Hörspiel, vom 21.08.2018

HörspielNarrenspital

Hörspiel von Ulrich Bassenge

In den Räumen des Narrenspitals rührt der Wahnsinn die Trommel: Der eine hört Stimmen, den anderen lenken Dämonen, ein Dritter schreibt unentwegt Briefe an Dr. Schlitz, den Anstaltsarzt. Die Gesetze der Realität scheinen hier außer Kraft.

Ulrich Bassenge im Hörspielstudio. (Monika Maier, SWR-Pressestelle)
Der Hörspielmaccher und Musiker Ulrich Bassenge (Monika Maier, SWR-Pressestelle)

Selbst Schwerkraft und Grammatik haben im Narrenspital ihren Schrecken verloren. So werden im Hörspiel auch kuriose Themen verhandelt: die Tonerzeugung vermittelst des eigenen Trommelfells, der Empfang des universalen Äthers durch die Ohren sowie liliputanische Sexfantasien.

In den Geschichten aus dem Narrenspital – der Titel ist einem barocken Roman entlehnt – werden narrative Fährten gelegt und verloren. Erzählt wird nicht nur mit Worten, sondern auch mit Musik, Dialekt und außersprachlichen Elementen. Die Sprecherinnen und Sprecher wurden zu Narretei und Regelbruch ausdrücklich ermutigt, zu wortloser oder wortreicher Improvisation vor dem Mikrofon.

Regie: Johannes Mayr
Komposition: Ulrich Bassenge
Mit Barbara Falter, Ueli Jäggi, Birgit Kempker, Dominique Müller, Lars Rudolph, Ulrich Bassenge
Musiker: Yogo Pausch, Tobias Schläfli, Ulrich Bassenge

Produktion: DRS 2011
Länge: 42'