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Kulturnachrichten

Freitag, 3. Mai 2019

Hamburger Literaturpreis: Neue Kategorien

Die Stadt Hamburg hat für 2019 ihr Förderprogramm für Hamburger Autorinnen und Autoren umfassend umstrukturiert und ergänzt: Erstmals werden auch Preise in den Kategorien Comic sowie Kinder- und Jugendbuch vergeben, darüber hinaus wird fortan ein Buch des Jahres gekürt. Die Preise sind jeweils mit 6.000 Euro dotiert, die Preisgelder für literarische Übersetzungen wurden auf je 3.000 Euro angehoben. Insgesamt sind die Hamburger Literaturpreise mit 57.000 Euro dotiert. Die Behörde für Kultur und Medien fördert mit den Hamburger Literaturpreisen Autorinnen und Autoren sowie Übersetzerinnen und Übersetzer, die in Hamburg oder im Gebiet des Hamburger Verkehrsverbundes ihren ersten Wohnsitz und Lebensmittelpunkt haben. Über die Vergabe der Hamburger Literaturpreise entscheidet eine unabhängige Jury. Die Vergabe des Comic-Preises wird vom Hamburger Comicfestival e.V. begleitet.

Die Goldene Lola geht an "Gundermann"

Das Drama "Gundermann" von Regisseur Andreas Dresen über den Liedermacher Gerhard Gundermann hat die Goldene Lola als bester Spielfilm gewonnen. Zuvor waren schon Dresen für die beste Regie, Alexander Scheer als Bester Hauptdarsteller in dem Film und auch das Drehbuch sowie das Szenen- und Kostümbild von "Gundermann" ausgezeichnet worden. Das Drama galt bereits im Vorfeld als Favorit. Der Preis für die beste Hauptdarstellerin ging an Susanne Wolff für ihre Rolle als Seglerin in dem Drama "Styx". Alexander Fehling wurde als bester Nebendarsteller in "Das Ende der Wahrheit" geehrt. Die beste Nebendarstellerin war Luise Heyer in "Der Junge muss an die frische Luft". Die Macher von "Der Goldene Handschuh" wurden für ihr Maskenbild ausgezeichnet. Der Film von Fatih Akin erzählt vom Serienmörder Fritz Honka, der in Hamburg mehrere Frauen tötete. Hauptdarsteller Jonas Dassler musste dafür jeden Tag lange in die Maske. Bester Dokumentarfilm wurde "Of Fathers And Sons" von Talal Derki - darin geht es um einen islamistischen Vater und dessen Söhne. Die Lolas gelten als wichtigste nationale Auszeichnung in der Filmbranche.

Pristina ist Gastgeber der Manifesta in 2022

Die Hauptstadt des Kosovo, Pristina, wird im Jahr 2022 Gastgeber der Manifesta 14 sein. Das teilte die Manifesta Foundation in einer Pressemitteilung mit. Das Auswahlgremium der Manifesta habe Pristina wegen ihres geographischen und geopolitischen Gewichts auf dem Balkan in Verhältnis zu Europas jüngster Geschichte und auch Zukunft ernannt, hieß es dort. Durch ihre einzigartige Lage habe man die Möglichkeit von Pristina aus, sowohl in die Vergangenheit zu gucken, als auch über die aktuellen Herausforderungen Europas nachzudenken. Shpend Ahmeti, der Bürgermeister von Pristina, zeigte sich begeistert: "Die Manifesta ist das, was wir brauchen sowohl für eine ehrliche Diskussion über die Ausrichtung unserer Stadt, als auch als Beispiel für die Wiedergeburt der Städte, Kunst und Architektur im Westbalkan." Seit Anfang an ist es die Mission der Manifesta, die sich verändernde kulturelle Topographie Europas abzubilden. Alle zwei Jahre schaut die Biennale aus dem spezifischen Blickwinkel der Gastgeberstadt auf die Welt. Die Manifesta 13 findet 2020 in Marseille in Frankreich statt.

Lola-Ehrenpreis für Margarethe von Trotta

Die Regisseurin Margarethe von Trotta ist bei der Gala zum Deutschen Filmpreis mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet worden. Schauspielerin Katja Riemann würdigte die 77jährige als Inspiration und Mutmacherin für Frauen in der Filmbranche. "Sie ist ein Vorbild", sagte Riemann bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises in Berlin. Von Trotta stand zunächst als Schauspielerin vor der Kamera, etwa in Volker Schlöndorffs "Baal" oder Rainer Werner Fassbinders "Warnung vor einer heiligen Nutte". Bereits Anfang der 1970er Jahre aber zog es sie hinter die Kamera - in einer Zeit, in der Frauen noch selten Regie führten. Für ihren Film "Die bleierne Zeit" erhielt sie Anfang der 1980er beim Filmfestival in Venedig einen Goldenen Löwen. Sie drehte auch Filme über Hannah Arendt, Hildegard von Bingen und Rosa Luxemburg.

Tribeca-Filmpreise für deutsche Co-Produktion

Die deutsch-türkisch-amerikanische Co-Produktion "Noah Land" hat beim Tribeca-Filmfestival in New York zwei Preise gewonnen. Autor und Regisseur Cenk Ertürk gewann in der internationalen Sektion des Festivals den Preis für das beste Drehbuch. Schauspieler Ali Atay bekam die Auszeichnung für die beste männliche Hauptrolle. Das Drama erzählt die Geschichte eines schwer erkrankten Vaters, der mit seinem Sohn in sein Heimatdorf reist. Den Preis als bester internationaler Film gewann "House of Hummingbird (Beol-sae)" aus Südkorea und den USA. Bei den US-Filmen siegte "Burning Cane" als bester Film. Der heute 19 Jahre alte Regisseur Phillip Youmans hatte sein Südstaatendrama bereits im Alter von 17 Jahren gedreht. Er erhielt auch den Preis als bester Kameramann. Sein Hauptdarsteller Wendell Pierce wurde als bester Schauspieler geehrt. Tribeca gilt als eines der wichtigsten Filmfestivals weltweit. Schauspieler Robert De Niro hatte es 2002 mit Kollegen ins Leben gerufen, um das New Yorker Stadtviertel Tribeca im Süden Manhattans nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wiederzubeleben.

Gitarrist Rowland Boon Gould von "Level 42" tot

Rowland Boon Gould, eines der Gründungsmitglieder der britischen Pop-Band "Level 42", ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Der Gitarrist sei bereits am vergangenen Dienstag tot in seinem Haus im südenglischen Dorset entdeckt worden, teilte die Band auf ihrer Website mit: "Du hast jetzt deinen Frieden, Boon, und keine Schmerzen mehr." Zur Todesursache gab es keine Angaben. Die Band hatte mehrere Megahits in den 80er Jahren, darunter "Lessons in Love". Boon - so sein Spitzname - gründete die Band unter anderem mit seinem Bruder Phil, der Schlagzeug spielte. Beide verließen die Gruppe im Jahr 1987.

Maischberger gegenüber Hassmails abgehärtet

Fernsehmoderatorin Sandra Maischberger kalkuliert nach eigenen Worten bei politisch brenzligen TV-Themen Hassmails von vornherein ein. "Gegenüber Pöbeleien bin ich unempfindlich, sagen wir: abgehärtet", sagte die 52-Jährige den Zeitungen des "RedaktionsNetzwerks Deutschland". Schlimm sei, "dass manche Menschen in eine Angststarre verfallen sind. Sie trauen sich nicht, gegen Shitstorms anzureden", erklärte die Journalistin weiter. "Warum sollte sich nicht jede Frau dafür einsetzen, dass alle in Deutschland lebenden Frauen die gleichen Rechte haben? Das gilt beim Anspruch auf dieselbe Bezahlung im Job wie auf das Recht auf dieselbe Zahl von Vorstandsposten." Auch bei dem von ihr produzierten Film "Nur eine Frau" über Hatun Sürücü rechne sie mit heftigen Reaktionen im Internet, sagte Maischberger. Sürücü war 2005 im Alter von 23 Jahren von ihrem Bruder erschossen worden, weil die Familie den westlichen Lebensstil der Berlinerin verachtete.

Böhmermann-Ausstellung in Graz eröffnet

Der Satiriker Jan Böhmermann rechnet in einer Ausstellung in Österreich mit dem Nachbarland ab. In "Deuscthland#ASNCHLUSS#Östereich" thematisiert der 38-Jährige den Umgang Österreichs mit seiner Vergangenheit. Die Ausstellung rückt laut Böhmermann "die Ambivalenz von Österreich seiner eigenen Geschichte gegenüber" ins Zentrum. Als Realsatire gestaltet, verlange die Schau von den Besuchern einiges an Initiative und gehe an die Substanz des Einzelnen, heißt es auf der Internetseite zur Ausstellung. Die Schau in Graz, die dort bis zum 19. Juni im Künstlerhaus zu sehen ist, ist eine Art Österreich-Ableger von "Deuscthland". Diese Installation war Ende 2017 in Düsseldorf gezeigt worden.

DDR-Vermögen für Schlosskirche Chemnitz

Für die Sanierung der Schlosskirche Chemnitz stehen 300.000 Euro aus ehemaligem DDR-Vermögen zur Verfügung. Sachsens Innenstaatssekretär Günther Schneider (CDU) übergab einen entsprechenden Förderbescheid an die Evangelisch-Lutherischen Sankt-Petri-Schlosskirchgemeinde Chemnitz. Die Mittel stammen aus dem für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stehenden Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der ehemaligen DDR. Sie sind für die Sanierung der Westfassade und des unteren Turmbereichs bestimmt. Die Gesamtkosten werden auf 494.000 Euro veranschlagt. Das im spätgotischen Stil erbaute Gotteshaus gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der Stadt.

Pergamonmuseum: Richtfest für ersten Bauabschnitt

Für den ersten Bauabschnitt der umfangreichen Sanierung des Pergamonmuseums auf der Berliner Museumsinsel ist heute Richtfest gefeiert worden. Damit erreiche das Projekt einen Meilenstein, erklärte Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Trotz der Teilschließung bleibe das Museum ein Besuchermagnet. Seit sechs Jahren wird das von 1910 bis 1930 errichtete Pergamonmuseum erstmals von Grund auf saniert. Die Wiederöffnung des ersten Bauabschnitts mit dem berühmten Pergamonaltar ist zwischen Mitte 2023 und Anfang 2025 geplant. 2016 wurde eine Steigerung der ursprünglich geplanten Kosten für den ersten Bauabschnitt von 261 Millionen auf 477 Millionen Euro verkündet. Für die Planungsarbeiten des zweiten Bauabschnitts, der auch den neuen vierten Flügel umfassen wird, sind bisher zwölf Millionen Euro bewilligt.

Joseph-Breitbach-Preis für Thomas Hettche

Der Schriftsteller Thomas Hettche bekommt den Joseph-Breitbach-Preis 2019. Er wird für sein literarisches Gesamtwerk ausgezeichnet. Hettche habe die ästhetischen Debatten der letzten Jahrzehnte mitgestaltet und gehöre zu den herausragenden Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, so die Jury. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert. Er wird gemeinsam von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz und der Stiftung Joseph Breitbach verliehen. Preisverleihung ist am 20. September im Theater Koblenz. Hettche veröffentlichte unter anderem die Romane "Ludwig muss sterben" (1989), "Die Liebe der Väter" (2010), "Pfaueninsel" (2014) und "Unsere leeren Herzen. Über Literatur" (2017). Der Joseph-Breitbach-Preis wird seit 1998 jährlich verliehen und soll an den deutsch-französischen Schriftsteller Joseph Breitbach (1903-1980) erinnern. Bisherige Preisträger sind unter anderen Herta Müller (2003), Ursula Krechel (2009), Navid Kermani (2014) und Arno Geiger (2018).

Mandela-Bild erzielt 90.000 Dollar

Eine Zeichnung des südafrikanischen Friedensnobelpreisträgers Nelson Mandela ist für 90.000 Dollar versteigert worden. Die Skizze "The Cell Door, Robben Island" zeigt Gitterstäbe und Schlüsselloch von Mandelas Zelle auf der Gefängnisinsel vor Kapstadt. Es erzielte einen Preis von umgerechnet über 100.000 Euro, teilte das Auktionshaus Bonhams in New York mit. Mandela saß insgesamt rund 18 Jahre auf Robben Island ein. 1994 wurde er erster demokratisch gewählter Präsident seines Landes. Mandelas Tochter Pumla Makaziwe Mandela hatte das Bild versteigern lassen. Sie sagte: "Dieses Werk war eine anhaltende Erinnerung daran, dass man Freiheit nicht als selbstverständlich gegeben annehmen darf."

Trauer um "Chewbacca"-Darsteller Peter Mayhew

Mit 74 Jahren ist Peter Mayhew gestorben. In fünf Star-Wars-Filmen verkörperte der 2,21 Meter große Schauspieler den haarigen "Chewbacca". Darunter die Kultfilme der originalen Star-Wars-Trilogie ("Krieg der Sterne", "Das Imperium schlägt zurück" und "Die Rückkehr der Jedi-Ritter"). Seine Familie schreibt, Mayhew habe lebenslange Freundschaften mit anderen Star-Wars-Schauspielern geschlossen. Hollywood-Stars wie Harrison Ford und ehemalige Weggefährten trauern um ihren Kollegen. Mayhew wurde in England geboren und wuchs dort auf. Er arbeitete noch in einem Krankenhaus und hatte erst in einem Film mitgespielt, als Regisseur George Lucas ihn 1977 für Star Wars entdeckte. Er schreibt: "Peter war einem Wookiee so nahe, wie es einer nur sein kann; großes Herz, freundliche Natur." Laut seiner Familie war Mayhew in verschiedenen Non-Profit-Organisationen aktiv und gründete eine Stiftung, die sich dafür einsetzt, Menschen mit Krankheiten, Schmerzen und finanziellen Belastungen nach traumatischen Ereignissen Erleichterung zu verschaffen.

Berliner Theatertreffen eröffnet mit "Hotel Strindberg"

Heute beginnt das Berliner Theatertreffen, das als eines der wichtigsten Festivals der Bühnenszene gilt. Zur Eröffnung wird um 18 Uhr das Stück "Hotel Strindberg" aufgeführt, eine Inszenierung um Mann-Frau-Beziehungen von Simon Stone. Das Werk wird am Burgtheater Wien und am Theater Basel gespielt. Zum Theatertreffen hat eine Jury die zehn "bemerkenswertesten Inszenierungen" aus dem deutschsprachigen Raum ausgewählt und nach Berlin eingeladen. Bis zum 20. Mai finden auch Diskussionen und eine Konferenz zur Gleichberechtigung von Männern und Frauen am Theater statt. Vor wenigen Tagen hatte das Theatertreffen bekanntgegeben, in den nächsten beiden Jahren eine Frauenquote einzuführen.

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