Hörspiel, vom 01.05.2021, 18:30 Uhr

Hörspiel über die Auswüchse des KapitalismusAuf der Strecke bleiben

Nach dem Theaterstück

Ein absurd-ironisches und zugleich auf Fakten basierendes Hörspiel über die Privatisierung der Bahn in Großbritannien und die Mechanismen der kapitalistischen Optimierung von Unternehmen. Was ist das Leben wert?

Ein absurd-ironisches und zugleich auf Fakten basierendes Hörspiel über die Privatisierung der Bahn in Großbritannien. (EyeEm / anutr tosirikul)
Ein absurd-ironisches und zugleich auf Fakten basierendes Hörspiel über die Privatisierung der Bahn in Großbritannien. (EyeEm / anutr tosirikul)

"London, 15. April 2004. Es ist wohl nur in Großbritannien möglich, dass auf einer der besten Bühnen des Landes ein Stück über die misslungene Privatisierung der Bahn aufgeführt wird. Und dass es auch noch zu einem Hit wird. Der renommierte britische Dramatiker David Hare befragte Schienenarbeiter, Politiker und Überlebende der vier schweren Bahnunfälle der vergangenen sieben Jahre für sein Stück "Permanent Way". In dem Stück beschreibt Hare die verrotteten Züge, die chronische Unpünktlichkeit, die Schlampigkeit der Betreiber." (Berliner Zeitung, 16. April 2004).

Dass Hare nicht übertreibt, belegen die dramatischen Ereignisse, seitdem die staatseigene "British Rail" in mehr als 100 Gesellschaften privatisiert wurde. Verschuldung und Sanierungsbedarf beliefen sich auf eine zweistellige Milliardensumme, so dass eine Wiederverstaatlichung auch auf höchster Ebene diskutiert wurde.


Auf der Strecke bleiben
Nach dem Theaterstück
Von David Hare
Übersetzung aus dem Englischen: Axel Spinola
Regie: Andrea Getto
Mit: Heidemarie Rohweder, Pia Podgornik, Hedi Kriegeskotte, Heinrich Giskes, Rainer Bock, Guntram Brattia, Michael Holz, Christian Büsen
Komposition: Sabine Worthmann
Ton und Technik: Renate Tiffert, Kristiana Schneggenburger
Produktion: SR/DeutschlandRadio Berlin 2004
Länge: 77'39


David Hare, geb. 1947 in East Sussex, Dramatiker, Drehbuchautor und Regisseur. Er gründete 21-jährig eine Wanderbühne und wurde umgehend als Hausautor am Royal Court Theatre verpflichtet. Zu seinen Werken gehören über dreißig Theaterstücke und mehr als ein Dutzend Drehbücher, u.a.: "Wetherby", "The Blue Room", "The Judas Kiss", "Amy's View", "Prawda" und die Trilogie zur Thatcher-Ära "In Teufels Küche", "Mühlen des Gesetzes" und "Falscher Frieden". 2003 wurde er mit dem "Oscar" für die beste Drehbuchadaption ("The Hours") ausgezeichnet.

 

Abonnieren Sie unseren Newsletter!