Das Heizungsrohr von Frau X im zehnten Stock dient dem Nachbarn im neunten als Folterinstrument. Als sie die Lärmbelästigung nach einer Woche nicht mehr ertragen kann, ruft sie vom Balkon: „Du dreckiges Arschloch, Du arbeitslose Sau.“ Beim vierten Mal bekommt sie dafür eine Anzeige und versteht die Welt nicht mehr.

Das Foto zeigt Hochhäuser an der Leipziger Straße im Stadtteil Mitte im Licht der Abendsonne. (picture-alliance / dpa / Wolfram Steinberg) Das Foto zeigt Hochhäuser an der Leipziger Straße im Stadtteil Mitte im Licht der Abendsonne. (picture-alliance / dpa / Wolfram Steinberg)

Das Heizungsrohr von Frau X im zehnten Stock dient dem Nachbarn im neunten als Folterinstrument. Als sie die Lärmbelästigung nach einer Woche nicht mehr ertragen kann, ruft sie vom Balkon: „Du dreckiges Arschloch, Du arbeitslose Sau.“ Beim vierten Mal bekommt sie dafür eine Anzeige und versteht die Welt nicht mehr.

 

Obwohl heute einzelne Kunstwerke für Millionen Euro versteigert werden, hangeln sich viele deutsche Künstler mit Hungerlöhnen durchs Leben. 80 Prozent müssen einer Nebentätigkeit nachgehen. Ihre prekäre Lebenslage lässt kaum Spielraum, sich finanziell abzusichern - Altersarmut ist programmiert.

Das Logo der Künstlersozialkasse. (dpa/picture-alliance/Daniel Karmann) Das Logo der Künstlersozialkasse. (dpa/picture-alliance/Daniel Karmann)

Obwohl heute einzelne Kunstwerke für Millionen Euro versteigert werden, hangeln sich viele deutsche Künstler mit Hungerlöhnen durchs Leben. 80 Prozent müssen einer Nebentätigkeit nachgehen. Ihre prekäre Lebenslage lässt kaum Spielraum, sich finanziell abzusichern - Altersarmut ist programmiert.

 

Beinahe in Echtzeit verfolgen wir, wie Karl-Heinz und Elvira ihren unrentablen Bauernhof aufgeben. Manche sind an diesem Verlust zerbrochen. Sie aber verfolgen mit Neugier, wie eine Jugendeinrichtung den Hof umgestaltet.

Die Esel sind mit weiteren Tieren auf den Hof gezogen (NDR / Julia Schäfer ) Die Esel sind mit weiteren Tieren auf den Hof gezogen (NDR / Julia Schäfer )

Beinahe in Echtzeit verfolgen wir, wie Karl-Heinz und Elvira ihren unrentablen Bauernhof aufgeben. Manche sind an diesem Verlust zerbrochen. Sie aber verfolgen mit Neugier, wie eine Jugendeinrichtung den Hof umgestaltet.

Bentheimer Ferkel spielen miteinander. (Carsten Rehder/ dpa)

Essen als Pop-PhänomenFoodamentalismus

„Essen hat viele andere Themen wie zum Beispiel die Mode abgelöst. Essen ist ein Thema, bei dem man sich im Moment eigentlich neu erfinden kann“, sagt die Ernährungsforscherin Hanni Rützler. Was sagen die neuen Essens-Trends über uns? Wieso ist ausgerechnet Essen so wichtig geworden?

Justizdrama Der Deutsche Jens Söring sitzt 2016 seit 30 Jahren in einem US-Gefängnis, Urteil: Mord. (farbfilm verleih)

Das Versprechen

Der Fall Jens Söring

Jens Söring sitzt seit über 30 Jahren in den USA im Gefängnis. Er hatte gestanden, einen Doppelmord an den Eltern seiner Freundin verübt zu haben. Doch schon kurze Zeit danach beteuert er seine Unschuld. Hat er aus Liebe gelogen?

Live-Hörstück-Performance Künstlerin und Musikerin Michaela Melián bei ihrer Performance Chant du Nix beim Kölner Kongress 2019 (Hajo Drees)

Chant du Nix

Michaela Meliáns künstlerische Projekte finden häufig im öffentlichen Raum statt. Sie stellen Fragen nach der Historizität von Orten, nach Gedächtnis und Sprache. Multimediale Rauminstallationen, die Filme, Fotografien, Zeichnungen, Objekte, Musik und Texte einschließen, haben die Künstlerin international bekannt gemacht.

Landwirtschaft Pflanzenreste als Gründüngung für das Bodenleben, darauf die Winter-Weizenaussaat. Versehen mit Denkfabrik-Stempel (Hartwig Callsen)

Die dünne Haut der Erde

2011 und 2018: extreme Trockenheit in Mecklenburg Vorpommern. 2017: extreme Niederschläge in Schleswig-Holstein. Im ersten Fall wurde die Ackerkrume einfach weggeblasen, im zweiten Fall stand das Wasser wochenlang kniehoch auf den Feldern. Die Ernten waren jeweils schlecht. Und schuld daran war nicht das Wetter.

Muslimische Roma in Düsseldorf Ein Imam in der Sehitlik-Moschee am Columbiadamm in Berlin. (picture alliance / dpa / Rainer Jensen)

Die Moschee am Bahndamm

Seit 17 Jahren kommen sie hier zum Freitagsgebet zusammen - in einem Konfirmandensaal, den sie mit Koransuren und blauen Kacheln geschmückt haben. Iman Ajdini, ein junger Theologe aus dem mazedonischen Skopje, predigt in Romanes, der Muttersprache der Gemeindemitglieder. Die meisten sind in den 60er-Jahren als Gastarbeiter gekommen, Jugoslawen, wie es damals hieß.

Wachdienste Eine Sicherheitskraft vor einem Flüchtlingsheim (picture alliance/dpa/Marijan Murat)

Viel Druck für wenig Geld

Mehr als 250.000 Beschäftigte zählt die Sicherheitsbranche mittlerweile in Deutschland. Seit den Übergriffen des Wachpersonals auf Flüchtlinge in einem Aufnahmelager in Burbach gelten Wachmänner oft als Rechtsradikale in Uniform. Dabei gibt es kaum eine Sparte, in der mehr Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten.