Hörspiel, vom 18.11.2020, 22:03 Uhr

Hörspiel: Jung, weiblich, wütend – und migrantischEllbogen (1/2)

Das Foto zeigt die Fatma Aydemir, fotografiert in einer Fähre auf dem Bosporus in Instanbul 2016. (laif / Bradley Secker)
Für den Roman "Ellbogen" erhielt Fatma Aydemir 2017 den Klaus-Michael-Kühne-Preis des Harbour-Front-Literaturfestivals für den besten Debütroman des Jahres. (laif / Bradley Secker)

Die gerade noch siebzehnjährige Hazal lebt im Berliner Wedding, eingezwängt zwischen den traditionellen Vorstellungen ihrer Eltern und der brutalen Realität ihres Berliner Kiezes. Sie will endlich etwas erleben. Auf Facebook hat sie einen Mann kennengelernt, in Istanbul. Hazal ist verletzlich und gleichzeitig grob, voller Energie, aber unnütz selbst in Billigjobs, gleichzeitig überschäumend vor Hoffnungen und Ängsten. Eigentlich fast normal in diesem Alter. Aber Hazal ist wütend. Vielleicht wütender als andere. Weil so wenig klappt in ihrem Leben. Als sie mit ihren Freundinnen an ihrem 18. Geburtstag in einen Club möchte, werden sie nicht reingelassen. Wut staut sich auf. Als sie dann noch angepöbelt werden, verlieren die Mädels die Nerven. Am Ende ist jemand tot.


Ellbogen (1/2)
Nach dem Roman von Fatma Aydemir
Bearbeitung und Regie: Kirstin Petri
Mit: Aysima Ergün, Altine Emini, Deniz Orta, Uygar Tamer, Orhan Müstak, Thomas Reisinger, Burak Yigit, Jirka Zett, Burak Öztürk, Mehmet Ateşçi, Yasemin Cetinkaya, Jale Arikan, Elias Eilinghoff, Ilknur Bahadir, Ismail Zagros, Stephanie Ebner und Julia Kunz
Komposition: Peter Kaizar
Ton: Tom Willen
Produktion: SRF 2019
Länge: 49'52

Den zweiten Teil senden wir am 25. November, um 22.03 Uhr - oder hören Sie ihn online vorab hier.


Fatma Aydemir, geboren 1986 in Karlsruhe, Redakteurin, Journalistin, Schriftstellerin. Sie arbeitet als Redakteurin bei der Tageszeitung taz, schreibt auch für Spex und Missy Magazine. Sie war Mitinitiatorin des türkisch/deutschen Webportals taz.gazete. Für den Roman "Ellbogen" erhielt sie 2017 den Klaus-Michael-Kühne-Preis des Harbour-Front-Literaturfestivals für den besten Debütroman des Jahres, außerdem 2018 den Franz-Hessel-Preis. 2018 Jahresstipendium für Schriftsteller des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst des Landes Baden-Württemberg. 2019 Stipendium der Villa Aurora in Los Angeles. 2019 zusammen mit Hengameh Yaghoobifarah das Buch: "Eure Heimat ist unser Alptraum". Sie lebt in Berlin.

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