-jährige ist der älteste Deutsche Teilnehmer an der Ironman-Triathlon-WM auf Hawaii.  (dpa / Thomas Frey )

Over the Top

Sie rackern sich so richtig ab. Mehr, als es die meisten nur halb so alten Menschen tun. 111 km wandern, täglich rudern, mit dem Fahrrad von Münster nach St. Petersburg, die Teilnahme am Ironman-Wettbewerb auf Hawaii scheinen ihnen ganz normal. Die Reporter keuchen ihren Helden hinterher.

Veteranen Ein Mann sitzt an einem Fenster und schaut raus (imago/stock&people/Thomas Eisenhuth)

Krieg im Kopf

Sechs Kriegsveteranen in Washington, Denver, Berlin, Den Haag, London und Madrid

Wer es einmal erlebt hat, den lässt es nicht mehr los. Die Geschichten von Veteranen aus fünf Ländern zeigen, wie sehr der Krieg auch in unserer zivilen Gesellschaft präsent ist.

Über die Bosheit Zwei Frauen mit Hexenmasken blicken wild in die Kamera (dpa/Swen Pförtner)

Das Vergnügen feiner Geister

Bosheit vergeistigt, weil sie eine Gelegenheit ist, Geist zu bekommen und fein zu werden, schreibt Friedrich Nietzsche in seinem Buch 'Jenseits von Gut und Böse'. Boshaftigkeit hat etwas mit Intelligenz, mit Verstand zu tun, mit dem Willen zu schaden, fein zu tricksen, geschickt zu täuschen, raffiniert zu manipulieren.