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Jazz / Archiv | Beitrag vom 01.08.2016

HighlightsJazz im August

Logo des 10. Festivals Jazzdor Strasbourg-Berlin
Im August gibt es auch Musik vom Jazzdor-Festival bei uns zu hören.

Anerkannte Jazzgrößen, spannende Neuentdeckungen und unbekümmerte Grenzgänger prägen das Jazzprogramm im Monat August. Der Saxofonist Nico Lohmann wird ebenso vorgestellt wie die französisch-syrische Musikerin Naissam Jalal mit ihrer Band "Rhythms of Resistance". In Sachen Live-Jazz geht es diesmal u.a. zur Jazzbaltica an die Ostsee, zum Jazzdor-Festival nach Berlin und zum internationalen Festival ins österreichische Leibnitz. Zudem beschäftigen wir uns ausführlich mit "Independet Jazz" aus Deutschland.

Montag, 1. August / Tonart Jazz, 11:35 Uhr
"Die Musik ist eine Baustelle" - der Saxofonist Nico Lohmann und sein neues Werk

Nico Lohmann Quintett  (Laura Jost)Nico Lohmann Quintett (Laura Jost)

Seit rund 15 Jahren mischt Nico Lohmann in der Berliner Jazzszene eifrig mit und setzt dort wertvolle Akzente. Geboren in der Lutherstadt Eisleben war Lohmann schon während seines Studiums an der Berliner "Hanns Eisler"-Musikhochschule sehr aktiv, war regelmäßig live zu hören und hat als Sideman zahlreiche Alben mit eingespielt. Er hat im Jazz Orchester von Hannes Zerbe ebenso mitgewirkt wie im Filmorchester Babelsberg, was nur zwei Beispiele seiner musikalischen Vielseitigkeit sind. Nun hat er mit "Merging Circles" ein neues Album als Bandleader vorgelegt.
Autor: Matthias Wegner

Montag, 1. August / In Concert, 20:03 – 21:30 Uhr
Kammermusikalischer Jazz bei Jazzdor: Un Poco Loco / Roberto Negro & Théo Ceccaldi

"Un Poco Loco" live beim "Jazzdor"-Festival in Berlin  (Mathieu Schoenahl )"Un Poco Loco" live beim "Jazzdor"-Festival in Berlin (Mathieu Schoenahl )

"Un Poco Loco" – was man übersetzen könnte  mit "ein wenig verrückt", ist eine legendäre Komposition des unvergessenen Bebop-Pianisten Bud Powell. 65 Jahre später nennt sich eine französische Band ebenfalls so  – und bezieht sich in ihrer Musik auch entsprechend auf die Bebop-Standards der 40er- und 50er-Jahre.  Der Auftritt von "Un Poco Loco" gehörte zu den großen Überraschungen des diesjährigen Jazzdor-Festivals in Berlin.

In einer weiteren Deutschlandpremiere treffen der Pianist Roberto Negro und der Geiger Theo Ceccaldi erstmals im Duo aufeinander. Beide Musiker verbindet eine große Liebe zum kammermusikalischen Jazz, der kaum Konventionen kennt. Beide spielen mit großer Tiefe und Intensität und immer wieder kommt ihr feiner Humor zum Vorschein.

Un Poco Loco
Fidel Fourneyron, Posaune
Geoffroy Gesser, Saxofon, Klarinette
Sébastien Bellah, Bass

Roberto Negro & Théo Ceccaldi
"Danse de Salon" (Deutschlandpremiere)
Roberto Negro, Klavier
Théo Ceccaldi, Geige
10. Jazzdor Strasbourg-Berlin
Kesselhaus, Berlin, 03.06.2016

Moderation: Matthias Wegner

Dienstag, 2. August  / Tonart Jazz, 01:05 – 05:00 Uhr

Mediterraner Jazz – eine sommerliche Reise durch den Mittelmeerraum mit aktuellen Veröffentlichungen aus Italien, Portugal, Spanien u.a. mit Musik von Savina Yannatou,  Dario Dominguez und Enrico Rava

Moderation: Lothar Jänichen

Montag, 8. August / Tonart Jazz, 11:35 Uhr
Naissam Jalal auf den Spuren von John Coltrane und Pharoah Sanders

Die in Frankreich 1984 als Tochter syrischer Einwanderer geborene Naissam Jalal hat sich bereits als Kind in den Klang der Flöte verliebt und zunächst eine klassische Ausbildung absolviert. Jazz erschien ihr zu verschlossen, bis sie das Album "Olé" von John Coltrane hörte und begriff, dass Volksmusik und Jazz durchaus miteinander zu vereinbaren sind.  2011 hat sie ihre Band "Rhythms of Resistance" gegründet, deren zweites Album nun auch in Deutschland erscheint: Osloob Hayati. Darauf gibt es deutliche Verbindungen zum spirituellen Jazz der späten 60er-, frühen 70er-Jahre. 

Autor:  Johannes Kaiser

Dienstag, 9. August / Tonart Jazz, 01:05 – 05:00 Uhr
Die vitale finnische Jazz-Szene - gestern und heute

Als das Christian Schwindt Quintet 1966 sein bahnbrechendes Album "For Friends And Relatives" veröffentlichte, wurde vom Rest der Welt nicht wahrgenommen. Eigentlich nur in Japan, wo für Originalpressungen des Albums bis zu 3500 Dollar bezahlt wurden. In der Band spielten mit Otto Donner und Heikki Sarmanto zwei Musiker, die in den nächsten Jahren zu den wichtigsten Innovatoren für den Jazz in Finnland  zählen sollten und bis heute ihre Spuren hinterlassen haben. Die aktuelle finnische Szene ist vital und facettenreich und wird u.a. von Musikern und Bands wie Timo Lassy, Jussi Lampela, Teddys Westcoaters und  Dalindèo maßgeblich geprägt.

Moderation: Andreas Müller

Montag, 15. August / Tonart Jazz, 11:35 Uhr
"Jazz ist Tanzmusik" - der Saxofonist Kenny Garrett spielt mit dem Groove

Kenny Garrett (Jimmy Katz )Kenny Garrett (Jimmy Katz )

Kenny Garrett war Ende der 80er einer der großen Aufsteiger im amerikanischen Jazz, durfte er doch mit dem großen Miles Davis durch die Welt touren. In den 90er-Jahren etablierte er sich als zupackender, kreativer Bandleader und legte pausenlos neue Alben vor.  Auf seinem neuen Album zelebriert Garrett den Groove im Jazz in unterschiedlichen Facetten, die von Einflüssen aus der karibischen Calypso-Musik bis hin zu HipHop-Beats reichen.   

Autor: Matthias Wegner

Montag, 15. August / In Concert, 20:03 – 21:30 Uhr
Die Suche nach Freiheit: Naissam Jalal beim Festival Jazzdor

Naissam Jalal & Rhythms of Resistance  (Mathieu Schoenahl)Naissam Jalal & Rhythms of Resistance (Mathieu Schoenahl)

Die große Entdeckung beim 10. Jazzdor-Festival in Berlin in diesem Jahr war die Flötistin Naissam Jalal mit ihrer Band Rhythms of Resistance. In dieser Band begegnen sich Orient und Okzident auf Augenhöhe. Und für Naissam Jalal ist Musik nicht nur eine Reise, sondern auch eine unaufhörliche Suche nach Freiheit. Sehr gut nachzuhören auf dem neuen Album "Osloob Hayati".

Naissam Jalal & Rhythms of Resistance
Naisaam Jalal, Flöte
Mehdi Chaib, Saxofon, Perkussion
Karsten Hochapfel, Gitarre, Violoncello
Matyas Szandai, Bass
Arnaud Dolmen, Schlagzeug, Perkussion

10. Jazzdor Strasbourg-Berlin
Aufzeichnung vom 02.06.2016

Moderation: Matthias Wegner

Dienstag, 16. August / Tonart Jazz, 01:05 – 05:00 Uhr
Höhepunkte vom Leibnitz Jazz-Festival 2015

Mit Musik u.a. von Dena DeRose, Tamara Lukasheva und Dave Douglas
Moderation: Lothar Jänichen

Dienstag, 23. August / Tonart Jazz, 01:05 – 05:00 Uhr
Musik aus Leidenschaft - Independent Jazz aus Deutschland

Melt Trio  (Stephanie Marcus)Melt Trio (Stephanie Marcus)

Kleine, aber feine Labels wie Traumton Records, Shoebill Music, Alien Transistor oder Whyplayjazz bescheren der deutschen Jazzszene seit Jahren interessante Veröffentlichungen fernab des Mainstreams. Verantwortlich ist in der Regel ein Musikliebhaber bzw. eine Musikliebhaberin, der / die mit viel Engagement jungen KünstlerInnen eine Plattform bietet. Mit Musik u.a. von Melt Trio, Heli, Frederik Köster und Sebastian Sternal,  Simon Kanzler, FM Trio, Phillip Zoubek, Themroc 3, Tilo Weber, Hornbeef, Kuu, Alien Ensemble, Saroos, The Millipede u.v.m.

Moderation: Manuela Krause

Montag, 29. August / Tonart Jazz, 11:35 Uhr
Auf der Suche nach der Mystik – der Pianist David Helbock

David Helbock  (Lynhan Balabat)David Helbock (Lynhan Balabat)

Der Pianist David Helbock wurde 1984 in Kolbach, Vorarlberg geboren. In seiner  vergleichsweise kurzen Karriere hat er bereits ein mächtiges Oeuvre eingespielt und sich vor allem auch als Komponist einen guten Namen gemacht. Die Songs seines neuen Albums kreisen thematisch um Mythen, Götter, Helden und Wunder. Herausgekommen ist ein besonderes Album.

Autor: Martin Risel 

Montag, 29. August / In Concert, 20:03 – 21:30 Uhr
Jazzbaltica 2016: Iiro Rantala & Ulf Wakenius / Cyminology

Iiro Rantala und Ulf Wakenius Duo:
Iiro Rantala, Klavier
Ulf Wakenius, Gitarre

Cyminology
Cymin Samawatie, Gesang
Benedikt Jahnel, Klavier
Ralf Schwarz, Bass
Tobias Backhaus, Schlagzeug
Martin Stegner, Bratsche

Jazzbaltica
Evers-Werft, Niendorf, 25.06.2016

Moderation: Matthias Wegner

Dienstag, 30. August / Tonart Jazz, 01:05 – 05:00 Uhr
You go to my head – swingende Liebeslieder der 1930er und 40er Jahre

Die Sängerin Billie Holiday (imago / United Archives International)Die Sängerin Billie Holiday (imago / United Archives International)

Cole Porter, Andy Razaf und andere schrieben romantische Songs, die durch laue Sommernächte schweben. Unerfüllte Sehnsüchte oder das Glück erwiderter Liebe, jede Nuance zwischenmenschlicher Beziehungen wurde seziert und benannt, meist ohne ins Kitschige abzugleiten. Billie Holiday, Martha Tilton, Jimmy Rushing und Sarah Vaughan erklären die Liebe.

Moderation: DJ Swingin‘ Swanee

Konzert

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