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Donnerstag, 17.10.2019
 
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Jazz | Beitrag vom 30.09.2019

HighlightsJazz im Oktober

Von Matthias Wegner

Die Saxofonistin Matana Roberts. (Paula Court )
Die Saxofonistin Matana Roberts. (Paula Court )

Das Label ECM feiert in diesem Jahr ausführlich sein 50-jähriges Jubiläum und hat einen entsprechend großen Output. Neue Alben gibt es zudem von Sängerin Jazzmeia Horn und Saxofonistin Mantana Roberts.

Dienstag, 01. Oktober / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
50 Jahre ECM – ein Label schreibt (Musik-)Geschichte

Manfred Eicher (Bart Babinski)Manfred Eicher (Bart Babinski)

Als Manfred Eicher 1969 in München ECM Records gründete, die "Edition of Contemporary Music", war es in erster Linie die Unzufriedenheit mit der Qualität vieler Jazz-Produktionen der Zeit, die ihn antrieb. Ob Mal Waldron (er war der Erste) oder später Chick Corea, Keith Jarrett, Pat Metheny, Jan Garbarek und Julia Hülsmann – sie alle profitierten von der besonderen, sehr differenzierten Arbeitsweise in den ECM-Studios. Und nicht zuletzt auch von Manfred Eicher selbst, der bis heute der Fixpunkt des Labels ist und mit seinen Ohren jede Aufnahme zu einem individuellen, intensiven Klang-Erlebnis macht.

Moderation: Vincent Neumann

Montag, 07. Oktober / Tonart am Vormittag, 11:45 Uhr
Jazzgesang mit sozialer Dimension: Jazzmeia Horn "Love & Liberation"

Jazzmeia Horn (Jacob Blickenstaff)Jazzmeia Horn (Jacob Blickenstaff)

In nur wenigen Jahren hat sich die 28-jährige Sängerin Jazzmeia Horn im US-Amerikanischen Jazz durchgesetzt. Nachdem sie verschiedene Nachwuchs-Preise gewonnen hatte, veröffentlichte sie 2017 ihr bemerkenswertes  Debütalbum "Social Call", auf dem sie mit einer großen Reife und einer verblüffenden Souveränität die Jazzwelt beeindrucken konnte. Nun kommt das Nachfolge-Werk "Love & Liberation" auf den Markt. 

Autor: Ulrich Habersetzer

Dienstag, 08. Oktober / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
Universität des Jazz: Art Blakey & The Jazz Messengers

Der Schlagzeuger Art Blakey 1973 in London. (picture allliance/dpa/Foto: Jazz Services)Der Schlagzeuger Art Blakey 1973 in London. (picture allliance/dpa/Foto: Jazz Services)

Als der Jazz in den 70er Jahren zwischen Fusion-Orgien und Free-Jazz Exzessen taumelte, waren es die Bands von Schlagzeuger Art Blakey, die daran erinnerten, dass diese Musik mal ungemeinen Swing und Soul besaß. Stets nannte Blakey die Band Jazz Messengers. Unzählige Musiker sind durch diese Schule gegangen. Anfang der 1980er Jahre aber, da tauchten an Blakeys Seite junge Kerle auf, die man bald Young Lions nannte: Wynton und Branford Marsalis, Terrence Blanchard, Mulgrew Miller und andere. Musiker, die an die alten Werte glaubten und sie neu spielten. Viel Kritiker fanden das furchtbar und Miles Davis sagte, die Musik der jungen Löwen klänge wie ein aufgewärmter Truthahn. Anlässlich des 100. Geburtstages von Art Blakey am 11. Oktober blickt Andreas Müller in der Tonart Jazz zurück: auf die späten Tage der Jazz-Messengers und auf die frühen Jahre der Young Lions.

Moderation: Andreas Müller

Mittwoch, 09. Oktober / Tonart  11:05 Uhr und 15:05 Uhr
Jazzkolumne: Das muss man gehört haben im Jazz
mit neuen Alben von Jamie Branch, Angel Bat Dawid und Erik Truffaz

Autor: Jan Tengeler

Freitag, 11. Oktober / Tonart  am Vormittag 11:05 Uhr
Jazzgeneration 1919: Der Schlagzeuger Art Blakey

Der amerikanische Jazz-Schlagzeuger Art Blakey (1919-1990)  (picture alliance / dpa)Der amerikanische Jazz-Schlagzeuger Art Blakey (1919-1990) (picture alliance / dpa)

Autor: Sky Nonhoff

Montag, 14. Oktober / In Concert  20:03 – 21:30 Uhr
Mystische Welt voller Zwischentöne: das Andy Sheppard Quartet    

OLYMPUS DIGITAL CAMERA (D. Vass / ECM Records)Michel Benita, Andy Sheppard, Sebastian Rochford, Eivind Aarset (D. Vass / ECM Records)

Seit vielen Jahren ist der Saxofonist Andy Sheppard eine wichtige Konstante im britischen Jazz, der aber auch schon lang international sehr gut vernetzt ist. Bis heute tritt er regelmäßig im Trio mit den beiden US-Amerikanern Carla Bley und Steve Swallow auf, setzt aber auch mit seinem eigenen Quartett  Maßstäbe, was Sound und Melodienreichtum angeht. 2015 erschien das hochgelobte Album "Surrounded by Sea". Seitdem wurde das gemeinsame Repertoire noch weiter ausdifferenziert und verfeinert. Diese Musik ist ein Ausflug in eine mystische Welt voller Zwischentöne.    

Andy Sheppard Quartet
Andy Sheppard, Saxofon
Eivind Aarset, Gitarre und Electronics
Michel Benita, Bass
Seb Rochford, Schlagzeug 

Cheltenham Jazz Festival, Town Hall
Aufzeichnung vom 06.05.2018

Moderation: Matthias Wegner

Dienstag, 15. Oktober / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
60 Jahre Ronnie Scott’s Club in London

Frith Street 47 in Londons Stadtteil Soho ist eine der vornehmsten Adressen im Jazz. Dort residiert seit 1965 Ronnie Scott’s Jazz Club. Der wurde als Institution aber schon 1959 gegründet und eröffnete am 30. Oktober des Jahres in der Gerrard Street ebenfalls in Soho. Für viele US-amerikansiche Jazzmusiker wurde der Londoner Jazzclub zur ersten Anlaufstation ihrer Europa-Tourneen. Die großen Stars waren da bei mindestens einwöchigen Gastspielen zu erleben. Der Hausherr selbst, der Tenorsaxophonist Ronnie Scott, lieferte im einen oder anderen Fall dann auch die Begleitband, wenn Musiker aus den Staaten ohne ihre Rhythmusgruppe anreisten. Die Tonart Jazz erinnert mit Ausschnitten aus Konzerten aus sechs Jahrzehnten an einige Sternstunden in Ronnie Scoptt’s Jazz Club mit Buddy Rich, der Clarke-Balond-Big-Band, mit Tubby Hayes, Blossom Dearie, Stan Getz, und vielen anderen.

Moderation: Lothar Jänichen

Montag, 21. Oktober / Tonart am Vormittag, 11:45 Uhr
Mantana Roberts und "Coin Coin Chapter Four: Memphis"

Die Saxofonistin Matana Roberts. (Paula Court )Die Saxofonistin Matana Roberts. (Paula Court )

Autor: Till Kober

Dienstag, 22. Oktober / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
Vorschau auf das Jazzfest Berlin 2019

Angel Bat Dawid (Alejandro Ayala)Angel Bat Dawid (Alejandro Ayala)

Vom 31. Oktober bis 3. November findet in Berlin wieder das renommierte  Jazzfest statt. Im Fokus: Das Kollektiv als künstlerische Ausdrucksform, Communities und internationale Begegnungen. Ausgehend vom Komponisten und Multi-Instrumentalisten Anthony Braxton, einer Zentralfigur der freien Improvisationsszene in den USA, entfaltet sich ein Programm mit insgesamt 28 musikalischen Acts und einem Rahmenprogramm mit Filmen und Gesprächen. Außerdem sind wieder zahlreiche Deutschlandpremieren zu erleben. Manuela Krause gibt einen Überblick über das umfangreiche Programm.

Mit Musik u.a. vom Trio Moskus, Kim Collective, Christian Lillinger, Cansu Tanrikulu, Ambrose Akinmusire, Eve Risser, James Brandon Lewis, Angel Bat David & Tha Brothahood u.v.m

Moderation: Manuela Krause

Mittwoch, 23. Oktober / Tonart  11:05 Uhr und 15:05 Uhr
Jazzkolumne: Das muss man gehört haben im Jazz

Autor: Ulrich Habersetzer

Montag, 28. Oktober / In Concert  20:03 – 21:30 Uhr
Überraschende Sound-Transparenz: Joe Lovano "Tapestry"

Das Joe Lovano Trio Tapestry ist auf der Bühne beim Jazzfest Bonn zu sehen (Nathan Dreessen)Joe Lovano Trio Tapestry (Nathan Dreessen)

Joe Lovano Trio "Tapestry"
Joe Lovano, Saxofon
Marilyn Crispell, Klavier
Carmen Castaldi, Schlagzeug

Jazzfest Bonn, Bundeskunsthalle
Aufzeichnung vom 18.05.2019

Moderation: Matthias Wegner

Dienstag, 29. Oktober / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
"Quiet riot" – Swing-Schlagzeuger der 1930er und 40er Jahre

Buddy Rich, Konzert in der Philharmonie Berlin  (imago/BRIGANI-ART)Buddy Rich gibt ein Konzert in der Philharmonie Berlin (imago/BRIGANI-ART)

Das Herzstück einer Swing Band ist ihre Rhythm Section mit dem Schlagzeug, das die Combo antreibt und das Fundament legt. Drummer wie Chick Webb, Cozy Cole, Sid Catlett, Buddy Rich und Gene Krupa leiteten eigene Orchester. Das Swing Feeling von Jo Jones, Sonny Greer, Pauline Braddy und vielen anderen versorgte Bands mit heißen Trommelwirbeln oder mit dezentem Groove.

Moderation: DJ Swingin‘ Swanee

Konzert

RunfunkchorLounge im silent greenPulse of Europe
(© Jonas Holthaus)

Was bedeutet Musik für die kulturelle Identität unseres Erdteils? Und was bedeutet Europa für die Musik? Wie viel wiegt die Idee eines einigen Europas heute? Ein Konzert des Rundfunkchors Berlin, das einige Überraschungen bereit hält. Mehr

Wiener StaatsoperMagische Verwechslungsgeschichte
Eine Szene aus Benjamin Brittens Sommernachtstraum an der Wiener Staatsoper mit Mitgliedern der Opernschule, der Sopranistin Erin Morley und dem Bariton Peter Rose (Wiener Staatsoper/Michael Pöhn)

Nach 55 Jahren zeigt die Wiener Staatsoper eine neue Inszenierung von Benjamin Brittens „Ein Sommernachtstraum“ mit Erin Morley als Titania und Lawrence Zazzo als Oberon. Die musikalische Leitung hat die Dirigentin Simone Young. Mehr

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