Freispiel, vom 15.11.2010, 00:05 Uhr

Heul doch!

Von Melanie Arns

"Ich male mir schwarze Ränder unter die Augen. Ich sehe jetzt auch schlecht aus, ich sehe jetzt aus, als hätte ich nächtelang nicht geschlafen, als hätte ich Angstträume, als müsste man mich ins Krankenhaus einliefern, wiederbeleben, als müsste man sich Sorgen machen, mich in den Arm nehmen. Mein Lehrer sagt, dass ich schlecht aussehe."

Heul doch!“ erzählt mit brutaler Komik von einem Mädchen, das zwischen Abgründen tanzt, um nicht abzustürzen. (AP Archiv)
Heul doch!“ erzählt mit brutaler Komik von einem Mädchen, das zwischen Abgründen tanzt, um nicht abzustürzen. (AP Archiv)

Der Bruder ist tot, die Eltern trinken, Oma jammert. Und die Psychotherapeutin glaubt kein Wort. Das Leben als Unfall. "Heul doch!" erzählt mit brutaler Komik von einem Mädchen, das zwischen Abgründen tanzt, um nicht abzustürzen.

Hörspielbearbeitung: Sabine Bohnen
Mit: Mira Partecke, Thomas Thieme, Franziska Troegner, Lotti Krekel, u.a.
Ton: Martin Eichberg
Produktion: DKultur 2008
Länge: 54’39

Melanie Arns, geboren 1980 in Kleve/Niederrhein, brach eine kaufmännische lehre ab, studierte 2001-2005 am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Ihr Romandebüt "Heul doch!" (2004) wurde 2007 auch als Theaterstück aufgeführt. 2006 erschien ihr zweiter Roman "Traumpaar, nackt".

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