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Sonntagmorgen | Beitrag vom 30.05.2019

Groß und kleinEin Gegensatz erklärt die Welt

Von Oliver Schwesig

Ein Eindruck aus einer Erich-Ohser-Schau in Plauen im Jahr 2012 (dpa/Hendrik Schmidt)
An Christi Himmelfahrt (Vatertag) hören Sie eine Sendung über große und kleine Leute, über große und kleine Dinge (dpa/Hendrik Schmidt)

Kalt und heiß, hell und dunkel. Erst durch Gegensätzen begreifen wir das Leben und die Welt und können sie erklärbar machen. Um das eine zu erkennen, braucht man oft das Gegenteil. Einer der schönsten Gegensätze: Groß und Klein.

"Wenn ich mal groß bin", so sagen es Kinder oft. Schon von klein auf wird uns beigebracht, dass klein sein mit Defiziten verbunden ist, die die Großen uns voraus haben. Defizite, die wir erst Jahre später, im "Großsein" überwinden werden. Aber warum eigentlich? Ist das Kleinsein nicht auch schön? Hat es nicht auch Vorteile?

Klar, normalerweise lernt der Kleine eher vom Großen, als umgekehrt. Eins der wichtigsten Kennzeichen des Erwachsensein ist es ja, Wissen und Fähigkeiten "nach unten" weiter zu geben. Aber manchmal lernt auch der Vater vom Sohn, vielleicht weil dessen naiver Blick auf die Welt ihm neue Perspektiven eröffnet, oder schlichtweg weil der Kleine den Großen auch mal entlarvt.

Beim Erkennen von Groß und Klein geht es vielleicht auch um das Spannungsfeld der Gegensätze. Erkennt der Erwachsene sein "gewachsen sein" nicht erst beim Anblick des Kleinen? Und nimmt der Kleine nicht auch das menschliche Potential wahr, wenn er sieht, was aus Menschen wird, "wenn sie groß sind?"

Rätsel 1

Um groß und klein geht es jetzt auch im E-Mail-Rätsel. Wenn Sie sich in der bundesdeutschen Fernsehgeschichte ein wenig auskennen, haben Sie gute Karten. Es geht um eine Trickfilmserie, die viele von uns sicher früher als Kinder gesehen haben. Zwei kleine Schweinchen, die Brüder sind, spielen dort mit. Wobei der jüngere dem älteren in jeder Folge eine Frage stellt; über Dinge, Gefühle und das Leben, die sein großer Bruder dann stets zur Zufriedenheit des Kleinen beantwortet. Dazu müssen sie jedes Mal einen kleinen Fußmarsch unternehmen. Diese Serie ist in den 1970er Jahren entstanden und lief oft beim Sandmännchen, aber auch in der Sendung mit der Maus. Wie heißen die beiden?

Auflösung: Piggeldy & Frederick

Rätsel 2

Wir suchen den vierten Roman einer bekannten deutschen Autorin, die 1974 in Hamburg geboren wurde und heute in Berlin lebt. Es geht um zwei Freundinnen. Beide um die 40 mit einer Gemeinsamkeit – ein ungelöstes Vaterproblem. Die eine begleitet die andere auf dem Weg in die Schweiz, wo deren Vater gern sterben möchte. Zu dritt fahren sie im Auto los – zwei Töchter und ein Vater. Und es entspinnt sich ein Lady-Roadmovie der Marke "Thelma & Louise" quer durch Europa bis nach Italien in diesem Roman, wo dem am Ende alles doch nicht so wird, wie geplant. Frauen in der Mitte ihres Lebens räumen auf. Welcher Roman ist gemeint?

Auflösung: "Töchter" von Lucy Fricke

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