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Dienstag, 07.04.2020
 
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Kulturnachrichten

Sonntag, 12. Januar 2020

Grünes Gewölbe: Weiterer Schmuck angeboten

Dem MDR ist ein drittes Schmuckstück aus dem Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe in Dresden zum Kauf angeboten worden. Das Kaufangebot erfolgte im Zuge von Recherchen der MDR-Redaktion "Kripo live", wie der MDR berichtet. Die Anbieter hätten mit der Redaktion über dieselbe verschlüsselte E-Mail-Adresse kommuniziert, über die vor einigen Tagen bereits mit einer israelischen Sicherheitsfirma kommuniziert worden sein soll. Die Redaktion leitete den E-Mail-Wechsel nach eigenen Angaben umgehend an die Sonderkommission "Epaulette" der Dresdner Polizei weitergeleitet.

Ausländerfeindliche Zwischenrufe in Dresdner Kabarett

Mehrere Personen haben am Samstagabend eine Kabarett-Veranstaltung in Dresden gestört. Wie die Polizei berichtete, kam es während einer Aufführung in der "Herkuleskeule" zu ausländerfeindlichen Zwischenrufen durch eine Zuschauergruppe von rund 15 Personen. Die Veranstaltung sei daraufhin unterbrochen worden. Zwei Schauspieler haben die Störer nach Veranstalterangaben zur Rede gestellt. Dabei sei es "zu einer verbalen und leider auch tätlichen Auseinandersetzung zwischen unserem Kollegen und der Störergruppe" gekommen, zitiert der MDR den künstlerischen Leiter der "Herkuleskeule", Philipp Schaller. Verletzte gab es nicht. Die Störer hatten den Veranstaltungsort den Angaben zufolge noch vor dem Eintreffen der Polizei verlassen. Nach ersten Erkenntnissen handele es sich um eine "polizeibekannte Störergruppe aus dem Raum Cottbus".

Kunstwerk in Europas Kulturhauptstadt Rijeka zerstört

Drei Wochen vor der offizielen Eröffnung des Europäischen Kulturhauptstadtjahres haben Unbekannte in Rijeka eine Installation des kroatischen Bildhauers Ivan Kozaric zerstört. Sie setzten am Abend das Werk "Ein Haufen Heu" in Brand, das auf einem Platz im Zentrum der Stadt gestanden hatte. Das aufgetürmte Heu sollte als Sinnbild den Beginn der Ernte an kulturellen Schöpfungen symbolisieren, in deren Genuss Rijeka im Kulturhauptstadtjahr kommen wird. Die Installation brannte völlig ab. Menschen kamen nicht zu Schaden. Das Europäische Kulturhauptstadtjahr steht unter dem Motto "Hafen der Vielfalt". Zusammen mit Rijeka ist das irische Galway Europäische Kulturhauptstadt 2020.

Schriftsteller Josef Reding gestorben

Der Schriftsteller Josef Reding ist am Freitag im Alter von 90 Jahren in Dortmund gestorben. Reding gilt als einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit. Seine bevorzugte Ausdrucksform war die Kurzgeschichte. Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Generalvertreter Ellebracht begeht Fahrerflucht" und "Apotheke Vita Nova". Von 1971 bis 1978 war Reding Vorsitzender des Verbandes deutscher Schriftsteller NRW. Er gründete die Dortmunder "Gruppe 61" und die Europäischen Autorenvereinigung "Die Kogge" mit. Für seine Texte erhielt der Dortmunder unter anderem den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis und den Deutschen Kurzgeschichtenpreis.

Nominierungen für die BRIT Awards stehen fest

Der Britische Rapper Dave und der Schottische Singer-Songwriter Lewis Capaldi führen die diesjährigen Nominierungen der BRIT Awards an. Die beiden Künstler konkurrieren in vier Kategorien des Britischen Musikpreises: männlicher Solokünstler, Bester Newcomer, Song des Jahres und Album des Jahres. Unter den weiblichen Künstlerinnen ist die R&B-Sängerin Mabel für drei Preise nominiert. Coldplay haben Chancen als beste Band des Jahres ausgezeichnet zu werden. Die Veranstalter der Gala haben in diesem Jahr die Anzahl der Kategorien reduziert, damit mehr Künstler auftreten können. Die Preisverleihung findet am 18. Februar in London statt.

"Lindenberg!"-Regisseurin will mehr Frauen in der Regie

Die Regisseurin Hermine Huntgeburth fordert, dass Regiestühle mit beiden Geschlechtern gleichrangig besetzt werden. Viele erfolgreiche Filme würden in letzter Zeit von Frauen gemacht, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa, in der Breite sei aber noch viel aufzuholen. Das Ziel müsse "Fifty-Fifty" sein, sagte Huntgeburth. Die Regisseurin unterstützt den Verein "ProQuote Film", die eine geschlechterparitätische Besetzung von Film- und Fernsehgremien sowie von Regiestühlen fordert. Laut Bundesverband Regie wurde 2017 nur etwa jeder fünfte Film und nicht mal jede fünfte fiktionale Fernsehminute von einer Regisseurin verantwortet. Huntgeburth führte die Regie in dem Künstlerporträt "Lindenberg! Mach dein Ding". Der Film über den Rockmusiker Udo Lindenberg läuft ab Donnerstag in den deutschen Kinos.

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