Hörspiel, vom 16.12.2018, 18:30 Uhr

Hörspiel: Die tragische Geschichte des Axel RudolphGroschenroman

Schreibmaschine, 1937 (imago/UIG)
Schreibmaschine, 1937: Axel Rudolph veröffentlichte unter Pseudonymen fast 70 Werke der Trivialliteratur. (imago/UIG)

"Der Mann aus der Tiefe", ein Bergmannroman, war einer von über 50 Romanen, Erzählungen, Drehbüchern, Reportagen, Manuskripten, Zeitungsartikeln und Hörfunkbeiträgen, die der 1893 in Köln-Nippes geborene Bergmann Axel Rudolph im Laufe seines Lebens veröffentlichte. Nach Kriegsteilnahme, Gefangenschaft und Flucht, steigt der zeitweilig Obdachlose Anfang der 1930er Jahre zum gefeierten Schriftsteller auf. Das Erlebte, die Fähigkeit, Kraft seiner Fantasie, Leser zu begeistern, eine Portion Glück und gute Kontakte zur Berliner Film- und Kulturszene helfen ihm dabei.

1939 jedoch werden Rudolphs Schriften als moralisch wertlos abgestempelt. Eine Affäre mit der Tochter eines NSDAP-Funktionärs bringt den einstigen Erfolgsautor vor den Volksgerichtshof. Er wird im Oktober 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden geköpft.

Bernd Moss als Erfolgsschriftsteller Axel Rudolph (Deutschlandradio / René Fietzek )Bernd Moss als Erfolgsschriftsteller Axel Rudolph (Deutschlandradio / René Fietzek )

Bernd Moss, Ulrike Brinkmann und Martin Evers (v.lks.) im Studio bei den Arbeiten zum Groschenroman (René Fietzek )Bernd Moss, Ulrike Brinkmann und Martin Evers (v.lks.) (René Fietzek )

Ursendung
Groschenroman
Das aufregende Leben des Erfolgsschriftstellers Axel Rudolph
Von Martin Keune
Bearbeitung: Torsten Enders
Regie: Ulrike Brinkmann
Mit: Bernd Moss, Britta Steffenhagen, Wilfried Hochholdinger, Benjamin Kramme, Michael Evers, Paula Thielecke, Alexander Ebeert, Jan Uplegger u.a. 
Ton: Alexander Brennecke
Technik: Christoph Richter
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
Länge: 70'02


Martin Keune, geboren 1959 im Sauerland, Autor von Sachbüchern und Kriminalromanen, Grafiker, leitete eine Werbeagentur in Berlin. Er lebte mit seiner Familie im havelländischen Semlin, wo auch sein Protagonist Axel Rudolph von 1936–1943 ein Haus hatte. Martin Keune starb im Dezember 2017.