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Tonart | Beitrag vom 30.11.2020

Götz Alsmanns neues AlbumHeimweh nach dem deutschen Schlager

Moderation: Andreas Müller

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Der Entertainer Götz Alsmann spielt auf einer Bühne Ukulele. (picture alliance / dpa-Zentralbild / Jan Woitas)
Götz Alsmann holt die Musik von gestern ins Heute. (picture alliance / dpa-Zentralbild / Jan Woitas)

Der Entertainer Götz Alsmann ist mit einem neuen Album zurück: "L.I.E.B.E." heißt die Schlagerplatte, die eine Antwort auf das musikalische Heimweh war. Vorausgegangen sei eine Auseinandersetzung mit diesem Schatz, sagt der Sänger.

Götz Alsmann ist einer der bekanntesten deutschen Entertainer: Seit 35 Jahren ist er in Funk und Fernsehen unterwegs sowie auf den Bühnen dieser Welt. Mit – das sieht man dem Mann an, der den 50er-Jahren entsprungen scheint – einer Musik, die von gestern ist, die er aber immer wieder ins Heute holt.

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In den vergangenen Jahren beschäftigte sich Alsmann mit Songs aus dem Broadway-Bereich, mit italienischer und französischer Musik – immer mit dem Touch of Jazz. Nun ist gerade das neue Album "L.I.E.B.E." herausgekommen.

Tatsächlich habe er musikalisches Heimweh gehabt, sagt Alsmann. "Diese sehr intensive Behandlung mit dem jeweiligen Schlagerkanon der Franzosen, der Amerikaner und der Italiener hat mich nicht davon abgehalten, mich weiter zu vertiefen und in die deutsche Schlagergeschichte reinzugehen; mich weiter mit diesem Schatz, diesem großen kulturellen Wert auseinanderzusetzen." Er habe den Tag herbeigeträumt, an dem er "wieder ein paar alte Titel von Michael Jary oder Heino Gaze arrangieren kann.

"Etwas, das einen anrührt"

Im Info zur Platte steht, Alsmann wolle wieder an die große Tradition der letzten hundert Jahre deutschsprachiger Schlagergeschichte andocken. Eine lange Zeit mit wahnsinnig viel Material. Was muss ein Lied mitbringen, damit Alsmann es aufnehmen will?

"Es muss etwas da sein, was einen anrührt", erklärt der Musiker. "Die Melodie muss stimmig sein, im Text müssen gute Pointen, gute Stimmungswechsel sein."

Außerdem müsse das Lied zu ihm und seiner Band passen. Denn: "Manchmal ist auch ein Lied, das man unbedingt neu interpretieren will, nicht das richtige. Man muss einfach feststellen, das Arrangement stimmt nicht oder ich bin nicht der richtige Sänger dafür. Oder ich verstehe das Lied letzten Endes doch nicht so gut, wie ich gedacht habe."

(abr)

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