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Nachspiel / Archiv | Beitrag vom 06.10.2013

Helden unter falscher Flagge

Taiwans Sportler kämpfen um internationale Anerkennung

Von Ronny Blaschke

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Gewichtheber-Trainer Tsai Wen-yee. Er gewann 1984 in LA Bronze.  (Ronny Blaschke)
Gewichtheber-Trainer Tsai Wen-yee. Er gewann 1984 in LA Bronze. (Ronny Blaschke)

Es ist ein weltweit einmaliges Politikum: Die Sportler aus Taiwan verstecken sich hinter falschen Symbolen und entrollen bei Sportveranstaltungen Fantasie-Flaggen. Sie sind die Sportler ohne Namen, bei Olympia in London traten sie unter "Chinese Taipei" auf. Die Gründe dafür gehen zurück ins Jahr 1949, als der chinesische General Chiang Kai-shek den Bürgerkrieg verlor und nach Taiwan floh.

Der Gewinner des Bürgerkriegs Mao Tse-tung führte China allerdings in die Isolation. Deshalb galt die Führung Taiwans bei den Vereinten Nationen lange als Repräsentanz des Riesenreichs. Der offizielle Name Taiwans sollte diesen Anspruch unterstreichen: "Republik China".

Mehr als zwanzig Jahre repräsentierte das durch Kriegsrecht geführte Taiwan das "wahre China". Doch die Volksrepublik, die Taiwan stets als abtrünnige Provinz betrachtete, wurde mächtiger. 1971 übernahm Peking im UN-Sicherheitsrat den Sitz der Republik China. Taiwan verschwand von der Weltbühne, wurde auf Druck Chinas aus den internationalen Organisationen gedrängt. Ein Staat nach dem anderen kappte die diplomatischen Beziehungen.

Welche Auswirkungen haben diese politischen Rahmenbedingungen auf den Sport im Land? Und wie leben die Athleten im Schatten der Supermacht?

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