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Hörspiel / Archiv | Beitrag vom 08.11.2017

Hörspiel: Deutschland im RadioTransitraum

Von Marianne Weil

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Marianne Weil (Deutschlandradio / Anke Beims  )
Marianne Weil (Deutschlandradio / Anke Beims )

Nach dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland ein einziger Transitraum. Im Westen ändert sich scheinbar nichts. Im Osten bricht scheinbar alles zusammen.

Das Radio berichtet kontinuierlich: Erich Honecker flieht nach Moskau, Schalck-Golodkowski lebt am Tegernsee, Detlev Rohwedder wird ermordet. Finanzdebatte im Bundestag, Giftstoffe in der Elbe, Stasiakten, Gewalt gegen Ausländer in Hoyerswerda. Und während die Ölquellen in Kuweit brennen, rufen die Menschen plötzlich nicht mehr "Helmut, Helmut" sondern "Lügner, Lügner".
 

Regie: die Autorin
Ton: Jean Szymczak
Produktion: Deutschlandradio Kultur/RB/SR 2012
Länge: 54'15 (Kurzfassung)
(Wdh. v. 03.10.2012)


Marianne Weil, 1947 in Darmstadt geboren, Autorin und Regisseurin von O-Ton-Hörspielen und Radiofeatures. Studierte Literaturwissenschaft, promovierte 1977 über Walter Benjamin, lebt in Berlin. Marianne Weil sezierte, inszenierte und montierte in zahlreichen Stücken die Rhetorik des Kalten Krieges. Zuerst in: "Dem ...eutschen ...olke" (SR/SFB 1995, ausgezeichnet mit dem Publikumspreis "Lautsprecher" der Akademie der Künste Berlin), dann in "Das Märchen von der Wiedervereinigung" (DLR Berlin/RB 1999), "VEB Short Cuts Teil 1: Wir brauchen keine Schokolade", "VEB Short Cuts Teil 2: Legionäre, Guerilleros, Saboteure" (DLR Berlin 2002). Weitere Hörspiele: "Der Hund war nicht geplant" (DKultur 2006) und "Wilde Tiere in Berlin" (DKultur 2009). Zuletzt das Feature: "Grandhotel für alle!" (DKultur 2014), ausgezeichnet mit dem Robert Geisendörfer Preis 2015.
 

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