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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 24.11.2017

Herausforderung für DemokratenWer regiert uns nach dem Scheitern von Jamaika?

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Nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche (dpa/Bernd von Jutrczenka)
Angela Merkel tritt nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche vor die Presse. (dpa/Bernd von Jutrczenka)

Lässt sich die SPD bewegen, doch in eine Große Koalition zu gehen? Steht dem Land ein Minderheitskabinett der Union bevor? Oder ändert die FDP noch einmal ihre Meinung? Droht uns eine Staatskrise? Das diskutieren vier Experten.

Die Woche begann mit einem Knall: Nachdem Grüne, Union und Liberale mehr als vier Wochen lang sondiert und in großen und kleinen Gruppen die Möglichkeiten einer Regierungskoalition ausgelotet hatten, warf FDP-Chef Christian Lindner das Handtuch.

Seine Partei verließ den Verhandlungstisch mit den Worten, es sei besser, nicht zu regieren, als falsch. Und es gebe keine gemeinsame Idee für eine Jamaika-Koalition. Union und Grüne behaupten, die Liberalen hätten kurz vor einer Einigung aufgegeben. Der Vorwurf, dass sie von Anfang an nicht regieren wollten, steht im Raum.

Wie geht es nun weiter? Wird es Neuwahlen geben und welche Probleme ergäben sich daraus? Steht dem Land ein Minderheitskabinett der Union bevor? Lässt sich die SPD bewegen, doch in eine Große Koalition zu gehen? Oder ändert die FDP noch einmal ihre Meinung? Droht uns eine Staatskrise? Was bedeutet das für die Wirtschaft, was für Deutschlands Ansehen in der Welt? Wer will uns überhaupt regieren?

Über diese und andere Fragen diskutieren im Wortwechsel:

Ulrich Battis, Rechtswissenschaftler und Experte für Verfassungsfragen
Marcel Fratzscher, Leiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung
Christoph Lütgert, ehemals Chefreporter des NDR
Nadine Lindner, Hauptstadtkorrespondentin des Deutschlandradios

Moderation: Birgit Kolkmann

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