Freistil, vom 27.10.2013

Von Dieter Jandt und Ulrich Land

Alle hängen sie an der Plastiktüte, weltweit. Alles, was irgendwie irgendwo eingekauft wird, kommt in den Beutel; und der Müll desgleichen. Dabei weiß man doch: Bis die Plastiktüte sich in Wohlgefallen auflöst, dauert es eine Ewigkeit.

Vor allem Italien sträubt sich vehement gegen rigide Maßnahmen; dort kursieren nicht weniger als vier Milliarden Exemplare.  (picture-alliance)
Vor allem Italien sträubt sich vehement gegen rigide Maßnahmen; dort kursieren nicht weniger als vier Milliarden Exemplare. (picture-alliance)

Kompostierbare Tüten stoßen bislang auf wenig Gegenliebe. Also versucht beispielsweise China der Plastiktütenflut durch ein Verbot sehr dünner Tüten Herr zu werden. In Uganda stehen dicke Tüten auf der schwarzen Liste. Los Angeles hat sie alle verbannt.

Das deutsche Umweltbundesamt hält ein generelles Verbot nicht für erforderlich. Vor allem aber Italien sträubt sich vehement gegen rigide Maßnahmen; dort kursieren nicht weniger als vier Milliarden Exemplare. Und so hält sich bei allem Gegenwind die Tüte wacker.

Nicht zuletzt vermutlich, weil sie eine gute Werbefläche ist. Und nun, wo der Abgesang auf die Plastiktüte eingeläutet ist, treten Sammler auf den Plan und horten hunderttausende Exemplare.


Regie: Philippe Bruehl
DLF 2010