Freispiel, vom 11.03.2021, 22:03 Uhr

Hörspiel: Ein Wahlabend-OratoriumEs bleibt spannend

Von Patricia Görg
Ein Wandbild des Chicagoer Künstlers Mac Blackout ruft zur Wahl auf. (Unsplash / Jennifer Griffin)
Ein Wandbild des Chicagoer Künstlers Mac Blackout ruft zur Wahl auf. (Unsplash / Jennifer Griffin)

"Es bleibt spannend" gehört wohl zu den am häufigsten geäußerten unfreiwillig komischen Sätzen der Wahlberichterstattung. Wo diese Floskel zu hören ist, steht sie häufig nicht allein. Wir verfolgen die Wahl und ihre Ergebnisse im Radio. Dabei übertreffen sich bei den Gesprächen über Hochrechnungen und Wählerbewegungen sowie den messerscharfen Analysen des Wahlforschers Jochen Rohleder die Worthülsen in ihrer Inhaltslosigkeit. Selbstverständlich handelt es sich auch bei dieser Wahl um "eine Richtungswahl", wenn auch in Zeiten des "Hauruck-Stillstands" nicht klar ist, in welche Richtung es geht.

Zugeschaltet werden die neuesten Ergebnisse aus dem Hochrechnungsstudio und Interviews mit den mehr oder weniger beglückten Kandidaten. Draußen in freier Wildbahn arbeitet sich die rasende Reporterin mit ihrem Mikrofon quer durch die Republik und fängt Stimmen ein. Viele Parteien, viele Möglichkeiten: Da die RAUEN weder mit den SCHLAUEN, den LAUEN, den FLAUEN, den BLAUEN noch mit den GENAUEN koalieren wollen, verspricht es diesmal wirklich spannend zu bleiben.


Es bleibt spannend
Von Patricia Görg
Regie: Hans Gerd Krogmann
Mit: Ingo Hülsmann, Hans-Peter Korff, Mathias Lange, Sascha Icks, Maria Magdalena Wardzinska, Meike Harten, Christin Marquitan, Benjamin Utzerath, Philipp Baltus, Siegfried W. Kernen, Christoph Tomanek, Hedi Kriegeskotte, Nina Petri u.a.
Komposition: Michael Riessler
Ton: Corinna Gathmann
Produktion: NDR 2016
Länge: 48'10


Patricia Görg, geboren 1960 in Frankfurt/Main, lebt und arbeitet als freie Schriftstellerin in Berlin. Autorin zahlreicher Hörspiele für diverse Sender, darunter: "Dots Fahrt im Leichenwagen" (NDR 2013, Bearbeitung) und "Die Unkontaktierten" (DKultur 2013). Prosa-Veröffentlichungen u.a. "Handbuch der Erfolglosen" (2012), "Glas – Eine Kunst" (2013). Verschiedene Auszeichnungen, zuletzt der Italo-Svevo-Preis (2019).

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