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Hörspiel / Archiv | Beitrag vom 29.04.2018

Hörspiel: Eine ornithologische Entdeckung1111 Vögel

Teil 3 aus "Die Rede an die Tiere"

Von Valère Novarina

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Hörspiel "Das Tier der Zeit" mit Valére Novarina (Deutschlandradio / Sandro Most)
"Die Rede an die Tiere" Valère Novarina (Deutschlandradio / Sandro Most)
Höhepunkt von Valère Novarinas "Die Rede an die Tiere" ist eine Aufzählung von 1111 erfundenen Vogelnamen, die der Übersetzer Leopold von Verschuer zu einer bilingualen, musikalischen Sprachskulptur verwebt. Die geradezu materielle Verschiedenheit des Französischen und Deutschen erklingt durch den Wechselgesang der Vogelnamen und im Dialog mit der Komposition von Peter Ablinger als sinnfreier Flug und doch sinnlich konkret.

Ausschnitt:

Ursendung
"1111 Vögel"

Teil 3 aus "Die Rede an die Tiere"
Von Valère Novarina
Zweisprachige Radiofassung in der Übersetzung von Leopold von Verschuer
Komposition und Klanggestaltung: Peter Ablinger
Mit: Jens Harzer und Agnès Sourdillon,
sowie der Stimme des Autors als Infra-Walfisch
instrumentiert für Ultraklavier und Ultracembalo
Ton und Technik: Thomas Monnerjahn und Jan Fraune
Regieassistenz: Anke Beims
Regie: Leopold von Verschuer
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018

Länge: 84'58

Das Hörspiel wird als Stereo-Version und in einer 5.1-Surround-Version gesendet.

Der Künstler Valère Novarina in seinem Atelier beim Arbeiten, Draufsicht auf sein entsehendes Werk – Paris im Oktober 2017. (Deutschlandradio - Antonio Maria Storch)Valère Novarina beim Arbeiten – Paris im Oktober 2017. (Deutschlandradio - Antonio Maria Storch)

Der Künstler Valère Novarina in seinem Atelier – Paris im Oktober 2017. (Deutschlandradio - Antonio Maria Storch)Valère Novarina in seinem Atelier – Paris im Oktober 2017. (Deutschlandradio - Antonio Maria Storch)

Der Künstler Valère Novarina, Porträtaufnahme im Seitenprofil – Paris im Oktober 2017. (Deutschlandradio - Antonio Maria Storch)Der Künstler Valère Novarina – Paris im Oktober 2017. (Deutschlandradio - Antonio Maria Storch)


Valère Novarina
, geboren 1947 bei Genf, ist ein französisch-schweizerischer Schriftsteller, Theaterregisseur und Maler, der erstmals 1974 aufgeführt wurde und seine exzessive Sprachkunstwerke zunächst nur in Avantgarde-Zeitschriften und ab 1984 im renommierten Verlag P.O.L Paris veröffentlichte. Seit 1986 inszenierte er regelmäßig selbst seine Uraufführungen beim Festival d’Avignon in den von ihm bemalten Bühnenbildern. 2006 wurde er zu Lebzeiten ins offizielle Repertoire der Pariser Comédie Française aufgenommen. 1980 begann Novarina als gestische Fortführung des Schreibens öffentlich zu zeichnen und in der Folge auszustellen.

Der Künstler Valère Novarina in seinem Atelier beim Arbeiten – Paris im Oktober 2017. (Deutschlandradio - Antonio Maria Storch)Valère Novarina in seinem Atelier – Paris im Oktober 2017. (Deutschlandradio - Antonio Maria Storch)

Der Künstler Valère Novarina beim Zeichnen in seinem Atelier, Draufsicht auf das entstehende Werk – Paris im Oktober 2017. (Deutschlandradio - Antonio Maria Storch)Valère Novarina – Paris im Oktober 2017. (Deutschlandradio - Antonio Maria Storch)

Leopold von Verschuer, 1961 geboren in Brüssel, ist Schauspieler, Autor, Übersetzer, Regisseur. Neben dem 3-teiligen Hörspiel ‘Die Rede an die Tiere’ (Dlf Kultur 2017/2018) inszenierte er von Kathrin Röggla ‘Nicht hier oder die Kunst zurückzukehren’ (DKultur 2012), ‘Gilsbrod’ von Sabine Bergk (DKultur 2013) und viele andere.

Thomas Monnerjahn, Peter Ablinger und Leopold von Verschuer stehend am Tisch im Hörspielstudio (Deutschlandradio - Anke Beims)Toningenieur Thomas Monnerjahn, Komponist Peter Ablinger und Regisseur Leopold von Verschuer im Hörspielstudio (Deutschlandradio - Anke Beims)

Peter Ablinger wurde 1959 in Schwanenstadt in Oberösterreich geboren. Er besuchte die Graphik-HTL in Linz und studierte von 1977 bis 1982 Jazzklavier in Graz. Außerdem studierte er Komposition bei Gösta Neuwirth in Graz und Roman Haubenstock-Ramati in Wien. Seit 1982 lebt er in Berlin. Ablinger konzentrierte sich bis 1994 auf kammermusikalische Besetzungen, danach beschäftigte er sich auch mit Elektroakustik und Klanginstallation. Seit 1980 arbeitet er am Werkkomplex "Weiss/Weisslich", welcher sich mit den verschiedenen Aspekten des weißen Rauschens beschäftigt und sich dabei unterschiedlicher Medien bedient: Instrumente, Installationen, Objekte, Elektro-akustische Stücke, Hinweisstücke, Prosa-Stücke, Musik ohne Klänge; insgesamt 36 Teile. Seit 1989 an einem weiteren Werkkomplex "Voices and piano". 2012 wurde Ablinger als Mitglied in die Akademie der Künste in Berlin berufen.

Draufsicht auf die Partitur zum Hörspiel vom Komponisten Peter Ablinger (Deutschlandradio - Anke Beims)Partitur und Skizzen zur 5.1-Spezialisierung von Peter Ablinger (Deutschlandradio - Anke Beims)

Über Peter Ablinger:
"Die Klänge sind nicht die Klänge! Sie sind da, um den Intellekt abzulenken und die Sinne zu besänftigen. Nicht einmal das Hören ist das Hören: Das Hören ist das, was mich selbst erschafft." Peter Ablinger ist, so hat es Christian Scheib einmal formuliert, ein "Mystiker der Aufklärung", dessen "Anrufungen und Litaneien auf das Erkennen abzielen". Gleichzeitig ist der Komponist ein Skeptiker, der um die durch Tradition aufgezwungenen kulturellen Spielregeln und (schlechten) Gewohnheiten weiß: "Spielen wir also weiter und sagen: Die Klänge sind da, um zu hören (- nicht um gehört zu werden. Das ist etwas anderes.). Und das Hören ist da, um aufzuhören. Mehr weiß ich auch nicht." Christian Baier

Berliner Krähe in Frontalansicht sitzt auf einer Stange (Deutschlandradio - Antonio Maria Storch)Berliner Krähe (Deutschlandradio - Antonio Maria Storch)

Das Hörspiel steht nach der Ursendung zum Nachhören und als download bereit.

www.novarina.com

www.ablinger.mur.at

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