Seit 23:00 Uhr Nachrichten

Sonntag, 15.09.2019
 
Seit 23:00 Uhr Nachrichten

Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 13.08.2012

Gute Migranten, schlechte Migranten?

Vom Kampf um Anerkennung in der Gesellschaft

Von Johannes Nichelmann

Podcast abonnieren
Migrantenkinder haben es häufig schwer in der Schule (picture alliance / dpa)
Migrantenkinder haben es häufig schwer in der Schule (picture alliance / dpa)

"Was ist eigentlich am Türkischsein so scheiße, dass man das permanent negativ konnotieren muss?", sagt Idil Baydar. Die 37-Jährige ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, hat einen Lebenslauf, der "deutscher" nicht sein könnte. Wie die meisten Menschen mit Migrationshintergrund wird sie von vielen Leuten in der deutschen Gesellschaft in eine Schublade gesteckt.

Studien sagen, dass ein großer Teil der Bevölkerung den in Deutschland lebenden Muslimen skeptisch bis ablehnend gegenübersteht. Der Verein "Muslime aller Herkünfte deutscher Identität e.V." setzt sich dafür ein, dass die Community "nicht nur als ein Haufen von U-Bahn Schlägern" gesehen wird und zeichnet junge Leute mit Migrationshintergrund aus, die das Abitur oder das Studium abgeschlossen haben - Vorbilder schaffen, so das Ziel.

Dieses Feature begleitet Menschen, die sich nicht damit zufriedengeben, dass Anerkennung in der Gesellschaft ein Glückspiel ist.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Zeitfragen

Johann Karl Wezels vergeblicher Versuch, vergessen zu werdenIch will ins Freie!
Kupferstich eines Paares, das sich in den Armen liegt.  (Aus "Herrmann und Ulrike", erschienen in der Anderen Bibliothek)

Wiederentdeckt wird er seit 200 Jahren: Johann Karl Wezel (1747-1819) ist der wohl prominenteste Wiedergänger der klassischen Literatur. Der Ungebärdige hatte mit Goethe und Schiller wenig am Hut und überwarf sich mit Wieland. Wezel verfasste sehr bösartige und sehr komische Bücher und endete, als wär's ein Hollywood-Drehbuch.Mehr

Biomedizinische StudienWo Professor Zufall regiert
Geschäftsmann und Geschäftsfrau jonglieren mit Euromünzen. (imago / Ikon images / Gary Waters)

Zu wenige Versuchspersonen, unsauber geplante Experimente, keine Replikation der Untersuchung: viele biomedizinische Studien haben Schwächen. So große, dass man stattdessen genauso gut eine Münze werfen könnte, meint der Neurologe Ulrich Dirnagl.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur