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Kulturnachrichten

Sonntag, 4. März 2018

Guggeis wird Kapellmeister an Staatsoper Stuttgart

Er wird für Gastdirigate nach Berlin zurückkehren

Der 24-Jährige wechselt nach Angaben der Oper ab der Spielzeit 2018/2019 von Berlin nach Stuttgart. Guggeis ist seit der Saison 2016/17 Assistent von Generalmusikdirektor Daniel Barenboim und Korrepetitor der Staatsoper Berlin. Er studierte Dirigieren in München und Mailand und leitete nach Angaben der Oper bereits Opernvorstellungen am Badischen Staatstheater Karlsruhe und an der Kammeroper München. Er assistierte auch wiederholt bei den Salzburger Festspielen, zuletzt 2017 für die Neuproduktion von Aribert Reimanns "Lear". Nach seinem Weggang nach Stuttgart soll er für Gastdirigate an die Staatsoper Unter den Linden zurückkehren. Guggeis hat kurzfristig die musikalische Leitung der Oper "Salome" an der Berliner Staatsoper übernommen, nachdem Dirigent Christoph von Dohnányi wegen künstlerischer Differenzen kurz vor der Premiere an diesem Sonntag zurückgetreten war.

Deutscher Run auf den Oscar

Kenia und Babelsberg fiebern mit

Vor dem Dolby Theatre in Hollywood liegt der rote Teppich bereit. Unter den deutschen Oscar-Anwärtern ist Regisseurin Katja Benrath. In der historischen Villa Aurora, wo einst der Schriftsteller Lion Feuchtwanger wohnte, läuft man sich wenige Stunden vor der Oscar-Nacht warm. Die Lübeckerin, Absolventin der Hamburg Media School, hat auch ihr großes deutsch-kenianisches Team von dem Kurzfilm "Watu Wote/All Of Us" dabei. "Der Film war Team-Arbeit und vor allem keine rein deutsche Sache", betont Rosen. "Watu Wote" basiert auf einem Vorfall im Jahr 2015 an der Grenze zwischen Kenia und Somalia, als sich bei einem Terrorangriff von Islamisten auf einen Reisebus Muslime schützend vor Christen gestellt hatten. Recherchiert und gedreht wurde in Kenia. Ebenfalls dabei sind Jan Lachauer und Jakob Schuh. Die beiden treten mit ihrem Trickfilm "Revolting Rhymes" ("Es war einmal...nach Roald Dahl") in der Sparte "Animierter Kurzfilm" an. Oscar-Anwärter Gerd Nefzer bastelte für "Blade Runner 2049" die Spezialeffekte.

Frauenbeauftragte will Nationalhymne ändern

Aus "Vaterland" soll "Heimatland" werden

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März fordert die Gleichstellungsbeauftragte des Bundesfamilienministeriums, Kristin Rose-Möhring, nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" eine Änderung der Nationalhymne. In einem Rundbrief an alle Mitarbeiter des Bundesfamilienministeriums, mache sie dazu konkrete Vorschläge, wie das Blatt meldet. Aus "Vaterland" soll demnach "Heimatland" werden, aus "brüderlich mit Herz und Hand" "couragiert mit Herz und Hand". In dem Schreiben verweise Rose-Möhring unter anderem auf das Beispiel Österreichs. Dort wurde 2012 die Bundeshymne geändert. Aus "Heimat bist du großer Söhne" wurde "Heimat großer Töchter und Söhne". Auch Kanada hat kürzlich eine Änderung seiner Nationalhymne in geschlechtsneutrale Sprache beschlossen. Kristin Rose-Möhring ist seit 2001 Gleichstellungsbeauftragte und außerdem Vorsitzende des Interministeriellen Arbeitskreises der Gleichstellungsbeauftragten der obersten Bundesbehörden.

Schweizer stimmen für Rundfunkgebühren

Nach Trendrechnungen stimmt Mehrheit gegen die Abschaffung

Die Schweizer haben sich für die Beibehaltung der Fernseh- und Rundfunkgebühren ausgesprochen. Laut Trendrechnungen örtlicher Medien stimmten bis zu 70 Prozent der Eidgenossen gegen die Abschaffung der Abgabe. Eine Volksinitiative wollte die geräteabhängige Gebühr für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Höhe von umgerechnet rund 390 Euro pro Jahr ersatzlos streichen. Die öffentlich-rechtliche Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) und ihre Senderfamilie können nun weiter mit den Gebühreneinnahmen planen. Ab dem nächsten Jahr soll jeder Haushalt einen Beitrag von 316 Euro bezahlen, unabhängig davon, ob er Empfangsgeräte hat oder nicht. Regierung, Parlament und die meisten Parteien hatten die Initiative abgelehnt. Die Regierung kritisierte, dass die Initiative in Kauf nehme, dass nur noch produziert werde, was sich rentiere. Dies schade der Medienvielfalt und erhöhe den Einfluss privater Geldgeber.

EU-Delegation untersucht Journalistenmord

Ermittlungen zum Doppelmord in Slowakei

Eine EU-Delegation ermittelt im Doppelmord an einem slowakischen Investigativ-Journalisten und seiner Verlobten. Acht Vertreter des Europaparlaments reisten in die Slowakei und sammelten Informationen über die Tat und deren Hintergründe, schrieb die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf EU-Kreise. Danach gehört auch der Grünen-Politiker Sven Giegold zur Delegation. Unter anderem seien Gespräche der Parlamentarier mit dem slowakischen Premierminister Fico, mehreren Ministern und regierungskritischen Journalisten geplant. Nach dem Mord an Jan Kuciak stehen slowakische Politiker unter Druck: Er hatte über den Filz zwischen Politik und Geschäftemacherei recherchiert. Dabei war er möglicherweise in den sogenannten Panama-Papers auf Verbindungen zwischen italienischen Mafia-Clans sowie slowakischen Politikern und Regierungsmitarbeitern gestoßen. Ende Februar wurden der 27-Jährige und seine Verlobte Martina Kusnirova ermordet in ihrem Haus aufgefunden.

"Get Out" gewinnt bei Independent-Filmpreis

Horror-Überraschungshit räumt ab

Einen Tag vor den Oscars hat der Horror-Überraschungshit "Get Out" bei den Independent Film Spirit Awards abgeräumt. Das Werk von Jordan Peele gewann in den Sparten bester Film und bester Regisseur. Damit bekam der Film etwas Rückenwind für die Oscar-Gala, bei der er in der Kategorie bester Film als Außenseiter antritt. Die Spirit Awards würdigen Arbeiten aus der unabhängigen Filmindustrie. Der Überraschungshit "Get Out" war mit 4,5 Millionen Dollar produziert worden und spielte weltweit 255 Millionen Dollar ein. In den vergangenen vier Jahren hatte der beste Film bei den Spirit Awards auch immer den Oscar in der gleichen Kategorie abgeräumt ("Moonlight", "Spotlight", "Birdman", "12 Years a Slave"). Auch andere Oscar-Favoriten konnten am Samstag bereits bei den Spirits triumphieren: Frances McDormand gewann für ihre Darstellung in "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" die Auszeichnung als beste Schauspielerin. Ihr Schauspielkollege in dem Streifen, Sam Rockwell, bekam den Preis für die beste männliche Nebenrolle.

Deutsch-tschechischer Autor Ota Filip gestorben

Er gehörte zu den bekanntesten Dissidenten des "Prager Frühlings"

Der deutsch-tschechische Autor Ota Filip ist tot. Er starb bereits am Freitag, eine Woche vor seinem 88. Geburtstag, in Garmisch-Partenkirchen. Filip besaß seit 1977 die deutsche Staatsbürgerschaft und lebte im oberbayerischen Murnau. Der aus dem mährischen Ostrava stammende Filip gehörte in der früheren Tschechoslowakei neben Pavel Kohut und Václav Havel zu den bekanntesten Dissidenten des "Prager Frühlings". In seiner tschechoslowakischen Heimat zählte Filip zu den beliebtesten Erzählern, auch im Westen galt er als besonderes literarisches Talent. Sein 1973 erschienener Schelmenroman "Die Himmelfahrt des Lojzek Lapácek aus Schlesisch Ostrau" hatte ihm viel Lob eingebracht. Auch im gesellschaftlichen Leben bezog Filip immer wieder politisch Stellung und setzte sich für eine Aussöhnung zwischen den Tschechen und den Sudetendeutschen ein.

Labelchef Bergmann mit 74 gestorben

Er war das Herz des Trikont-Verlags

Der Chef des Münchner Plattenlabels Trikont, Achim Bergmann, ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 74 Jahren, wie der alternative Buch- und Musikverlag am Freitagabend auf seiner Webseite mitteilte. "Bayrischer Anarchist und das Herz des Trikont-Verlags. 16.05.1943 - 01.03.2018", hieß es dort unter einem Foto von Bergmann vor einigen seiner Plattenveröffentlichungen. In den Händen hielt er das Album "Keine Macht für Niemand" von der linken deutschen Rockband Ton Steine Scherben. Bergmanns Indie-Label veröffentlichte in 50 Jahren knapp 500 Schallplatten und CDs - ohne Anbiederung an den Kommerz.

Vier "Goldene Himbeeren" für "Emoji - Der Film"

Zum ersten Mal wird ein Animationsfilm als schlechtester Film gekürt

"Emoji - Der Film" wird in den Kategorien "Schlechtester Film", "Schlechtestes Leinwand-Duo", "Schlechtester Regisseur" und "Schlechtestes Drehbuch" ausgezeichnet. Der Erotikfilm "Fifty Shades of Grey - Gefährliche Liebe" wurde zweifach bedacht: für Kim Basinger als Nebendarstellerin und als schlechteste Fortsetzung. Bei den Männern wurde Tom Cruise als Hauptdarsteller in "Die Mumie" genannt, Oscar-Preisträger Mel Gibson als Nebendarsteller in der Komödie "Daddy's Home 2 - Mehr Väter, mehr Probleme!" Die "Goldene Himbeere" wurden 1980 von dem Cineasten John Wilson als Gegenstück zur glanzvollen Oscar-Verleihung ins Leben gerufen. Nach Angaben der Gruppe hatten mehr als 1000 Mitglieder aus den USA und 26 weiteren Ländern abgestimmt.

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