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Kulturnachrichten

Sonntag, 19. Juli 2015

Grütters will Einigung bei Kulturschutzgesetz

Grütters: Andere EU-Länder haben strengere Regeln

Kulturstaatsministerin Monika Grütters setzt trotz des Aufstands gegen ihr geplantes Gesetz zum Schutz von Kulturgütern auf eine einvernehmliche Lösung. "Ich bin für sachliche Argumente dankbar und offen. Ich möchte ein gutes Gesetz - und das heißt eines, das für uns alle gut ist", sagte die CDU-Politikerin in einem Gespräch mit der dpa. Grütters Pläne waren beim Kunsthandel auf massive Kritik gestoßen. Der Maler und Bildhauer Georg Baselitz zog aus Protest seine Leihgaben aus deutschen Museen zurück. Auch andere renommierte Künstler drohten mit einem solchen Schritt. "Leihgaben sind davon nicht betroffen, wenn der Besitzer dies nicht wünscht", sagte Grütters. "Zu behaupten, ein privater Leihgeber könnte seine Bilder nicht mehr frei verkaufen, ist deshalb ein kenntnisloser oder böswilliger Fehlschluss." Das Gesetz sei noch in der Abstimmung. Länder, Fachkreise und Verbände erhielten nochmals die Möglichkeit zur Stellungnahme.

Buckingham-Palast erwägt rechtliche Schritte

Medienminister hat Verständnis für Ärger der Royals

Der Buckingham-Palast erwägt rechtliche Schritte gegen die Veröffentlichung eines Videos, das Queen Elizabeth II. als Kind beim Hitlergruß zeigt. Der Königliche Haushalt habe bereits eine Untersuchung dazu in die Wege geleitet, wie der 17 Sekunden lange Schwarz-Weiß-Film aus den 1930er Jahren in die Hände der "Sun" gekommen sei, berichtete die Nachrichtenagentur PA. Nach Berichten der "Sunday Times" wird auch die Frage des Copyrights geprüft. Wenn der Vater der Queen gefilmt habe, lägen die Rechte bei Elizabeth II. als seiner Nachfahrin. Die britische Boulevardzeitung hatte das Dokument am Wochenenden online gestellt. Der Palast bestreitet nicht, dass es authentisch ist.

Mehr als 200.000 Besucher bei Cranach-Ausstellungen

Ausstellungen in Gotha und Eisenach zu Ende gegangen

Das Cranach-Jahr in Thüringen zum 500. Geburtstag von Lucas Cranach dem Jüngeren (1515-1586) stößt auf breites Interesse beim Publikum. Allein rund 170 000 Gäste sahen die beiden großen Ausstellungen in Gotha und Eisenach, die heute nach vier Monaten schlossen. Bereits im Juni war nach dreimaliger Verlängerung in Weimar die Ausstellung "Cranach in Weimar" mit 46 000 Interessenten zu Ende gegangen. Im Herzoglichen Museum Gotha zog die Schau "Bild und Botschaft. Cranach im Dienst von Hof und Reformation" mehr als 52 000 Gäste aus dem In- und Ausland an. "Die Resonanz auf unsere Ausstellung war überwältigend. Unsere Besucher durchaus begeistert", erklärte der Direktor der Stiftung Schloss Friedenstein, Martin Eberle. Die 220 Exponate hatten im Vorfeld des 500. Reformationsjubiläums 2017 den Fokus auf die Kunst von Vater und Sohn Cranach als ein Mittel der Propaganda gelegt.

20.000 Euro für Oper von Elke Heidenreich

Brandenburg unterstützt die Uraufführung

Die Uraufführung der Oper "Adriana" von Elke Heidenreich (Libretto) und Marc-Aurel Floros (Musik) am 31. Juli in Rheinsberg wird mit 20 000 Euro vom Land Brandenburg unterstützt. Das teilte die Staatskanzlei heute mit. Die Oper wird während des Opernfestivals aufgeführt. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bezeichnete das Festival als eines der besucherstärksten und renommiertesten Musikfeste Brandenburgs. "Es ist internationales Sprungbrett für junge Sängerinnen und Sänger", sagte er. Das Geld stammt aus Lottomitteln. In der Oper von Heidenreich muss sich eine junge Frau zwischen zwei Männern entscheiden. Es sei eine Geschichte über Leidenschaft, Anpassung und große Erwartungen an die Liebe, hieß es in der Mitteilung. Regie führt Bernd Mottl.

20 000 Menschen feiern «Melt!»-Festival

Kylie Minogue in Sachsen-Anhalt

Rund 20 000 Menschen haben am Wochenende in der Baggerstadt Ferropolis das Musik-Festival «Melt!» gefeiert. Auf dem Gelände von Gräfenhainichen bei Dessau-Roßlau traten zwischen Freitag und Sonntag mehr als 120 Bands, Solokünstler und DJs auf. Unter anderem Tocotronic, Element of Crime und Wanda. Höhepunkt war in der Nacht zum Sonntag ein Auftritt der australischen Sängerin Kylie Minogue. Ferropolis, die Stadt aus Eisen, entstand auf dem Gelände eines früheren Braunkohle-Tagebaus. Große Bagger bilden die Kulisse für das Festival. Auch im vergangenen Jahr waren rund 20 000 Musikfans zu dem Spektakel gekommen.

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