Feature, vom 19.01.2008

Von Karl-Heinz Schmidt-Lauzemis

In Dezember 2005 dreht die Konzernleitung der Grohe AG - Weltmarktführer in der Herstellung von Sanitärarmaturen - ihrem Werk in Herzberg/ Brandenburg den Hahn zu. Das Aus für 300 Beschäftigte.

Trinkwasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas (AP Archiv)
Trinkwasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas (AP Archiv)

Seit 1900 werden in Herzberg Armaturen produziert. Nach der Wende übernimmt die Friedrich Grohe GmbH mit Stammsitz im Sauerland das Armaturenwerk. Doch 1998 verkauft die Familie ihr Unternehmen an ausländische Investoren. Gnadenlose Gewinnmaximierung ist jetzt angesagt. Die Herzberger Produktion wird in Billiglohnländer verlagert. Eine Katastrophe für die strukturschwache Region.
Der Autor hat mit den Betroffenen gesprochen. Weggehen oder Bleiben ist für viele Familien die Frage. Gibt es Hoffnung auf neue Industrieansiedlungen?

Regie: Alice Elstner und Karl-Heinz Schmidt-Lauzemis
Mitwirkende: Bernhard Schütz, Lara Körte

Regieassistenz: Frank Merfort
Redaktion: Brigitte Kirilow

Produktion: Deutschlandradio Kultur 2008
Länge: 53’41

Karl-Heinz Schmidt-Lauzemis, geboren 1947 in Chemnitz, lebt in Berlin, schreibt für Hörfunk und Fernsehen. Hörspielpreis der Kriegsblinden für "Stille Helden siegen selten" (HR/Sachsenradio/SFB 1990).