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Aktuell / Archiv | Beitrag vom 28.03.2014

Goldene LolasDüsteres Alpen-Drama als Favorit im Rennen

Nominierungen für den Deutschen Filmpreis

Deutscher Filmpreis in Berlin (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)
Die "Lolas" werden am 9. Mai in Berlin verliehen. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Andreas Prochaskas düsterer Heimatfilm "Das finstere Tal" ist für neun Lolas nominiert. Er spielt in einem von dunklen Geheimnissen durchdrungenen Alpendorf. Die weiteren Nominierten folgen mit deutlichem Abstand.

Die Verfilmung des Bestsellers "Das finstere Tal" ist der große Favorit im Rennen um den Deutschen Filmpreis. Der düstere Alpenfilm von Regisseur Andreas Prochaska nach dem Roman von Thomas Willmann kam bei der Deutschen Filmakademie auf neun Nominierungen. Das gaben Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und die Präsidentin der Filmakademie, Iris Berben, am Freitag in Berlin bekannt. 

"Das finstere Tal" ist die deutsch-österreichische Verfilmung des gleichnamigen Romans über Gewalt und Tod in einem Bergdorf in den Alpen. Sam Riley und Tobias Moretti spielen zwei erbitterte Feinde in einer fesselnden Saga um Rache, Macht und Gewalt. Neben der Kategorie bester Film erhielt der Film Nominierungen unter anderem für die beste Regie und die beste männliche Nebenrolle (Tobias Moretti). Er startete Mitte Februar in den Kinos.

Die Schauspieler Sam Riley und Paula Beer stehen vor dem Eingang des Gartenbaukinos Wien. (dpa / picture alliance / Herbert Pfarrhofer)Die Schauspieler Sam Riley und Paula Beer auf der Premiere von "Das finstere Tal" im Gartenbaukino Wien. (dpa / picture alliance / Herbert Pfarrhofer)

Die übrigen Filme folgen mit deutlichem Abstand. Der fast vierstündige Spielfilm "Die andere Heimat" von Edgar Reitz brachte es auf sechs Nominierungen. Er beruht auf der Hunsrück-Saga "Heimat" und spielt zur Zeit der Auswanderungswelle Mitte des 19. Jahrhunderts. Neben dem besten Film gab es für Reitz' Werk Nominierungen unter anderem für das beste Drehbuch  und die beste Regie. 

"Finsterworld" von Frauke Finsterwalder wurde insgesamt fünf Mal nominiert. 

Der Kassenschlager "Fack Ju Göthe" von Regisseur Bora Dagtekin, den inzwischen über sieben Millionen Kinozuschauer gesehen haben, spielt nur eine Nebenrolle: Er kam auf vier Nominierungen, darunter als bester Film sowie gleich zwei Nennungen für die beste weibliche Nebenrolle (Jella Haase und Katja Riemann).

Für den besten Film sind außerdem nominiert: Das deutsch-norwegische Frauendrama "Zwei Leben" von Georg Maas - insgesamt drei Zuschläge - und Jakob Lass' wilde Liebesgeschichte "Love Steaks" .

Die Nominierten für den Preis für die beste weibliche Hauptrolle sind:

  • Carla Juri ("Feuchtgebiete")  
  • Juliane Köhler ("Zwei Leben") 
  • Jördis Triebel ("Westen")

Und für den besten männlichen Hauptdarsteller: 

  • Sascha Alexander Gersak ("5 Jahre Leben") 
  • Dieter Hallervorden (Sein Letztes Rennen")
  • Hanno Koffler ("Freier Fall")

Fest steht bereits, dass der an Lungenkrebs erkrankte Regisseur Helmut Dietl mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet wird.

Der Deutsche Filmpreis, Lola genannt, ist die wichtigste nationale Filmauszeichnung - und mit insgesamt knapp drei Millionen Euro Preisgeldern auch der höchstdotierte deutsche Kulturpreis. Er wird am 9. Mai im Berliner Tempodrom vergeben.

Im vergangenen Jahr ging die Goldene Lola für den besten deutschen Spielfilm an Jan Ole Gersters Kinodebüt "Oh Boy". Barbara Sukowa wurde für ihre Rolle der "Hannah Arendt"  in dem Film von Margarethe von Trotta als beste Hauptdarstellerin geehrt.

Mehr zu den Nominierungen für den Deutschen Filmpreis hören Sie in der Sendung  "Ortszeit" ab 17:07 Uhr und in der Sendung"Fazit" ab 23:05 Uhr.

 abr

Mehr zum Thema:

Alle weiteren Nominierungen und Infos zum Deutschen Filmpreis auf dessen Homepage

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