Hörspiel, vom 06.10.2021, 22:03 Uhr

Hörspiel: Bruchlinien aus der WendezeitGute Onkels

Von Falk Rößler

Ein Autor porträtiert seine drei Onkel aus Frankfurt an der Oder. Wie ist der Wiedervereinigungsprozess mit all den ungeahnten Chancen und sozialen Erschütterungen für sie gelaufen? Eine Suche nach den Rissen der Nachwendebiografien, 30 Jahre später.

Ossi oder Wessi, fragt ein Graffito an der Wand. Auch 28 Jahre nach der Wiedervereinigung existieren diese Kategorien. (Imago / Müller-Stauffenberg)
Ist der Übergang vollzogen? (Imago / Müller-Stauffenberg)

"Meine drei Onkel kommen aus Frankfurt an der Oder. Sie waren 18 und 20 Jahre alt, als die 'Wende' kam. Ihr Erwachsenenleben sollte gerade beginnen, da erlebten sie – wie alle Ostdeutschen – einen umgreifenden gesellschaftlichen Umbruch: Überzeugungen, Selbstverständlichkeiten und Zukunftspläne wurden auf den Prüfstand gestellt und mussten oftmals verworfen werden. Ungeahnte Möglichkeiten standen sozialen Verwerfungen gegenüber. Alles gleichzeitig. Mittlerweile sind 28 Jahre vergangen, der Übergang ist vollzogen. Aber die Bruchlinien sind noch da. Höchste Zeit für meine Generation, ihnen auf den Grund zu gehen." Falk Rößler


Gute Onkels
Von Falk Rößler
Regie: der Autor
Mit: dem Autor, Frank, René und Rocco, Christian Bangel, Michael Hiersche, Annika Pinske, Heike Rößler
Ton: Alexander Brennecke, Andreas Stoffels, Eugenie Kleesattel
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019
Länge: 54'37
Eine Wiederholung vom 17.06.2019


Falk Rößler, geboren 1983 in Frankfurt (Oder), Regisseur, Performer, Komponist und Musiker in den Bereichen Theater, Performance und Tanz. Er bewegt sich sowohl in der Freien Szene als auch im Stadt- und Staatstheaterbereich. Mit seiner Theatergruppe FUX (mit Nele Stuhler und Stephan Dorn) wurde er 2014 und 2016 als bester deutschsprachiger Nachwuchskünstler in der Kritikerumfrage der Zeitschrift "Theater heute" nominiert. 2016 Ponto Performance Preis. Für Deutschlandfunk Kultur: "FUX GEWINNT 4/3" (2017), "Witzig!" (2021, zusammen mit Tino Kühn und Nils Weishaupt). 

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