Seit 05:05 Uhr Studio 9
Freitag, 26.02.2021
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9

Interview / Archiv | Beitrag vom 12.10.2019

Großelterntag in Bayern Quantensprung beim Glück

Detlef Untermann im Gespräch mit Liane von Billerbeck

Beitrag hören Podcast abonnieren
Eine ältere Frau spielt mit ihrer Enkeltochter.   (Mascha Brichta/dpa/picture-alliance )
Für viele Großeltern ist der Umgang mit ihren Enkelkindern eher entspannend. (Mascha Brichta/dpa/picture-alliance )

Auf Initiative von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Bayern jetzt einen Großelterntag. In "Opas Blog" schreibt Detlef Untermann seine Gedanken über das Großelterndasein nieder und gerät darüber ins Schwärmen.

In Bayern wird dieses Jahr erstmals der Großelterntag begangen. In Spanien, Polen und den USA gibt es das schon länger. Aus Bayern kommt auch Detlef Untermann, der in "Opas-Blog" seine Erfahrungen beschreibt. Er ist 66 Jahre alt, seit 46 Jahren verheiratet, hat zwei Kinder, zwei Enkelkinder und sagt über sich selbst, er sei "glücklich, also Opa". 

 Detlef Unter im Berliner Rundfunkhaus. (Moritz Alexander/Deutschlandradio )Detlef Untermann ist begeisterter Großvater und beschreibt seine Erfahrungen in "Opas Blog". (Moritz Alexander/Deutschlandradio )

Über sein Großvaterdasein sagt Untermann: "Das ist ein emotionaler Quantensprung." Es sei schon ein großes Glück und etwas ganz besonderes, eigene Kinder zu bekommen. "Aber ein Enkelkind zu bekommen, das ist nochmal eine ganz andere Dimension." Er habe zwei Enkelsöhne und könne sich bis heute intensiv daran erinnern, wie er sie das erste Mal im Arm gehalten habe. Dieses besondere Gefühl komme vielleicht daher, dass man so stark spüre, dass das eigene endliche Leben mit den Enkelkindern weiter gehe. Wahrscheinlich sei es noch ein weiterer Sprung, sogar noch Urenkel erleben zu können.

Die Verantwortung liegt bei den Eltern

Untermann kocht gerne mit seinen beiden Enkeln und hat auch eine Initiative Kinderkochen gründet. "Ich gebe sogar mit einem meiner Enkelsöhne richtige Kochkurse", sagte er. Beide Jungen seien begeisterte Köche. Aber in die Erziehung der Eltern mischten sich die Großeltern nicht ein. "Wir machen grundsätzlich nichts, was gegen den erklärten Willen der Eltern geht." Wenn er mit den Enkeln alleine sei, erziehe er auch, aber das unterscheide sich nicht vom Stil der Eltern. "Die Verantwortung für die Erziehung haben ganz klar die Eltern." Großeltern könnten da nur unterstützen und helfen.

(gem)  

Mehr zum Thema

Familienbande - Wie hat sich die Rolle der Großeltern verändert?
(Deutschlandfunk Kultur, Im Gespräch, 05.10.2019)

Korrespondenten berichten über - Großeltern
(Deutschlandfunk Kultur, Alltag anders, 20.09.2019)

Hilfe, wir werden Großeltern! - Oma und Opa
(Deutschlandfunk Kultur, Sonntagmorgen, 12.11.2017)

Interview

Türsteherin Navina NickeDer lange Weg zurück ins Clubleben
Die Hamburger Türsteherin Navina Nicke. Sie ist hellblond, Nase, Lippen und Ohren sind gepierct. (Fabian Melchers)

Sie weise nie jemanden aufgrund des Alters ab, sagt die Türsteherin Navina Nicke. Aggressive Leute dagegen sortiere sie immer aus. Eines steht für sie fest: Wenn die Clubs wieder öffnen, werde auch sie erst üben müssen, normale soziale Nähe zuzulassen. Mehr

BlasphemieDie Macht der Schmähung
Dicht gedrängt stehen Menschen in Pakistan bei einer Straßendemonstration. In der ersten Reihe schlagen Flammen hoch, weil die Protestierenden Plakate verbrennen. (imago images / Pacific Press Agency / Rana Sajid Hussain)

Das Phänomen Blasphemie ist auch im 21. Jahrhundert noch immer "überraschend lebendig", sagt der Historiker Gerd Schwerhoff. Das gelte nicht nur für den Islam, auch in der christlichen Kultur habe Gotteslästerung nach wie vor "Aufregerpotenzial".Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur