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Kulturnachrichten

Dienstag, 26. November 2019

Hip-Hop-Magazin "Juice" stellt Printausgabe ein

Das Hip-Hop-Magazin "Juice" stellt seine gedruckte Ausgabe ein. Es werde aber online weitergehen mit Abofunktion und das ab März nächsten Jahres, schreiben die Macher der Musikzeitschrift auf ihrer Website. Für die gedruckte Ausgabe habe man all die Jahre versucht, der negativen Kaufentwicklung entgegenzuwirken: "Doch am Ende war alles ein Tropfen auf den heißen Stein, denn das Format Print ist tot". Die letzte Printausgabe von Deutschlands ehemals wichtigstem Hip-Hop-Magazin, das 1997 gegründet wurde, erscheint am 28. November.

Hetty Berg neue Direktorin des Jüdischen Museums Berlin

Die Entscheidung des Stiftungsrates war einstimmig: Am 1. April nächsten Jahres wird die Museums-Managerin Hetty Berg Chefin des Jüdischen Museums Berlin. Die 1962 geborene Niederländerin ist derzeit Chefkuratorin am Joods Cultureel Kwartier in Amsterdam. Der bisherige Direktor in Berlin, Peter Schäfer, war nach Kontroversen um die Ausrichtung von Veranstaltungen und Ausstellungen zurückgetreten. Das war weltweit kritisiert worden.

Geringerer Schaden im Grünen Gewölbe als befürchtet

Bei dem Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe in Dresden sind weniger Schmuckstücke gestohlen worden, als befürchtet. Direktor Syndram sagte, viele Stücke der Garnituren seien noch da, etwa der Hofdegen oder die beiden Perlenketten der Königin. Eine genaue Zahl der verschwundenen Teile wollen die Kunstsammlungen morgen bekannt geben. Die Ermittler gehen unterdessen davon aus, dass die Täter über Insiderwissen verfügten. Angesichts der Videoaufnahmen hatten die bewaffneten Sicherheitsleute entschieden, nicht einzugreifen, um den sogenannten sächsischen Staatsschatz zu schützen.

Journalistin Forudastan leitet CIVIS Medienstiftung

Ferdos Forudastan, Ressortleiterin Innenpolitik der "Süddeutschen Zeitung" und frühere Pressesprecherin von Bundespräsident Joachim Gauck, wird neue Geschäftsführerin der CIVIS Medienstiftung sowie Leiterin des WDR Europaforums. Das gab der WDR bekannt. Die CIVIS Medienstiftung in Köln ist ein mediales Netzwerk für Migration, Integration und kulturelle Vielfalt in Europa. Sie widmet sich der Meinungsbildung zu allen relevanten gesellschaftspolitischen Fragen der europäischen Einwanderungsgesellschaft. Unter anderem zeichnet sie jährlich europäische Programmleistungen zum Thema im Film, Fernsehen, Radio und Internet mit dem CIVIS Medienpreis aus.

Schimmang erhält Niedersächsischen Literaturpreis

Der Autor Jochen Schimmang ist der erste Preisträger des Walter-Kempowski-Preises für biografische Literatur des Landes Niedersachsen. In seinen Texten thematisiere Schimmang autobiografische Themen genauso wie gesellschaftlich relevante Fragen, begründet das Ministerium die Wahl. Der 1948 in Northeim geborene Autor soll die Auszeichnung im Dezember in Hildesheim erhalten. Kernanliegen des mit 20.000 Euro dotierten Preises ist es Schriftsteller auszuzeichnen, denen es gelingt, Einflüsse zeitgeschichtlicher Ereignisse auf die individuelle Biografie darzustellen.

Latchinian gegen Volkstheater Rostock: Kein Prozess

Der Prozess vor dem Landgericht Rostock um die Kündigung des Ex-Intendanten des Volkstheaters Rostock, Sewan Latchinian, ist aufgehoben worden. Wie das Gericht mitteilte, sei dies auf Bitten beider Parteien wegen "aussichtsreicher außergerichtlicher Vergleichsgespräche" geschehen. Details zum bevorstehenden Vergleich zwischen Latchinian und der Volkstheater Rostock GmbH wurden nicht genannt. Latchinian klagt auf Fortbestand seines früheren Arbeitsvertrags, der im Februar 2017 wegen eines gestörten Vertrauensverhältnisses fristlos gekündigt wurde. Latchinian ist derzeit künstlerischer Leiter der Hamburger Kammerspiele.

Rekordsumme für Bibel aus Gutenberg-Presse

Eine Bibel aus der Druckerpresse von Johannes Gutenberg ist in Hamburg für 1.050 000 Euro versteigert worden. Ein Schweizer Sammler habe das zweibändige Werk aus dem Jahr 1462 gekauft , teilte das Auktionshaus Ketterer Kunst mit. Damit sei die "Biblia latina" die teuerste Bibel, die jemals in Deutschland ersteigert wurde. Die Bibel von Johannes Fust und Peter Schöffer, den direkten Nachfolgern von Johannes Gutenberg, sei ein "Meisterwerk, das noch zu Lebzeiten des Erfinders des Buchdrucks gedruckt wurde", hieß es. Das äußerst seltene, ganz auf Pergament gedruckte Exemplar sei in seiner Kunstfertigkeit auf direkter Augenhöhe mit der Gutenbergbibel zu sehen.

Schumacher-Ferrari wird versteigert

Eines der legendärsten Formel-1-Autos der Geschichte kommt unter den Hammer: der Ferrari F2002 von Rekordweltmeister Michael Schumacher. Das Auktionshaus Sotheby's geht davon aus, dass der Kaufpreis für die "Rote Göttin" beim Saisonabschluss in Abu Dhabi am Samstag zwischen 5,5 und 7,5 Millionen Dollar liegen wird. Das entspricht fünf bis sieben Millionen Euro. Beim F2002 handelt es sich um das originale Rennauto, mit dem Schumacher 2002 in Frankreich seinen fünften von insgesamt sieben WM-Titeln gewonnen hatte. Einen Teil des Erlöses aus der Versteigerung soll die Keep Fighting Foundation bekommen. Die Stiftung unterstützt Projekte im Bereich Kultur, Bildung, Wissenschaft und Gesundheit.

Holocaustgedenkstätte fordert Hitler-Gegenstände

Die Jerusalemer Holocaustgedenkstätte Yad Vashem erhebt Anspruch auf Hinterlassenschaften Adolf Hitlers. Sie waren zuvor von einem libanesischen Geschäftsmann ersteigert worden. "Die Mörder seien Teil der Geschichte des Holocaust, und um einen verzerrten Gebrauch ihrer Gegenstände wie Handel oder Personenkult zu verhindern, sollten sie bei Yad Vashem aufbewahrt werden", heißt es in einer Stellungnahme der Gedenkstätte gegenüber der Tageszeitung Haaretz. Der Diamantenhändler Abdallah Chatila hatte angekündigt, zehn auf der umstrittenen Münchner Versteigerung erworbene Gegenstände Hitlers im Wert von 600.000 Euro an eine Stiftung zu übergeben. Unter den ersteigerten Dingen befinden sich Hitlers Faltzylinder, seine Schreibmaschine sowie eine Ausgabe von "Mein Kampf".

Mendelssohn-Ausstellung in Berlin verwüstet

Unbekannte haben eine Dauerausstellung über die Familie des jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn in einer Berliner Friedhofskapelle verwüstet. Wie die Polizei mitteilte, drangen der oder die Täter vermutlich am vergangenen Wochenende in das Gebäude ein, schlugen Informationskästen ein und hinterließen Farbschmierereien unterschiedlicher Art: Neben Hakenkreuzen auch Symbole aus der linksextremistischen Szene. Eine Zuordnung der Tat zu einer politischen Motivation sei daher schwierig. Es sei auch nicht auszuschließen, dass eventuell verschiedene Täter eindrangen. Die Kapelle liegt auf einem Friedhof im Stadtteil Kreuzberg.

Grünes Gewölbe bleibt nach Kunstraub geschlossen

Nach dem Kunst-Diebstahl bleibt das Historische Grüne Gewölbe in Dresden vorerst geschlossen. Direktor Syndram sagte dem Mitteldeutschen Rundfunk, er rechne mit einer längeren Schließzeit. Die anderen Museen im Residenzschloss sollen morgen wieder öffnen. Bei dem Einbruch gestern Morgen waren Teile einer Brillantengarnitur und zweier Diamantengarnituren aus einer Vitrine gestohlen worden. Die Fahndung nach den Tätern blieb bisher erfolglos.

Keine deutschen Preisträger bei International Emmys

Die ZDF-Reihe "Bad Banks" hat bei der Verleihung der International Emmys in der Kategorie "Beste Dramaserie" gegen die britische Produktion "McMafia" verloren.
Herausgekommen war das beim internationalen Ableger der wichtigsten US-Fernsehpreise versehentlich bereits zu Beginn der Gala, weil ein Laudator den falschen Umschlag dabei hatte. Auch der Krefelder Schauspieler Jannis Niewöhner, Hauptdarsteller der Amazon-Thrillerserie "Beat", musste der Konkurrenz den Vortritt lassen. Den Preis für die beste schauspielerische Leistung erhielt der Türke Haluk Bilginer.

Streit um gemeinsame Schlösserstiftung

Die geplante gemeinsame Schlösserstiftung von Thüringen und Sachsen-Anhalt erhitzt weiter die Gemüter. Thüringen drohe dadurch seine kulturelle Identität zu verlieren, sagte der Geschäftsführer der Gesellschaft für Thüringer Schlösser und Gärten, Dieter Höhnl, der Deutschen Presse-Agentur. Durch den geplanten Zusammenschluss zur Kulturstiftung Mitteldeutsche Schlösser und Gärten gehe für den Freistaat "ein Stück kollektives Gedächtnis" verloren, meinte Höhnl. Hintergrund ist, dass der Bund den beiden Ländern 200 Millionen Euro zum Abbau von Sanierungsstaus bei Schlössern und Gärten in Aussicht stellt. Voraussetzung dafür ist aber die Gründung einer gemeinsamen Stiftung und dass beide Länder jeweils weitere 100 Millionen Euro aufbringen. Rechtssitz und einer der beiden Hauptverwaltungsstandorte der Stiftung soll Halle (Saale) werden. Der Standort in Thüringen ist noch offen.

Ahmet Altan setzt auf Mitleid gegen Nationalismus

Jeder Mensch sei verpflichtet "aufzustehen und für das Wohl der Menschheit zu kämpfen". Diese Worte hat der türkische Journalist Ahmet Altan in München verlesen lassen, wo ihm am Abend in Abwesenheit der Geschwister-Scholl-Preis verliehen worden ist. Der 69-Jährige Regierungskritiker wurde für seine Texte aus dem Gefängnis ausgezeichnet, in dem er seit 2016 inhaftiert ist. Gegen Nationalismus, Hass und Dummheit helfe nur Mitleid, Güte und Klugheit, so Altan.

Überlebende kritisiert Gemeinnützigkeits-Entzug

Die Holocaust-Überlebende Esther Bejarano hat die Bundesregierung aufgefordert, gegen die Aberkennung der Gemeinnützigkeit für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) vorzugehen. In einem Brief an Finanzminister Olaf Scholz (SPD), fordert sie dazu auf, "alles zu tun, um diese unsägliche, ungerechte Entscheidung der Aberkennung der Gemeinnützigkeit der Arbeit der VVN-BdA rückgängig zu machen". Die Vereinigung wurde von Überlebenden der deutschen Konzentrationslager gegründet, nimmt aber auch jüngere Antifaschisten auf. Das Berliner Finanzamt für Körperschaften I hatte dem Verein die Gemeinnützigkeit entzogen. Die Entscheidung wurde damit begründet, dass der Verein in den Verfassungsschutzberichten Bayerns seit Jahren als linksextreme Vereinigung geführt wird.

Museum gibt Gemälde an Erbin - und kauft es zurück

Das Dürener Leopold-Hoesch-Museum hat ein im Zweiten Weltkrieg geraubtes Gemälde des Expressionisten Heinrich Campendonk der Erbin eines jüdischen Sammlers zurückgegeben - und gleich wieder zurückgekauft. Das Gemälde "Bild mit Tieren" stammt aus der Kunstsammlung des jüdischen Mäzens Alfred Hess, dessen Familie vor den Nationalsozialisten geflohen war. Da es sich bei dem Bild nachweislich um verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut handele, habe sich die Stadt Düren entschlossen, das Bild an die Erbin zurückzugeben, teilte die Verwaltung mit. Um das Bild für die Sammlung des Museums und damit für die Öffentlichkeit zu erhalten, habe man mit der Erbin vereinbart, das Bild für eine nicht näher genannte Summe zurückzukaufen.

Britischer Bestseller-Autor Lee Child will Ire werden

Der britische Bestseller-Autor Lee Child hat die irische Staatsbürgerschaft beantragt. Er wolle auch nach dem Brexit noch frei in der EU reisen können, so der Thriller-Autor in der Zeitung "Irish Times". Child geht nach eigenen Angaben davon aus, die irische Staatsbürgerschaft schon "sehr bald" zu erhalten, weil sein Vater im nordirischen Belfast geboren wurde. Child, der mit bürgerlichem Namen James Grant heißt, sagte, Großbritannien sei ein "dummes und frustrierendes Land". Der 65-Jährige hält Johnson für das Produkt eines elitären Systems von Privilegierten: "Wenn Johnson auf meine Schule gegangen wäre, wäre er kein Premierminister geworden". Auf die Frage, was geschehen würde, wenn Johnson mit seinem fiktiven Ermittler Jack Reacher in ein abgelegenes Bauernhaus gesperrt würde, antwortete Child: "Nur einer von beiden käme lebend heraus, und das wäre nicht Boris".

Neue Direktorin des Museums Sinclair-Haus

Die Kulturwissenschaftlerin Kathrin Meyer wird neue Direktorin des Museums für zeitgenössische Kunst "Sinclair-Haus" in Bad Homburg. Sie werde am 15. Februar kommenden Jahres ihr neues Amt antreten, teilte das Museum mit. Die 40-Jährige war zuletzt am Deutschen Hygiene-Museum Dresden als Kuratorin und Projektleiterin für die Ausstellung "Von Pflanzen und Menschen" verantwortlich. Sie folgt auf Andrea Firmenich, die als Generalsekretärin in den Vorstand der Kunststiftung NRW in Düsseldorf gewechselt war.

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