Hörspiel, vom 30.06.2019, 18:30 Uhr

Hörspiel über ein Fernsehteam bei der ArbeitHell genug – und trotzdem stockfinster

von Peter Steinbach
US-amerikanische Soldaten vor einer Scheune in Erpel, Deutschland (AP Archiv)
US-amerikanische Soldaten vor einer Scheune in Erpel, Deutschland (AP Archiv)

Ein kleines Fernsehteam dreht im Hunsrück ein Dokumentarspiel über die letzten Wochen vor Kriegsende. Im Zentrum der Geschichte steht Johannes Gass, der 1945 als Siebzehnjähriger in der Nähe seines Heimatortes stationiert war. Dort stand die Kanone, da war die Scheune, in der er sich versteckt hatte. Seine Erinnerungen werden immer wieder unterbrochen durch die besonderen Erfordernisse des Mediums Fernsehen. Gass erlebt die emotionale Verarmung des Fernsehteams und die Degradierung seiner Person zu originellem Material.


Peter Steinbach – ein Porträt
Von Beate Becker
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019
Länge: 27'14

Hell genug – und trotzdem stockfinster
Von Peter Steinbach
Regie: Bernd Lau
Mit: Klaus Herm, Franziska Grasshoff, Michael Gspandl, Wolfgang Wagner, Marcus Riedel-Weber, Günter Mack, Erwin Dittberner, August Dahl, August Schmittinger, Harald Krebs, Christel Kuhn, Josef Peil, Marianne Riedel-Weber, Wilfried Este, Peter Steinbach, Michael Evers, Tobias Lelle, Patricia Johannbroer, Kristine Konrad, Susi Gerloff, Adolf Hetzel und Martha Hetzel
Ton: Paul-Gerhard Landsiedel
Produktion: Westdeutscher Rundfunk 1981
Länge: 59'35


Christoph Busch und Peter Steinbach (Foto: Wilfried Hockmann )Christoph Busch und Peter Steinbach (Foto: Wilfried Hockmann )Peter Steinbach, 1938 in Leipzig geboren, am 6. Februar 2019 in Svendborg gestorben, schrieb Drehbücher und Hörspiele. Fotolehre in Köln, sechs Jahre Schiffskoch, diverse Beschäftigungen u.a. am Theater und beim HR-Kirchenfunk, ab 1976 Drehbuchautor. Vier Jahre Professur an der Universität Hamburg für Drehbuch. Für Drehbücher von "Heimat" (1984), geschrieben mit Edgar Reitz, erhielt er 1985 den Grimme-Preis. "Hell genug und trotzdem stockfinster" (WDR 1981) wurde mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet. Er reflektiert in dem Hörspiel die Suche nach adäquaten Umgang mit authentischem Stoff bei den Recherchen für die Film-Trilogie "Heimat". Deutschlandradio produzierte "Die wunderbare Welt des Jean-Henri Fabre" (2002) und "Paul, Mama und die italienische Nichte" (2008).

Abonnieren Sie unseren Newsletter!