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Tonart | Beitrag vom 23.11.2018

Heinos letztes AlbumSag' beim Abschied leise "...und Tschüss"

Jens Balzer im Gespräch mit Martin Böttcher

Sänger Heino bei der Eröffnung der Cranger Kirmes in Herne im August 2014. (picture alliance / dpa / Ina Fassbender)
Heino hat so ziemlich alles mitgenommen: Volkslieder, Schlager, Auftritte mit Rammstein. Jetzt will er sich zurückziehen. (picture alliance / dpa / Ina Fassbender)

Heino polarisiert: Den einen gilt er als ewig Gestriger, die Heimat verherrlichender Schnulzensänger. Die anderen mögen gerade das - oder finden ihn sogar ziemlich cool. Jetzt will Heino aufhören - mit dem programmatisch klingenden Album "...und Tschüss".

Zwischen "Schwarzbraun ist die Haselnuss" und Coverversionen deutscher Rockbands wie Kraftwerks "Das Model" hat Heino nahezu alles gesungen, was ihm unter die Finger kam und wie kaum ein zweiter deutscher Musiker hat er die Nation polarisiert. Und tut es heute noch.

Der Schlagersänger Heino und der Präsentator der "Hitparade", Dieter Thomas Heck, im Jahr 1971 (imago/United Archives)Lang ist's her: Der Schlagersänger Heino durfte in keiner "Hitparade" fehlen: Hier mit Moderator Dieter Thomas Heck im Jahr 1971. (imago/United Archives)

Für die einen ist der mittelgroße Blonde mit der schwarzen Brille ein Retter, Bewahrer und Verteidiger der deutschen Volksmusik, einer, der den deutschen Schlager salonfähig machte und den Deutschen ihr verloren geglaubtes Selbstbewusstsein zurückgab. Für die anderen ist er schlichtweg ein Heimat verherrlichender Schlager- und Schnulzensänger.

Ist es tatsächlich ein Alterswerk geworden?

Und doch gilt der am 13. Dezember 80 Jahre alt werdende Heino hierzulande als einer der beliebtesten seiner Zunft. Und nun hört er auf. Endgültig. Mit "… und Tschüss" ist sein nach eigenem Bekunden letztes Album überschrieben.

Ob es tatsächlich ein Alterswerk geworden ist, sagt uns Musikjournalist Jens Balzer.

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