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Sonntag, 15.07.2018
 
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Jazz / Archiv | Beitrag vom 05.04.2018

HighlightsJazz im April

Von Matthias Wegner

Jazzmeia Horn (Jacob Blickenstaff)
Jazzmeia Horn (Jacob Blickenstaff)

Der April steht traditionell im Zeichen der jazzahead!, die vom 19.- 22.4. in Bremen stattfindet. Wir senden live aus Bremen und berichten im Vorfeld und im Nachgang von diesem bedeutenden Treffpunkt der internationalen Szene aus verschiedenen Perspektiven. Wir widmen uns außerdem dem „Pulsar Trio“ aus Potsdam, stellen ein neues Album des amerikanischen Vibraphonisten David Friedman vor und unterhalten uns ausführlich mit dem Bassisten und Komponisten Lukas Kranzelbinder

Dienstag, 3.April  / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
Neuere Jazzgeschichte: der "Acid Jazz" der 90er Jahre

Als die Zeit der "Eisernen Lady" zu Ende ging, bildete sich in England eine neue musikalische Spielart: der "Acid Jazz" – modern, tanzbar und angereichert mit einer Mischung aus Funk, Soul und Dance-Elementen. Bands wie "Galliano", "Jamiroquai" oder die "Brand New Heavies" sprachen eine neue, jüngere Generation an; DJs wie Gilles Peterson und Chris Bangs trugen die Musik in die Londoner Club-Szene. Von dort war es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Welle auch aufs Festland schwappte: "Jazzanova" in Deutschland, Kruder & Dorfmeister in Österreich oder MC Solaar in Frankreich machten den Acid Jazz auch im Rest von Europa salon- bzw.clubfähig.
Moderation: Vincent Neumann


Montag, 09. April  / Tonart am Vormittag, 11:35 Uhr 
Trio-Jazz mit Sitar: das "Pulsar Trio"

Das Pulsar Trio erinnert an andere progressive Jazztrios, wie die Briten GoGo Penguin, oder das deutsche Michael Wollny Trio. Mit der Sitar erspielt sich das Potsdamer Trio aber einen Extraplatz, denn für westliches Publikum ist dieses Instrument – trotz Beatles, Rolling Stones und Ravi Shankar - immer noch eine Besonderheit. Das neue Album "Zoo of Songs" ist ein Eintauchen in die Tiefen des Klangraums. Die Band erzeugt in ihrer Musik sinnliche Schwebezustände, den Rausch des freien Falls und das Dahingleiten über weite Flächen.
Autor: Till Lorenzen

Montag, 09.April  / In Concert, 20:03 – 21:30 Uhr 
Aufmunternde Musik in schwierigen Zeiten: Holler my Dear

Holler My Dear (Stefanie Marcus)Holler My Dear (Stefanie Marcus)
Ohne Frage: Die Musik der Berliner Band "Holler My Dear" ist tanzbarer geworden. Das neue Album "Steady as she goes" erweist sich als ein aufmunterndes Statement in schwierigen Zeiten, betont auch die Sängerin Laura Winkler. "Man muss mit diesen Dingen, die aktuell nicht so gut laufen, irgendwie klar kommen und das äußerst sich in verschiedenen Varianten", sagt die Österreicherin. Man sei ja auch nicht jeden Tag gleich stark und daher gebe es auch immer wieder introspektive Songs in ihrem Repertoire. Dabei findet die Band eine sehr schöne Balance aus Nachdenklichkeit und Optimismus. Instrumente wie Mandoline oder Akkordeon und der mehrstimmige Gesang bringen eine zusätzliche Wärme in den Sound der Band.

Holler My Dear:
Laura Winkler, Gesang
Stephen Moult, Trompete, Gesang
Fabian Koppri, Mandoline, Gesang
Valentin Butt, Akkordeon
Lucas Dietrich, Kontrabass
Elena Shams, Schlagzeug
Kantine am Berghain, Berlin
Aufzeichnung vom 08.02.2018

Moderation: Matthias Wegner

Dienstag, 10.April  / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr

Schlüsselfigur der Avantgarde: Der Pianist Cecil Taylor (1929-2018)

Der amerikanische Jazzmusiker Cecil Taylor während eines Konzertes 1999 in Prag. Taylor gilt als Wegbereiter des sogenannten Free Jazz. Der Pianist und Komponist wurde am 25.3.1933 in New York geboren. | (B2270_CTK)Der amerikanische Jazzmusiker Cecil Taylor während eines Konzertes 1999 in Prag (B2270_CTK)

Er war einer der großen Pioniere des Jazzklaviers und eine Schlüsselfigur der Avantgarde:  der US-Amerikanische Musiker Cecil Taylor. Taylor starb am 5.4. im Alter von 89 Jahren in seiner Heimat New York. Er hinterlässt eine riesiges Erbe grandioser Aufnahmen, die bis heute nichts von ihrer Relevanz eingebüsst haben. 

Seine Pionier-Arbeit wird derzeit auch in der Berliner Akademie der Künste dokumentiert. Dort sind derzeit zwei korrespondierende Ausstellungen zu sehen: "Notes from the Underground – Art and Alternative Music in Eastern Europe 1968 – 1994" und "Free Music Production / FMP: The Living Music" mit der die Geschichte der Free Music Production von 1968 – 2010 präsentiert wird, mit der auch Cecil Taylor eng verbunden war.

Einer der bedeutenden Gründerväter dieser Szene feierte am 7. April seinen 80. Geburtstag: Der Pianist Alexander von Schlippenbach. In der Tonart Jazz wird Andreas Müller sowohl an Cecil Taylor erinnern, der FMP-Geschichte nachspüren und auch von Schlippenbachs Schaffen würdigen. 


Moderation: Andreas Müller

Montag, 16. April  / Tonart am Vormittag, 11:35 Uhr 
Meister des Vibraphons: David Friedman mit neuem Album

Moderation: Oliver Schweig

David Friedmann und seine Band "Generation Trio" (Oliver Potratz)David Friedmann und seine Band "Generation Trio" (Oliver Potratz)

Dienstag, 17.April  / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
Ausblick auf die jazzahead! 2018 in Bremen

Moderation: Matthias Wegner  

Samstag, 21.April  / Konzert, 19:03 – 23:00 Uhr 
jazzahead! Live von der Messe Bremen

Jazzmeia Horn (Jacob Blickenstaff)Die Sängerin Jazzmeia Horn. (Jacob Blickenstaff)

Bei der Jazzahead! in Bremen geben verschiedene Konzertreihen Orientierung im umfangreichen Programm. Neben der "German Jazz Expo" und dem "European Jazz Meeting", deren Namen ja bereits eine Richtung vorgeben, findet am Samstag die "Overseas Night" statt, auf der in diesem Jahr die US-amerikanische Szene wieder prominent vertreten ist. Zum Beispiel durch den Pianisten Justin Kauflin und die Sängerin Jazzmeia Horn. 

"Overseas Night"
u.a. Justin Kauflin Trio
Jazzmeia Horn Quartet
Gregory Privat Trio 

In Aufzeichnungen: Höhepunkte von der German Jazz Expo

u.a. Daniel Erdmann
Jasper van't Hof
Markus Stockhausen 

Moderation: Andreas Müller und Matthias Wegner

Montag, 23. April  / In Concert, 20:03 Uhr 
Gala-Konzert Jazzahead!: Anna Maria Jopek & Leszek Możdżer

Anna Maria Jopek & Leszek Możdżer (Mikolaj Rutkowski)Anna Maria Jopek & Leszek Możdżer (Mikolaj Rutkowski)

Es ist kein Geheimnis, dass es in Polen eine sehr lebendige Jazzszene gibt, die sich auch durch die jeweiligen Rahmenbedingungen nicht hat unterkriegen lassen.  Bei der diesjährigen jazzahead! in Bremen ist Polen das Partnerland. Neben einer "Polish Night" am 19.4. zur Eröffnung des Festivalprogramms stehen auch beim Gala-Konzert in der Bremer "Glocke" polnische Musikerinnen und Musiker im Mittelpunkt. Unter ihnen: Leszek Możdżer und Anna Maria Jopek.  Anlässlich des Galakonzerts der jazzahead! in Bremen verbeugen sich die beiden vor einigen Meistern der polnischen Musik, die ihre künstlerischen Persönlichkeiten geprägt haben, darunter die Komponisten Fréderic Chopin und Karol Maciej Szymanowski.

Anna Maria Jopek, Gesang
Leszek Możdżer, Piano
Piotr Nazaruk, Flöte, Zither
Robert Kubiszyn, Bass
Paweł Dobrowolski, Schlagzeug
jazzahead!, Konzerthaus Die Glocke, Bremen
Aufzeichnung vom 20.04.2018

Moderation: Matthias Wegner

 

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