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Kulturnachrichten

Montag, 11. Juni 2018

Harry-Potter-Theaterstück räumt bei Tony Awards ab

Die Rede des Schauspielers Robert De Niro sorgte für Aufsehen

Ein Theaterstück über den bekanntesten Zauberlehrling der Welt und ein ruhiges Folklore-Musical sind die großen Gewinner beim wichtigsten Theaterpreis der Welt. Den Tony-Award in der Kategorie bestes neues Theaterstück erhielt "Harry Potter and the Cursed Child" ("Harry Potter und das verwunschene Kind"). Bestes neues Musical wurde am Sonntagabend in New York "The Bands Visit". Das auf dem Arthaus-Film "Die Band von nebenan" basierende und im Nahen Osten spielende Stück gewann insgesamt zehn Auszeichnungen, darunter auch die für beste Regie und die beiden Hauptdarsteller. Für großes Aufsehen sorgte bei der Verleihung Schauspieler Robert de Niro. De Niro kam auf die Bühne und sagte laut Tweets mehrerer Anwesender: "Ich will nur eins sagen: Fuck Trump! Es kann nicht mehr heißen: Weg mit Trump!, es heißt: Fuck Trump!" Der 74-Jährige sollte eigentlich Rock-Legende Bruce Springsteen auszeichnen.

Ed-Sheeran-Konzert in Düsseldorf vor dem Aus

Keine Genehmigung für das Gelände

Für das Ed-Sheeran-Konzert in Düsseldorf gibt es keine politische Mehrheit im Stadtrat. Nach den Grünen hat auch die Ratsfraktion der CDU entschieden, das Mega-Event auf einem Messeparkplatz abzulehnen. Sheeran sollte nach den bisherigen Plänen am 22. Juli in Düsseldorf vor 85.000 Zuschauern auftreten. Zwar sind die Tickets längst verkauft, doch lag bis zuletzt keine Genehmigung für das Gelände vor. Am Mittwoch sollen mehrere Ausschüsse des Stadtrats zusammenkommen und entscheiden, ob für Sheeran der geltende Bebauungsplan samt vorgeschriebenem Nutzungszweck außer Kraft gesetzt wird.

Unterstützung für den Künstler Pjotr Pavlenski

Seit acht Monaten in Pariser Gefängnis in Untersuchungshaft

In Paris haben heute zehn Künstler, eine Richterin und ein Regisseur auf der Place Vendôme für die Freilassung des russischen Aktionskünstlers Pjotr Pavlensky protestiert. Er befindet sich seit acht Monaten in einem Pariser Gefängnis in Untersuchungshaft. Im Oktober vergangen Jahres hatte Pjotr Pawlenski an der Banque de France in Paris Feuer gelegt und wurde am 16. Oktober wegen Sachbeschädigung verhaftet. In Russland drohen ihm zehn Jahre Arbeitslager.

Gemeinsame Plattform für Wissenschaftsakademien

Langfristig soll ganz Europa einbezogen werden

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften präsentiert künftig ihre geisteswissenschaftlichen Forschungsprojekte auf einer gemeinsamen Informationsplattform. Das System "AGATE" solle die Erforschung und Bewahrung des kulturellen Erbes in Deutschland besser zugänglich machen, sagte der Präsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Hans Wiesmeth, beim Akademientag in Berlin. Langfristig soll "AGATE - A European Science Academies Gateway for the Humanities and Social Sciences" eine europäische Plattform werden.

Theater Cottbus: Musikdirektor zieht vor Gericht

Evan Alexis Christ klagt gegen Kündigung

Die Krise am Staatstheater Cottbus um den dortigen Führungsstil beschäftigt inzwischen auch die Justiz. Generalmusikdirektor Evan Alexis Christ wendet sich mit einer Kündigungsschutzklage gegen seinen Arbeitgeber, wie das Arbeitsgericht Cottbus mitteilte. Die 4. Kammer werde die Zivilklage am 2. Juli verhandeln. Die Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) will sich von Christ trennen, wie unlängst bekannt wurde. Er ist derzeit beurlaubt. Hintergrund des Ärgers sind öffentlich gewordene Vorwürfe aus dem Ensemble gegen Christ wegen dessen Führungsstils. Die Querelen an Brandenburgs einzigem Staatstheater hatten bereits zur Folge, dass dem Theater-Stiftungschef Martin Roeder fristlos gekündigt wurde und dass auch der Intendant Martin Schüler nach der aktuellen Spielzeit aufhören wird.

US-Schauspieler Jackson Odell gestorben

Der 20-Jährige wurde leblos in seiner Wohnung aufgefunden

Der US-Schauspieler und Musiker Jackson Odell, unter anderem bekannt durch die TV-Serie "Modern Family", ist nach übereinstimmenden Berichten mehrerer US-Medien im Alter von 20 Jahren gestorben. Sie beriefen sich auf die Gerichtsmedizin des Bezirks Los Angeles. Danach wurde Odell am Freitag leblos in seiner Wohnung in Tarzana im San Fernando Valley aufgefunden. Seine Todesursache sollte erst nach einer Autopsie veröffentlicht werden, Fremdverschulden wurde aber nicht angenommen. Die Familie des Künstlers bestätigte den Todesfall auf seinem Twitter-Account. "Er wird immer ein strahlendes Licht und eine brillante, liebende und talentierte Seele sein", so das Statement.

EU-Kommissarin: Qualitätsjournalismus ist wichtig

Marija Gabriel hielt eine Rede zur Eröffnung des Global Media Forums

Politiker haben beim Global Media Forum in Bonn die Bedeutung von Qualitätsjournalismus im digitalen Zeitalter hervorgehoben. "Nur mit unterschiedlichen Quellen können sich Bürger ihre eigene Meinung bilden", sagte die EU-Kommissarin für Digitalwirtschaft, Marija Gabriel, am ersten Tag der internationalen Medienkonferenz der Deutschen Welle. Journalisten seien deshalb "diejenigen, die unsere Freiheiten wahren". Das diesjährige Thema des Global Media Forum ist "Global inequalities", etwa "weltweite Ungleichheiten". Die Deutsche Welle erwartet dazu 2000 Teilnehmer aus 100 Ländern.

"Kinderspiel des Jahres" gekürt

"Funkelschatz" aus rund 160 Spielen ausgewählt

"Funkelschatz" ist das "Kinderspiel des Jahres 2018". Das gaben die Veranstalter in Hamburg bekannt. Ein Tochter-Vater-Gespann - die Autoren Lena und Günter Burkhardt - verbinde eine kindgerechte Geschichte, einen klassischen Mechanismus und faszinierendes Material zu einem Spieleabenteuer, das Kinder immer wieder fesselt, urteilte die Jury. Aus rund 160 aktuellen Gesellschaftsspielen für Kinder zwischen drei und acht Jahren hatte eine unabhängige Jury aus Fachjournalisten drei Spiele für den begehrten Preis nominiert: Neben "Funkelschatz" waren noch "Emojito" von Urtis Sulinskas und "Panic Mansion" von Asger Sams Granerud und Daniel Skjold Perdersen nominiert. Der Verein "Spiel des Jahres" verlieh die Auszeichnung zum 18. Mal.

2000 Jahre alte Grabkammer in Israel entdeckt

In mehr als zehn Grabnischen wurde vermutlich eine reiche Familie beerdigt

Israelische Bauarbeiter haben eine rund 2000 Jahre alte Grabkammer am See Genezareth in Israel entdeckt. Der Eingang der rund zehn Meter unter der Oberfläche liegenden Höhle wurde von einem Bagger in Tiberias freigelegt, bestätigte eine Sprecherin der Israelischen Altertumsbehörde. Die Grabkammer aus der Römerzeit sei schätzungsweise zwei Meter hoch und habe neben einem Eingangsraum und einer zentralen Kammer vermutlich mehr als zehn Grabnischen. In den Nischen wurden die Toten beerdigt. "Die Höhle muss als Grabkomplex für eine Familie gedient haben, die in der Stadt Tiberias oder in einem der angrenzenden Dörfer gelebt hat", sagte Jair Amizur von der Altertumsbehörde. Sie sei "ein fast einzigartiger Fund in diesem Gebiet". Die Arbeiten an dem Kalkstein seien in hoher Qualität ausgeführt worden, die Dekorationen aufwendig, die Inschriften auf Griechisch. Dies alles deute auf eine reiche Familie hin.

Gerda-Henkel-Preis für Politikwissenschaftler Mbembe

Mbembe sei einer der anregendsten Denker Afrikas

Achille Mbembe, in Südafrika lehrender Politikwissenschaftler aus Kamerun, erhält den mit 100.000 Euro dotierten Gerda-Henkel-Preis. Die Übergabe soll am 8. Oktober in Düsseldorf stattfinden, wie die Gerda-Henkel-Stiftung mitteilte. Mit Mbembe werde "einer der anregendsten Denker Afrikas" geehrt, hieß es zur Begründung. "Seine ebenso kontroversen wie beunruhigenden Überlegungen zu Afrikas Platz in einer globalen Ordnung entfalten ihre nachhaltige Wirkung auch weit über grundlegende Debatten über den Postkolonialismus hinaus", so die Jury. Mbembes Arbeiten lenkten den Blick auf das "Labor Afrika" jenseits aller Stereotype. Der 60-Jährige lehrt seit 2001 am Wits Institute for Social and Economic Research der University of the Witwatersrand in Johannesburg. Der Gerda-Henkel-Preis, der zu den wenigen hoch dotierten Preisen auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften gehört, wird seit 2006 alle zwei Jahre verliehen. Er geht an Wissenschaftler, die in den von ihr unterstützten Disziplinen und Förderbereichen herausragende Forschungsleistungen erbracht haben und weitere erwarten lassen.

Robbie Williams eröffnet Fußball-WM in Russland

Williams wird von der russischen Opernsängerin Aida Garifullina unterstützt

Der britische Popstar Robbie Williams tritt bei der Eröffnungsfeier der Fußball-Weltmeisterschaft am Donnerstag in Moskau auf. "Ich habe viel in meiner Karriere gemacht, und eine FIFA-WM vor 80 000 Fußballfans im Stadion und vielen Millionen in der ganzen Welt zu eröffnen, übersteigt meine Träume", sagte Williams einer FIFA-Mitteilung zufolge. Der 44-jährige Williams bekommt bei seinem Auftritt Unterstützung von der russischen Opernsängerin Aida Garifullina. Die 30-Jährige war mit Rollen im renommierten Mariinski-Theater in St. Petersburg bekannt geworden und arbeitet derzeit an der Wiener Staatsoper.

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Fazit

Margaret Atwood wird 80Humanistin und hellsichtige Mahnerin
Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood (picture alliance / AP / Invision / Arthur Mola)

Weltberühmt wurde sie mit ihrer Dystopie "Der Report der Magd". Heute feiert die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood ihren 80. Geburtstag. Über ihre teilweise düsteren Visionen sagt sie: "Ich beschreibe nur, was wir schon tun oder tun könnten."Mehr

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Netz-IkonenWenn Protestbilder viral gehen
Die Aktivistin Leshia Evans stellt sich im Juli 2016 der Polizei entgegen. In Baton Rouge, im US-Bundesstaat Louisiana, war es zu heftigen Protesten gegen Polizeigewalt gegen Afroamerikaner gekommen. (World Press Photo/AP Photo/Jonathan Bachmann/Thomson Reuters)

Bilder spielen für Protestbewegungen eine zentrale Rolle. Über sie können Botschaften transportiert werden und besonders ikonische Fotos können mehr Aufmerksamkeit für ein Thema wecken. Wie hat sich diese Dynamik im Netz-Zeitalter verändert?Mehr

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