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Kulturnachrichten

Freitag, 13. Februar 2015

Großes Verdienstkreuz Siegfried Matthus

Ehrung des Komponisten in Rheinsberg

Siegfried Matthus ist mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland geehrt worden. Die Auszeichnung wurde dem 80-jährigen früheren Leiter der Kammeroper Schloss Rheinsberg von Brandenburgs Kulturministerin Kunst übergeben. Damit wurde das bereits vor 15 Jahren an Matthus verliehene Bundesverdienstkreuz erster Klasse in eine höhere Stufe überführt. Matthus sei einer der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten Deutschlands, begründete Kunst die Ehrung. Siegfried Matthus hat unter anderem das Opernfestival Kammeroper Schloss Rheinsberg ins Leben gerufen. Er hat außerdem symphonische Werke, Kammermusiken, Hörspiel- und Fernsehmusiken und Opern komponiert, darunter die Oper „Judith.

Netanjahu macht nach Einmischung in Israel-Preis-Vergabe Rückzieher

Netanjahus Kehrtwende

Nach Protesten gegen seine Einmischung in die Vergabe des renommierten Israel-Preises hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu einen Rückzieher gemacht. Netanjahu setze eine Empfehlung von Generalstaatsanwalt Jehuda Weinstein um, während des laufenden Wahlkampfes die Ernennung von Jurymitgliedern nicht zu beeinflussen, teilte das Büro des Ministerpräsidenten mit. Der für den Preis nominierte Schriftsteller David Grossman und andere hatten gegen Netanjahus Intervention protestiert. Netanjahu hatte in dieser Woche drei Mitglieder der Jury ausgeschlossen und dieser vorgeworfen, in den vergangenen Jahren "mehr und mehr Extremisten und Anti-Zionisten" für die bedeutendste Auszeichnung des Landes ausgewählt zu haben. Die Israel-Preise für herausragende Leistungen in der Literatur, der Künste und den Wissenschaften werden alljährlich am israelischen Unabhängigkeitstag verliehen, mit dem an die Ausrufung des Staates Israel am 14. Mai 1948 erinnert wird.

Berlinale steuert auf neuen Ticket-Rekord zu

Kartenverkaufsbilanz

Kurz vor Abschluss des Festivals bahnt sich bei der 65. Berlinale ein Kartenverkaufsrekord an. Bis Donnerstagabend seien 310 000 Tickets abgesetzt worden, teilten die Internationalen Filmfestspiele Berlin heute mit. Morgen werden die Gewinner im Wettbewerb verkündet, am Sonntag zum Publikumstag noch einmal zahlreiche Filme gezeigt. „Die Internationalität des Festivals ist in diesem Jahr erneut gewachsen, sagte Direktor Dieter Kosslick. Auch der Europäische Filmmarkt legte zu und meldete gute Verkäufe - darunter für die Wettbewerbsfilme „Elser, „Taxi und „Knight of Cups.

Richter drücken Andreas Dresen die Daumen

Dresen ist seit November 2012 Laienrichter

Filmregisseur Andreas Dresen hat im Wettbewerb der Berlinale höchstrichterliche Unterstützung: "Wir drücken ihm alle die Daumen, dass er zur nächsten Sitzung den Goldenen Bären mitbringt", sagte der Präsident des Brandenburger Verfassungsgerichts, Jes Möller, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. Dresen ist seit November 2012 Laienrichter in dem neunköpfigen Kollegium, das einmal im Monat über Verfassungsbeschwerden von Bürgern oder Institutionen entscheidet. "Dresen ist regelmäßig dabei", betonte Möller. Der Regisseur ist bei der Berlinale mit seinem Wende-Drama "Als wir träumten" im Rennen.

Wilhelm-Hack-Museum verliert zwei Spitzengemälde

Das Museum in Ludwigshafen muss zwei kostbare Gemälde nach Düsseldorf abgeben

"Schwarzes Rechteck, rotes Quadrat" von Kasimir Malewitsch und "Bild mit weißen Linien" von Wassily Kandinsky wurden als Dauerleihgaben gekündigt. Die Erbin Marlene Hack habe entschieden, die Bilder der Kunstsammlung des Landes Nordrhein-Westfalen zu übergeben, sagte die Ludwigshafener Kulturdezernentin Cornelia Reifenberg. Das Gemälde von Malewitsch stand Pate für das Logo des Museums. Marlene Hack ist die Witwe und Erbin von Harald Hack, dem Sohn von Wilhelm-Hack, der seine umfangreiche Kunstsammlung 1973 der Stadt Ludwigshafen überschrieb. Die Kommune errichtete daraufhin das Museum, das nach dem Stifter benannt und 1979 eröffnet wurde.

Máximo Damián gestorben

Eine Legende der peruanischen Volksmusik ist tot

Der Geiger Máximo Damián starb gestern im Alter von 78 Jahren an den Folgen seiner Diabetes-Erkrankung, wie ein Krankenhaus in Lima mitteilte. Der aus den peruanischen Anden stammende Musiker spielte vor allem die Folklore seiner Heimat. Auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern trat er einst auf. Sein Leben wurde mehrfach verfilmt. Trotz seiner Popularität sei der Autodidakt in völliger Armut gestorben, hieß es in Medienberichten. Das Geigenspiel hatte sich der Sohn eines armen Amateur-Musikers selbst beigebracht. Als Jugendlicher zog Damián in die Hauptstadt Lima. Auftritte auf traditionellen Festen brachten ihm Ruhm.

Staatliche Museen wollen mehr Besucher

Dieses Jahr sind 60 Sonderausstellungen geplant

Die Staatlichen Museen zu Berlin wollen wieder mehr Interessierte locken. "Wir nehmen einen Besucherrückgang nicht hin wie Sonne oder Regen", sagte Generaldirektor Michael Eissenhauer dem "Tagesspiegel". 2010, also im ersten Jahr nach Wiedereröffnung des Neuen Museums, kamen insgesamt 1,1 Millionen Besucher in die Berliner Häuser. In den Folgejahren seien jeweils 200 000 Gäste weggeblieben. Der Rückgang um 70 000 Besucher gegenüber 2012 sei wieder einholbar, so Eissenhauer. Dass die Besucherzahlen sinken, sei zu erwarten gewesen. Wegen Sanierungsarbeiten ist beispielsweise der Pergamonaltar seit dem Herbst 2014 nicht mehr zu sehen. Inzwischen wurde auch die Neue Nationalgalerie wegen Bauarbeiten geschlossen. Im April öffne im Bode-Museum die Schau "Ein Gott - Abrahams Erben am Nil". Sie beleuchtet mit 250 Exponaten die gemeinsame Tradition von Juden, Christen und Muslimen in Ägypten bis zum Mittelalter.

Bayern gibt Bücher aus Bibliotheken-Raub zurück

Bücher stammen aus der Biblioteca dei Girolamini

Die bayerischen Behörden geben heute mehr als 500 wertvolle historische Bücher an Italien zurück. Die Biblioteca dei Girolamini in Neapel soll monatelang geplündert worden sein, der ehemalige Direktor Marino Massimo De Caro bekam als einer der Drahtzieher eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren. Im Jahr 2012 beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft München 543 Bücher in einem Münchner Auktionshaus, darunter Originalausgaben der Werke von Wissenschaftspionieren wie Galileo Galilei, Nikolaus Kopernikus und Johannes Kepler. Auch ein ehemaliger Geschäftsführer dieses Hauses war in Italien zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Ai Weiwei erzielt Rekordpreis bei Auktion in London

Skulpturen für 3,8 Millionen Euro verkauft

Der renommierte Künstler Ai Weiwei hat in London mit dem Verkauf von Skulpturen der zwölf chinesischen Tierkreiszeichen einen Preisrekord erzielt. Die vergoldeten Tierköpfe wurden am Donnerstag im Auktionshaus Philips für 3,8 Millionen Euro versteigert. Die Arbeiten des prominenten Kritikers der Regierung in Peking waren seit 2010 in einer Ausstellung um die Welt gereist, bevor sie nun in der britischen Hauptstadt verkauft wurden. Die Originale der Skulpturen bildeten im Alten Sommerpalast in Peking eine Brunnen-Uhr, bevor sie 1860 von französischen und britischen Truppen entwendet wurden. Ai bildete die sieben erhaltenen Originale nach, die fünf verschollenen Tierkreiszeichen schuf er mit Hilfe alter Darstellungen neu.

Grossman boykottiert renommierten Israel-Preis

Schriftsteller protestiert gegen Intervention Netanjahus bei Jury

Der israelische Schriftsteller David Grossman hat seine Nominierung für den renommierten Israel-Preis aus Protest gegen die Intervention von Regierungschef Benjamin Netanjahu bei der Zusammensetzung der Jury zurückgezogen. "Ich habe diese Entscheidung in Reaktion auf die Einschüchterungskampagne des Ministerpräsidenten gegenüber einigen der besten israelischen Wissenschaftler und Künstler getroffen", sagte Grossman am Donnerstag im Fernsehen. Der international renommierte Schriftsteller setzt sich seit Jahren unermüdlich für einen Frieden mit den Palästinensern ein. Der Israel-Preis wird jährlich vor dem Unabhängigkeitstag in mehreren Kategorien verliehen. Netanjahu schloss diese Woche drei Mitglieder der Jury aus und warf dieser vor, in den vergangenen Jahren "mehr und mehr Extremisten und Anti-Zionisten" für die bedeutendste Auszeichnung des Landes ausgewählt zu haben.

Neue Töne im Münchner Konzertsaal-Streit

Münchner Philharmoniker sehen Umbau auch als Chance

In der heftigen Debatte über einen möglichen neuen Konzertsaal in Bayerns Landeshauptstadt haben die Münchner Philharmoniker eingelenkt: In einem Brief an ihre Abonnenten bezeichnen sie heute die geplante Sanierung der Philharmonie im Gasteig als Chance. Die Entscheidung für eine Optimierung der Philharmonie sei ein "Bekenntnis zu einer 30-jährigen Erfolgsgeschichte", heißt es nun in dem von Intendant Paul Müller und dem Orchestervorstand unterzeichneten Brief. So könne ein Saal geschaffen werden, der mit den internationalen Spitzensälen wie Berlin, Tokio oder Luzern in einer Reihe steht. Chefdirigent Mariss Jansons des BR-Symphonieorchesters, das ebenfalls im Gasteig zu Hause ist, hatte sich dagegen sehr enttäuscht gezeigt, dass kein neuer Saal gebaut werden soll.

Preußen-Stiftung gibt Kunstwerke an Erben zurück

Kunstrückgabe an Mosse-Nachfahren

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat acht Kunstwerke an die Nachfahren des früheren Berliner Verlegers Rudolf Mosse zurückgegeben. Die Werke waren der jüdischen Tochter des Verlegers in der Nazi-Zeit abgenommen und versteigert worden. Wie die Stiftung mitteilte, sollen sie vorerst als Leihgaben in Berliner Museen bleiben. Es handelt sich vor allem um mehrere antike Tierfiguren. Die Stiftung hatte sie bei der systematischen Überprüfung ihrer Bestände als mögliche NS-Raubkunst identifiziert. Rudolf Mosse galt als einer der einflussreichsten Verleger der Weimarer Republik. Seine Tochter Felicia Lachmann-Mosse erbte die Kunstsammlung ihres Vaters. 1933 musste sie vor den Nazis in die USA fliehen, das Vermögen der Familie wurde beschlagnahmt.

World Press Photo Award an Mads Nissen

Preis als deutliches Statement gegen die Verfolgung von Homosexuellen in Russland.

Zum besten Photo des Jahres hat der World Press Photo Award ein Foto des dänischen Fotografen Mads Nissen gewählt. Das Foto ist Teil eines größeren Projekts des Fotografen zum Thema "Homophobie in Russland". Nissen fotografierte das schwule Paar Jon und Alex in einem intimen Moment in Sankt Petersburg. Die Jury des Wettbewerbs zeichnete ihn aus, weil er mit dem Foto auf eindrückliche Weise Stellung zu einem universalen Thema nehme. Für Homosexuelle, Bisexuelle und Transgender werde das Leben in Russland zunehmend schwieriger. "Dieses Foto hat eine große ästhetische Kraft und zeigt Menschlichkeit", sagte die Vorsitzende der Jury, Michele McNally, Direktorin für Fotografie bei der "New York Times". Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

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