Hörspiel, vom 29.07.2020, 22:03 Uhr

Hörspiel über Schicksale japanischer Frauen in den USA Wovon wir träumten

Nach Julie Otsuka
Japanerinnen bei ihrer Ankunft an der Westküste (1920er Jahre) (picture-alliance / akg-images)
Japanerinnen bei ihrer Ankunft an der Westküste (1920er Jahre) (picture-alliance / akg-images)

Anfang des 20. Jahrhunderts verlassen viele junge Japanerinnen ihre Heimat Richtung Kalifornien. Voller Wehmut, Hoffnungen und der Aussicht auf ein sicheres und sorgenfreies Leben in den USA überqueren sie den Ozean, um dort japanische Einwanderer zu heiraten. Bis zu ihrer Ankunft kennen die Frauen ihre zukünftigen Männer nur von den strahlenden Fotos der Heiratsvermittler. In einer eindringlichen, so präzisen wie poetischen Sprache schildert Julie Otsuka die unterschiedlichen Schicksale ihrer Figuren: wie sie in San Francisco ankommen, wie sie ihre ersten Nächte als Ehefrauen erleben, wie sie Gewalt erfahren und Knochenarbeit leisten auf den Feldern oder in den Haushalten weißer Amerikaner. Wie sie mit der fremden Sprache und Kultur ringen – und nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor auch noch zum Feindbild werden.


Wovon wir träumten
Nach Julie Otsuka
Übersetzung: Katja Scholtz
Bearbeitung und Regie: Beate Andres
Mit: Henrike Johanna Jörissen, Bettina Hoppe, Constanze Becker, Anja Laïs, Lena Stolze, Heidi Ecks, Thomas Huber
Komposition: Nik Bärtsch
Ton: Roland Grosch
Produktion: HR 2013
Länge: 55'28


Julie Otsuka, geboren 1962 in Kalifornien, Schriftstellerin, lebt heute in New York City. 2002 erschien in den USA ihr Debütroman "When the Emperor Was Divine". Der Roman wurde in 11 Sprachen übersetzt, 2019 erschien er auf Deutsch: "Als der Kaiser ein Gott war".
"The Buddha in the Attic" erschien 2011 und wurde in 22 Sprachen übersetzt, 2012 auf Deutsch: "Wovon wir träumten". Otsuka erhielt dafür 2012 den PEN/Faulkner Award und 2014 den Albatros-Literaturpreis der Günter-Grass-Stiftung.

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