Klangkunst, vom 18.09.2015, 00:05 Uhr

Historischer KlimawandelDry Haze - Das Jahr ohne Sommer

Nach einem Text von Lord Byron
Von Werner Cee

Im Jahre 1816, nach dem Ausbruch eines indonesischen Vulkans, verschleierte trockener Nebel den Himmel über weiten Teilen Europas und schirmte die Sonneneinstrahlung ab.

Die eingetrübte Atmosphäre inspirierte Lord Byron.  (picture alliance / dpa /  Patrick Pleul)
Die eingetrübte Atmosphäre inspirierte Lord Byron. (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Auch literarisch hatte die eingetrübte Atmosphäre Folgen, und inspirierte Lord Byron zu seinem berühmten Gedicht "Darkness". Heute dienen die Erfahrungen aus diesem "Jahr ohne Sommer" Vertretern des Geoengineering als Vorbild, wenn sie daran denken, die Atmosphäre mithilfe eines künstlichen Vulkanausbruchs abzukühlen.

"Dry Haze" ist der Soundtrack zu dieser abgeschatteten Welt.

"I had a dream, which was not all a dream./The bright sun was extinguish'd, and the stars/
Did wander darkling in the eternal space,/Rayless, and pathless, and the icy earth/
Swung blind and blackening in the moonless air."(Lord Byron) 

Stimme: Rachel Unthank, Becky Unthank, Adrian McNally, Neville Tranter
E-Gitarre: Alf Terje Hana
E-Chin: Werner Cee
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2013

Länge: 47'31

 

Werner Cee, geboren 1953, ist Klangkünstler und Komponist.  2Fires of the Earth 2 (SWR 2012),  2Dry Haze 2 (Deutschlandradio Kultur 2013), "Accidental Paradise" (SWR/Deutschlandradio Kultur 2013) bilden ein Triptychon: "Das Anthropozän".

Ursendung - KLIMA|ANLAGE
(Deutschlandradio Kultur, Klangkunst, 25.09.2015)

Klanginstallation mit Wetterdaten - Der Klimawandel akustisch
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 17.09.2015)

Klimaethik, Unendlichkeit und Bilder der Flucht
(Deutschlandradio Kultur, Sein und Streit, 06.09.2015)

Abonnieren Sie unseren Newsletter!