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Mittwoch, 25.11.2020
 
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Jazz | Beitrag vom 30.10.2020

HighlightsJazz im November

Von Matthias Wegner

Rob Luft und Elina Duni (Nicolas Masson)
Rob Luft und Elina Duni (Nicolas Masson)

Selbst in diesen merkwürdigen Zeiten wird noch immer bemerkenswerter Jazz veröffentlicht. In diesem Monat u.a. von den Sängerinnen Elina Duni und Lucia Cadotsch, sowie vom Bandoneon-Spieler Dino Saluzzi.

Montag, 02. November / Tonart am Vormittag, 11:05 Uhr
Keith Jarrett: "Budapest Concert" zum Ende der Live-Karriere

Keith Jarrett (Henry Leutwyler)Keith Jarrett (Henry Leutwyler)

Der Pianist Keith Jarrett hat kürzlich angekündigt, dass er aus gesundheitlichen Gründen, keine Konzerte mehr geben kann. Mit dem "Budapest Concert" von 2016 wird nun immerhin ein weiterer Solo-Live-Mitschnitt von ihm veröffentlicht.

Autor: Matthias Wegner

Dienstag, 03. November / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
Jazz-Wohlklang in merkwürdigen Zeiten

Melody Gardot sitzt mit dunkler Sonnenbrille vor einem alten Klavier. (imago/Hans Lucas/David Himbert)Die Jazzerin Melody Gardot am 27. Juni 2019 beim Montreal International Jazz Festival in Kanada (imago/Hans Lucas/David Himbert)

"Meine Musik ist immer so etwas wie der Ort, an dem ich gerade am liebsten wäre" – sagt Till Brönner, und dementsprechend heißt das neue Album des Trompeters nicht nur "On Vacation", sondern klingt auch nach einem sonnigen Tag am Strand. Auch andere Jazz-Künstler wie Martin Tingvall oder zuletzt Melody Gardot verharren nicht im Krisen-Modus, sondern machen aus der Not eine Tugend und schicken mit ihrer Musik viel positive Energie hinaus in die Welt. Mit Wohlklang gegen die Tristesse. 

Moderation: Vincent Neumann

Mittwoch, 04. November / Tonart 11:05 Uhr und 15:05 Uhr
Jazzkolumne: Das muss man gehört haben im Jazz

Der Jazzpianist und Komponist Alexander von Schlippenbach legte 2009 in der Bar Tausend in Berlin bei Verve Club auf. (picture alliance / dpa / XAMAX)Der Jazzpianist und Komponist Alexander von Schlippenbach 2009 am DJ-Pult in Berlin beim Verve Club. (picture alliance / dpa / XAMAX)

Mit neuen Alben von Ben Wendel, Grapha und Alexander von Schlippenbach.
Autor: Ulrich Habersetzer

Freitag, 6. November / Konzert 20:03 – 22:00 Uhr
Live vom Jazzfest Berlin

Nadin Deventer (Christoph Neumann)Nadin Deventer (Christoph Neumann)

"Jetzt erst recht!" – so lautet ein Motto des diesjährigen Jazzfestes in Berlin. Bis zum letzten Moment bleibt es spannend, wie die Streaming-Variante des Festivals aussehen wird, das die künstlerische Leiterin Nadin Deventer in diesem Jahr präsentieren kann. Deutschlandfunk Kultur ist auf jeden Fall live dabei.

Moderation: Matthias Wegner

Montag, 09. November / Tonart am Vormittag, 11:05 Uhr
Der Bandoneon-Spieler Dino Saluzzi und "Albores"

Dino Saluzzi (Juan Hitters / ECM Records)Dino Saluzzi (Juan Hitters / ECM Records)

Der 85-jährige Argentinier Dino Saluzzi hat schon vor Jahrzehnten das Bandoneon im Jazz etabliert und auf diesem Instrument eine beeindruckende Diskographie eingespielt. Werk eingespielt.  Sein neues (Solo-) Album "Albores" entzieht sich sämtlichen Kategorien und lädt uns ein zu einer großen spirituellen Erfahrung. 

Autor: Wolf Kampann

Montag, 9. November/ In Concert 20:03 – 21:30 Uhr
Expressionismus pur: der Saxofonist Emile Parisien

Der Saxophonist Émile Parisien mit seinem Instrument (Sylvain Gripoix)Der französische Sopransaxophonist Émile Parisien (Sylvain Gripoix)

Der französische Saxophonist Emile Parisien ist ein sehr vielseitiger Musiker und auch bei uns in Deutschland ziemlich bekannt. Nicht zuletzt durch sein unschlagbares Duo mit dem Bandoneonisten Vincent Peirani. Emile Parisien hat in den letzten Jahren auch sein exzellentes Quartett weiter vorangetrieben und ist damit noch kurz vor dem 1. Lockdown im Grillo Theater in Essen aufgetreten. 

Emile Parisien Quartet
Emile Parisien, Sopransaxofon
Julien Touery, Piano
Ivan Gélugne, Bass
Julien Loutelier, Schlagzeug
Grillo Theater, Essen

Aufzeichnung vom 01.03.2020

Moderation: Matthias Wegner

Dienstag, 10. November / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
Hard-Bop – ein "unkaputtbarer" Jazz-Stil

Der Jazz-Saxofonist Dexter Gordon in den 1980er-Jahren, auf einem roten Sofa sitzend, neben ihm ein Saxofon.Der Jazz-Saxofonist Dexter Gordon in den 1980er-Jahren.

Mit Musik u.a. von Dexter Gordon, Lee Morgan und Bobby Timmons

Die Zeit des Hardbop der 50er und 60er war eine der spannendsten der Jazzgeschichte. Musiker wie Cannonball Adderley, Lee Morgan oder Jimmy Smith hatten ihn auch über eingefleischte Jazz-Zirkel hinaus enorm bekannt gemacht. Die Art Blakey-Schule hatte außerdem eine lange Reihe von sensationellen Spielern mit großer Strahlkraft hervorgebracht. Labels wie Blue Note oder Prestige, Riverside und Atlantik waren auch in den Plattenschränken des jungen Rockpublikums zu finden. Der wahnsinnige Erfolg des Rock 'n' Roll und des Pop der 50er und 60er, von Elvis bis zu den Beatles stellten den Jazz aber vor neue Herausforderungen, die viele als Chance wahrnahmen. Stile und Sounds der Zeit wirkten auch in den Jazz. Er wurde Groove-betonter, melodiöser, souliger. Statt über einem längeren harmonischen Gerüst zu improvisieren, wie im Bop der 50er, spielte ein "tanzender" Groove eine Rolle, die harmonischen Motive wurden kürzer, der Bass emanzipierte sich als Formgeber. Die Stücke bekamen auch melodiösen Schub, weil Soul, Gospel und Blues nun noch stärker im Jazz auftauchten. Hardbop revisited mit einem Streifzug durch den Souljazz der 60er.

Moderation: Oliver Schwesig

Montag, 16. November / Tonart am Vormittag, 11:05 Uhr
"A Gershwin Playground" – das Guy Mintus Trio

Der 29-jährige, auch klassiksozialisierte Jazzpianist Guy Mintus ist nach sieben New Yorker Lehr- und Wanderjahren in seine israelische Heimat Israel zurückgekehrt. Nun feiert er samt Trio sein Debüt beim Label enja mit "A Gerswhin Playgound", einer wahrlich spiel- und experimentierfreudigen Neulektüre einiger emblematischer Werke des US-Amerikaners.

Autorin: Katrin Wilke

Dienstag, 17. November / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
Blue Note Re:Imagined - Klassiker versus Neuinterpretationen

Die jüngere britische Jazzszene hat alte Klassiker des Labels Blue Note neu interpretiert und auf einem neuen Doppel-Album zusammengestellt. Können diese Versionen mit den Originalen mithalten? Interessant ist auf jeden Fall eine Gegenüberstellung.

Moderation: Sophia Fischer

Mittwoch, 18. November / Tonart 11:05 Uhr und 15:05 Uhr
Jazzkolumne: Das muss man gehört haben im Jazz

Autor: Jan Tengeler

Montag, 23. November / Tonart am Vormittag, 11:05 Uhr
"Lost ships" - Elina Duni und Rob Luft

Rob Luft und Elina Duni (Nicolas Masson)Rob Luft und Elina Duni (Nicolas Masson)

Moderation: Mathias Mauersberger

Montag, 23. November/ In Concert 20:03 – 21:30 Uhr
Höhepunkte vom Jazzfest Berlin 2020

Lakecia Benjamin (Elizabeth Leitzell)Lakecia Benjamin (Elizabeth Leitzell)

Lakecia Benjamin "Pursuance - The Coltranes"
Lakecia Benjamin, Altsaxofon
Charenee Wade, Gesang
Zaccai Curtis, Piano
Lonnie Plaxico, Bass
Darrell Green, Schlagzeug

Craig Taborn Trio
Craig Taborn, Piano
Tomeka Reid, Violoncello
Ches Smith, Schlagzeug

Jazzfest Berlin
Aus dem Club Roulette in New York
Aufzeichnungen vom 06.11.2020

Moderation: Matthias Wegner

Dienstag, 24. November / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
Die Kraft der Träume: Jazz-Talk mit Ingrid Laubrock

Takase Laubrock (Camille Blake)Aki Takase (Klavier) und Ingrid Laubrock (Saxofon) beim Jazzfest Berlin 2016. (Camille Blake)

Die deutsche Saxophonistin und Komponistin Ingrid Laubrock lebt seit 2009 in Brooklyn und ist dort ein fester Bestandteil der aktuellen Avantgarde-Jazz & Improvszene. Ihr besonderes Interesse gilt der Kommunikation, wie man an ihren zahlreichen Kollaborationen erkennen kann. Von Evan Parker über Norma Winstone bis hin zu Aki Takase, die Liste ist lang und beeindruckend. Ingrid Laubrock erkundet mit Vorliebe die Grenzen zwischen musikalischen Bereichen und schafft dort vielschichtige, dichte und oft anregende Klangwelten. Auf dem Schweizer Label Intakt erscheint nun ein neues Album von ihr: Dreamt Twice, Twice Dreamt -Music For Chamber Orchestra And Small Ensemble. Manuela Krause hat sich mit Ingrid Laubrock u.a. über diese neue Platte und ihren ungewöhnlichen Arbeitsansatz bei dem Träume ihr den Weg wiesen, unterhalten.

Moderation: Manuela Krause

Montag, 30. November / Tonart am Vormittag, 11:05 Uhr
Die Schweizer Sängerin Lucia Cadotsch und "Speak Low II"

Lucia Cadotsch (Dovile Sermokas)Lucia Cadotsch (Dovile Sermokas)

Als die Sängerin Lucia Cadotsch vor fünf Jahren ihr Trio-Album "Speak Low" vorlegte, war die Jazzwelt verblüfft. Soviel Direktheit, Schönheit und Intensität auf einmal hatte man lange nicht gehört. Nun gibt es den zweiten Streich auf dem Lucia Cadotsch ihre Band noch erweitert hat. Als Gäste sind dabei: Kit Downes an der Hammondorgel und Lucy Railton am Cello.

Moderation: Mascha Drost

Konzert

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