Hörspiel, vom 26.03.2019

HörspielDer Fall Maurizius (4/4)

Von Jakob Wassermann

Hörspiel-Mehrteiler nach Jakob Wassermanns berühmtestem Roman. Mit Gert Westphal, Willy Trenk-Trebitsch, Marianne Hoppe und Fritz Kortner.

S-W-Porträt-Aufnahme eines dunkelhgaarigen älteren Mannes mit Halbglatze und Schnurbart (picture-alliance / Imagno/ Anonym)
Der Schriftsteller Jakob Wassermann in Aufnahme um 1910 (picture-alliance / Imagno/ Anonym)

"Der Fall Maurizius", so heißt der 1928 erschienene Roman von Jakob Wassermann, der auf einen authentischen Fall zurückgeht.

1924 wurde der Rechtsanwalt Karl Hau, der 1906 in einem sensationellen Prozeß wegen Mordes zum Tode verurteilt und zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt worden war, aus der Haft entlassen. Bald danach beging er Selbstmord. Seine Schuld, die er stets geleugnet hatte, blieb umstritten. Dieser authentische Kriminalfall hat Jakob Wassermann zu seinem berühmten Roman inspiriert.

Der l6jährige Etzel ist ein leidenschaftlicher Befürworter menschlicher Gerechtigkeit. Er leidet unter der kalten, moralisch selbstgerechten Weltanschauung seines Vaters, des Oberstaatsanwaltes Freiherr von Andergast. Als Leonhart Maurizius vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wird, nimmt Etzel die Gelegenheit wahr, sich gegen seinen Vater aufzulehnen. Er will den zwanzig Jahre alten Prozeß wieder aufrollen.

Damals hatte sein Vater als junger Staatsanwalt den Kunsthistoriker Maurizius des Mordes an seiner Frau angeklagt und war maßgeblich an dessen Verurteilung beteiligt, obgleich Maurizius stets seine Unschuld beteuert hatte. Etzel will die Wahrheit über den Fall Maurizius herausfinden und reist zu Georg Warschauer, genannt Waremme, der in dem Prozeß als Kronzeuge aufgetreten war.

Bearbeitung Palma
Regie: Ulrich Lauterbach
Mit Gert Westphal, Willy Trenk-Trebitsch, Hermann Menschell, Marianne Hoppe, Fritz Kortner, Paul Hoffmann, Hans-Joachim Horn, Mathilde Einzig, Hans Caninenberg

Produktion: HR 1960
Länge: 36'14