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Fazit / Archiv | Beitrag vom 10.11.2015

Helmut Schmidt als Pianist "Er hat den Rhythmus verstanden"

Christoph Eschenbach im Gespräch mit Vladimir Balzer

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Helmut Schmidt am Klavier bei einem Mozart-Konzert 1983 in Zürich in der Schweiz. (picture alliance / dpa / DB UPI)
Helmut Schmidt spielte bei einem Mozart-Konzert 1983 in Zürich in der Schweiz als Solist mit. (picture alliance / dpa / DB UPI)

Der verstorbene Alt-Kanzler Helmut Schmidt war auch passionierter Pianist und Organist. In den letzten Tagen seiner Kanzlerschaft nahm er 1982 sogar eine CD auf – mit Klaviermusik von W.A. Mozart. Dirigent Christoph Eschenbach erinnert sich.

Und es war nicht irgendeine Aufnahme, sondern er tat sich mit solchen Größen wie den Londoner Philharmonikern, dem Pianisten Justus Frantz und dem Dirigenten Christoph Eschenbach zusammen.

Viel Zeit zum Proben war nicht, erzählt uns Christoph Eschenbach im Interview, dennoch wurde es eine solide Einspielung und der Kanzler war glücklich. Sogar Großkritiker Joachim Kaiser zeigte sich zufrieden:

"Der Kanzler bewältigt Mozarts Sechzehntel, er hat den Rhythmus verstanden und die Harmonie des Ganzen erfasst".

Doch zum Ende seines Lebens war auch das nur noch ferne Erinnerung für Helmut Schmidt, denn er verlor fast vollständig sein Gehör.

"Das war für ihn das Schlimmste", meint Christoph Eschenbach. Am Ende blieb ihm nur noch, Konzerte zu sehen. Hören konnte er die Musik nicht mehr.

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