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Interview / Archiv | Beitrag vom 30.06.2016

Großbritannien nach dem Brexit-VotumFremdenfeindliche Übergriffe nehmen zu

Friedbert Meurer im Gespräch mit Christopher Ricke und Anke Schaefer

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Stadtbild von London (AFP / Rob Stothard)
Die Briten haben für den Ausstieg aus der Europäischer Union gestimmt (AFP / Rob Stothard)

Nach dem Brexit-Referendum steigt die Zahl der fremdenfeindlichen Vorfälle in Großbritannien an. Allein 85 meldete die Polizei in den ersten Tagen danach. Betroffen seien vor allem Polen, Muslime und asiatische Einwanderer, sagt Friedbert Meurer.

Allein in den ersten vier Tagen nach dem Brexit-Votum meldete die britische Polizei 85 fremdenfeindliche Vorfälle. Größtenteils habe es sich dabei um Beleidigungen oder Graffitischmierereien gehandelt, meint Friedbert Meurer.

Aber in Einzelfällen sei auch Gewalt verübt worden: "Es soll Schlägereien gegeben haben zwischen Engländern und Polen, in Richmond zum Beispiel."

Unter der multikulturellen Oberfläche lauert die Fremdenfeindlichkeit

Auch in der deutschen Community verspürten manche Unbehagen, berichtet unser Korrespondent. Von Fremdenfeindlichkeit betroffen seien jedoch in erster Linie Polen, Muslime und die asiatische Community in Großbritannien.

Im Nachhinein wird dadurch einiges am romantischen Bild der multikulturellen Metropole London als Illusion entlarvt:

"Diese an der Oberfläche so wunderbar erscheinende, für den Betrachter, multikulturelle Oberfläche der Stadt London, dieses Sprachengewirr, diese vielen Kulturen, die hier nebeneinander leben. Da stellt man dann eben jetzt fest mittels dieses Referendums: da war etwas unter dieser Oberfläche und das kommt jetzt hässlich zum Vorschein."

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