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Kompressor | Beitrag vom 29.06.2017

Grimme-Nominierung für "Wochenendrebell""Jason hasst Smalltalk und Floskeln"

Mirco von Juterczenka im Gespräch mit Stephan Karkowsky

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Ein autistischer junger Mann, fotografiert von hinten, er hält sich die Ohren zu. (picture alliance / Markus Scholz)
Ein autistisches Kind kann für Eltern eine große Belastung sein. Mirco von Juterczenka und sein Sohn Jason kommunizieren ihre besondere Lebenssituation in die Welt hinaus. Ihr Blog "Wochendendrebell" ist für den Grimme Online Award nominiert worden. (picture alliance / Markus Scholz)

Der Blog und Podcast "Wochenendrebell" ist für den Grimme Online Award nominiert worden. Darin erzählen Vater Mirco von Juterczenka und dessen Sohn Jason, bei dem Asperger Syndrom diagnostiziert wurde, von ihrem besonderen Blick auf die Welt.

Ein Vater und sein Sohn, beim dem das Asperger-Syndrom diagnostiziert ist, bloggen, twittern und podcasten unter dem Namen "Wochenendrebell" gemeinsam über ihre Erlebnisse. Jetzt sind sie für den Grimme Online Award nominiert worden.

Mirco von Juterczenka und sein Sohn Jason ziehen seit Jahren von Fußballstadion zu Fußballstadion – auf der Suche nach einem Lieblingsverein. Im Deutschlandfunk Kultur beschreibt der Vater die besondere Lebenssituation mit seinem Kind:

"Im Grunde habe ich von Autismus gar keine Ahnung. Ich kenne meinen Sohn. Ich kann zu Autismus sagen, dass es spezifiziert ist als tiefgehende Entwicklungsstörung. Wobei sich spätestens bei der Begrifflichkeit so meine Fragezeichen auftun. Weil ich eine Störung so in der Form gar nicht wahrnehme."

Die meisten Probleme stellten sich in zwei Bereichen, sagt von Juterczenka: beim Umgang mit Umgebungsreizen und beim Umgang mit anderen Menschen:

"Jason gibt niemandem zur Begrüßung die Hand. Er hasst Smalltalk und alles, was in den Bereich der Floskeln geht. Sondern er wünscht eigentlich immer eine sehr, sehr klare Kommunikation. Was zum Beispiel in Verbindung mit dem Asperger-Syndrom schon als Defizit beschrieben wird. Ich nehme das aber heute überhaupt nicht als Defizit wahr, ganz im Gegenteil. Ich finde die Kommunikation mit ihm sehr angenehm, weil er sehr klar formuliert und ich nicht zwischen den Zeilen bei ihm lesen muss."    

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